Wie es dann weiterging…

Nachdem ich also mit Sport angefangen hatte, und es auch schon zur Gewohnheit wurde, hatte ich ganz toll abgenommen. Genug, damit es auch anderen auffällt. Da waren wir stehengeblieben. Das ging eine ganze Weile ganz gut mit der DVD. Irgendwann kam auch eine neue DVD dazu. Irgendwann kam eine richtige Sportmatte dazu. Irgendwann kamen richtige Sportklamotten dazu. Nicht mehr mit fettigen Haaren und ohne BH. Nein, wie so ein Fitnessmodel. Das motiviert ja auch ein bisschen. Ein bisschen? Ja genau. Die Motivation die einem neue Sportklamotten geben hält nun einmal nicht lange an. Meist reicht es genau für einmal Sport machen. Ich habe mir das Zeug damals erst gekauft als ich wusste: Das will ich machen!

Irgendwann war es soweit und ich kaufte mir Hanteln. Erst bin ich der Empfehlung der DVD’s gefolgt und habe mir 0,5kg-Hanteln gekauft. Das ist natürlich vollkommen sinnlos. Was soll man damit trainieren? Aber diese Fitness-Videos sind natürlich darauf ausgelegt, dass man nur etwas „toned“ ist, wie man unter Frauen so schön sagt. Nur ein ganz klitzekleines bisschen Definition. Nicht zu viel. Man will ja nicht „bulky“ aussehen. So wie die Frauen die Bodybuilding machen. Ganz schlimm ist das ja. Wie Männer sehen die aus! Und kaum Brust haben die! Das sieht ja nun wirklich nicht mehr schön aus.

Ein halbes Kilo hat mir jedenfalls nie gereicht. Die Warnungen habe ich in den Wind geschlagen. Auch die unqualifizierten Aussagen, dass ich ja jetzt aufhören könne Sport zu machen – jetzt wo ich so schön abgenommen habe. Jetzt bräuchte ich das ja nicht mehr. Dass das Bullshit ist habe ich schon damals gewusst. Dass das mit dem „bulky“ werden Bullshit ist, weiß ich heute. Eine normale Frau kann gar nicht so aussehen wie weibliche Bodybuilder es zuweilen tun. Dazu fehlt uns nämlich das Testosteron, Mädels! Ja, wenn man es künstlich zuführt, ja dann….dann kann man so aussehen. Ohne Brust und mit massiver Muskulatur. Vermännlicht eben. Aber ohne Steroide? Keine Chance! Übrigens nehmen auch viele Fitness-Models ganz leichte Steroide zu sich, um zu ausszusehen wie sie es eben tun.

Und dann habe ich ja die Entscheidung getroffen in China weiter zu studieren. Und dort wollte ich dann von dem Muschi-Sport weg. (Ich mag das Wort eigentlich nicht, weil es impliziert, dass es super easy ist und gar nicht schwer. Aber natürlich ist es schwer.) Dafür wollte ich hin zum Muschi-Sport (hier richtig verwendet im Sinne von echt badass krass cooler Scheiß). Der Muschisport mit den Eisen, den kurzen und den langen Eisen. Und ich habe mich auch direkt am zweiten Tag in einem Fitnessstudio in Campusnähe angemeldet. Und ich bin dort auch sehr regelmäßig hingepilgert. Aber mit Muschisport war da erstmal nix. Warum, das schreibe ich beim nächsten Mal.

Horrorstories 1

Puh, meine erste Horrorstory nach dem Vorbild der entsprechenden Instagram-Accounts. Also simply banale aber abschreckende Geschichte aus WG, Dates und Beziehung.
Was auf Instagram witzig ist, kann hier nicht verkehrt sein.
Also fangen wir mit einer WG-Story an:

Meine Mitbewohnerin ist, dem Ozean zuliebe, dagegen Plastikmüll zu produzieren. Was löblich klingt äußert sich so, dass sie einfach das Plastik anderer Leute nutzt.
Eingeschlossen sind alle Dinge die zwar selbst nicht aus Platik sind aber in Platikverpackungen verkauft werden.
Dies betrifft meinen Aufschnitt, überhaupt jegliche Lebensmittel, meinen Fön, Duschgel, Zahnbürste, Damenhygieneartikel, Waschmittel, Wäscheklammern und eigentlich einfach alles was man so tagtäglich konsumiert. Ihre Ziele mögen ehrenwert sein, aber der verächtliche Blick den sie mir zuwirft weil ich diese Dinge einkaufe, und ihre gefühlte moralische Überlegenheit weil sie sie nicht einkauft vertrage ich nur schwer.

Lese gerade: „Mädchen, Mädchen“ von Marianne Grabrucker

Wiederbelebung?!

Ich spiele in letzter Zeit wieder etwas ernsthafter mit dem Gedanken diesen Blog zu reaktibvieren. Ein Grund ist sicherlich, meine Unfähigkeit gepflegter Prokrastination zu widerstehen, wenn ich eigentlich viel wichtigere Dinge zu tun habe. In diesem Fall ist es mein 1. Staatsexamen im August diesen Jahres.

Ein anderer Grund ist die Tatsache, dass sich in meinem Leben ein paar neue Dinge für mich ergeben haben. Manche sind auch gar nicht mehr so neu. Aber sie fordern dennoch nicht nur meine Zeit sondern auch mein großes Interesse.
Der neue Mann in meinem Leben ist schon wieder der alte Mann in meinem Leben und Vergangenheit. Das gibt mir noch mehr Spielraum zu prokrastinieren und die Welt neu für mich zu entdecken.

Da wäre zum einen der Sport. Als Schülerin und auch in meiner Zeit als Krankenschwester eine der unsportlichsten, habe ich nun diese Passion. Es geht ganz tief. Und ich habe begonnen, mir sogar Fitnessmotivation als Wallpaper auf meinem Laptop zu gönnen und eine Sport-Motivationswand an meinem Schrank zu kultivieren.
Während ich in besagter Jugendzeit noch jedes Jahr eine Teilnehmerurkunde vom Sportfest mit nach Hause brachte (meine Erste noch unterschrieben von Richard von Weizsäcker) bin ich inzwischen so begeistert von Sport, dass ich wortwörtlich JEDE SPortart ausprobieren würde. Meine kläglichen Anfangstage im sportiven Bereich und wie ich nach und nach 23 kg verloren habe habe ich leider nicht dokumentiert.
Auch nicht, wie ich wieder einige Pfunde zugelegt habe weil ich an Muskelmasse aufgebaut habe.
Aber jetzt – nachdem ich mich entschlossen habe mit dem Kraftsport anzufangen und das auch getan habe, möchte ich diese Lücke gern füllen und das ganze, fast wie ein Millenial, dokumentieren.

FALLS dieser Blog wieder reaktiviert wird, werden dann vielleicht Bilder von stahlharten Muskeln zu sehen sein. Vornehmlich von Frauen. Denn als Frau schaue ich natürlich eher auf andere Frauen und deren Muskulatur. Eine ganz neue Art war das für mich, einen Menschen zu betrachten.

Zum Anderen habe ich vor einiger Zeit mit Yoga angefangen. Ursprünglich begonnen um meine steifen Glieder etwas zu lockern, weil ich wirklich eine Stocksteife bin, mag ich die Entspannung die damit einhergeht. Auch wenn ich mit den dazugehörigen Chakren und anderen übernatürlichen Anhämngseln des Yoga noch so meine Differenzen habe.

Und ein weiteres Interessengebiet wäre dann Tantra. Wie ich das hier einbauen kann ist mir allerdings noch nicht so ganz klar – wenn überhaupt. Ein privater Blog ist ja ganz schön. Aber so privat?
Definitiv aber ein sehr interessantes Thema. Wobei das Thema weibliche Sexualität mich sowieso schon seit geraumer Zeit umtreibt.

Mit diesen Dingen also versuche ich dem Examensstress zu entfliehen. Dazu kommen noch hunderttausend andere Interessen, die kommen und gehen wie die Gezeiten. Wie soll ich nur die Zeit finden, alles zu lernen was ich lernen möchte. Dazu reicht ja ein Leben nicht aus.*seufz*

Lese gerade: „Das drucken Sie aber nicht“ von Sven Michaelsen

Ende der Blogabstinenz

Nach fast drei Jahren in denen dieser Blog hier nicht genutzt wurde, möchte ich doch noch einmal etwas schreiben.
Ob dies nun eine Wiederbelebung dieses Blogs darstellt oder die letzte Wortmeldung ist, vermag ich noch nicht zu sagen.

Mich reut es inzwischen etwas, dass ich meine damaligen Probleme hier im Blog beschrieben habe. Ich werde es wohl aber dennoch nicht löschen. Mal sehen.

Ich studiere inzwischen Jura im 8. Semester. Letztes Semester habe ich ein Auslandssemester in China gemacht. Etwas über China zu schreiben, wäre eine mögliche neue Widmung dieses Blogs.
Ich befinde mich gerade in der Examensvorbereitung. Es kann aber gut sein, dass ich ein Semester länger brauchen werde.
Ich bin seit kurzem auch in einer neuen Beziehung, nachdem ich freiwillig fünf Jahre Single geblieben bin.

So viel erst einmal zum aktuellen Stand. Vielleicht bis bald.

Lese gerade: „Der Prophet“ von Khalil Gibran

Tut mir leid, dass hier so lange nicht passiert.
Ich habe mit dem Studium alle Hände voll zu tun und im Moment ist Prüfungszeit.
Dann kann ich erst einmal meine Semesterferien genießen.

Das ist das erste Mal, dass ich eine Lücke in meinem Archiv habe. Ich habe tatsächlich über einen Monat nichts mehr geschrieben.

2013 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2013 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 14.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 5 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.