Netzfundstücke

Eine kleine Auflistung an Netzfundstücken die mich in den letzten Wochen interessiert haben.

Ach herrje, dabei sagt mein Honigapfel immer dass der BND in Wirklichkeit gar nicht so trottelig wäre.

Aber das belegt das Gegenteil.

Hier kann man mal sehen wie produktiv Raucher doch sind:

Eine kleine Farbik für Zigaretten.

Immigranten dürfen ihren Namen nicht germanisieren.

Auf ewig sollst du Ali heißen.

Ein Hörspiel zur Finanzwelt und wie sie vielleicht gerettet werden kann.

Das argentinische Modell.

Wenn Tierarten aussterben ist das ganz normal.

Warum das so ist?

Mein neues Steckenpferd ist Food Photography

Das klingt leicht, ist aber sehr schwer.

Letzteres ist nicht zu verwechseln mit Food Design. Das sind die Leute die Nahrungsmittel ungenießbar machen indem sie z.B. mit Wachs oder Chemikalien den Anschein erwecken an der Tomate liefe noch ein Tropfen Wasser runter, was besonders knackig wirkt.

Die privaten Bibliotheken berühmter Menschen

Die Seite ist aber auch sonst sehr sehenswert.

Ein Bastelfahrzeug das mit Salzwasser fährt….

Man kommt sich direkt vor wie bei „Big Bang Theory“.

„Shades of Grey“ – Du bist scheiße

Mein Artikel heute befasst sich mit dem unfassbaren Grauen. Ein Grauen dass einen überall hinverfolgt. Es geht um den Geist der vergangenen Weihnacht, um einen unbesiegbaren Dämon.
Manch einer ahnt es vielleicht, es geht um „Shades of Grey“ von E.L. James.

Zunächst als Internetroman erschienen, hat sich dieses Geschreibsel auf leere Buchseiten und dann in unsere Augen und Hirne geschlichen.
Die Geschichte dürfte bekannt sein: Junge Frau trifft älteren Mann der auf SM steht und macht mit. Oh sorry, das war wohl ein Spoiler. Aber was soll ich tun wenn sich die Handlung in einen Satz packen lässt? Nicht mehr in Sätzen schreiben?

Heute war ich jedenfalls in meiner Lieblings-Hugidubi-Filiale und da war es. Und es war nicht einfach Da oder Hier, sondern überall.
Es gab kein Durchkommen ohne an mindestens 4 Stapeln vorbeizulaufen. Ihr glaubt mir nicht? Ich soll leicht übertreiben um meinen Punkt zu machen? Neeeeee.
Schaut selbst.

1.Stapel

2.Stapel

3.Stapel

4.Stapel

Und jetzt sprecht frei:
Habe ich übertrieben? Muss das echt sein?

Versteht mich nicht falsch. Langzeit-Leser dieses Blogs wissen dass ich eine kleine Kampfemanze bin. Und dennoch habe ich keinerlei Problem mit dem Thema des Buches. Die Menschen sind verschieden, Pack schlägt sich, Pack verträgt sich, C’est la vie, Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden, ist mir egal. Sucht euch etwas davon aus.
Aber Twilight für Erwachsene? Sowas wird echt gelesen? Sex sells also immer noch? In Zeiten in denen Untersuchungen längst bewiesen haben, dass sexy beworbene Produkte nicht mehr Absatz bringen?

Das Buch ist seicht und anspruchslos, und der Erfolg schockt mich. Aber vielleicht haben die Leser dieses Buches auch einfach resigniert als sie es kauften. Denn egal wo sie sich hindrehten im Buchladen: Es war da! Es war überall. Wie ein Schandmahl, dass sie auslachte weil es wusste, dass sie doch nachgeben würden. Eines Tages. Und aus einem Akt der Verzweiflung heraus, geschah das Unvermeidliche. Eine weiterer Kauf. Anders kann ich mir das aggressive Bewerben durch Hugendubel nicht erklären, und die Verkaufszahlen schon gleich gar nicht.

Stuttgart vs. Kleinkleckersdorf

Jetzt wo ich bald wieder aus Stuttgart wegziehe, möchte ich die Chance nutzen und mal resümieren was für mich die größten Unterschiede zwischen Kleistadt Ost und Großstadt West waren.
Was sich aus dem schieren Größenunterschied der Städte ergibt werde ich hier mal vernachlässigen. Das man in Stuttgart besser shoppen gehen kann als in Kleinkleckersdorf, und auch mehr verdient, versteht sich wohl von selbst.

Im Moment wollen mir 2 Dinge einfallen die sich unterscheiden aber die Liste wird eventuell noch fortgesetzt.

–>Als Erstes ist mir aufgefallen mit was für schicken Wagen die Stuttgarter so herumdüsen. Die Hälfte der Autos, so scheint es, sind die deutschen Drei: BMW, Audi und natürlich Mercedes. Denn wer hat’s erfunden? Die Stuttgarter. Man dreht sich nicht mal mehr nach einem Porsche um. Dazu gibt es einfach zu viele. Ein Lamborghini kann da schon eher etwas Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Im Kleinstadt-Osten dagegen fahren eher neue Kleinwagen (Opel Corsa, Renault Clio, Polo) oder auch mal eine untere Mittelklassse. Wenn ein Mercedes oder ein BMW gekauft wird, dann soll es doch bitte ein uralter sein.

Das liegt, glaube ich, auch am Neid. Ich weiß sowas darf man nicht sagen. Das hört keiner gern. Aber die Kleinstädter habe ich als eher neidisch erlebt. Und mit einer Limousine zieht man das wohl auf sich. Ich habe erlebt dass Menschen ihren Mercedeskauf gerechtfertigt haben und beschworen haben dass er auch wirklich ganz ganz alt ist, und superbillig. Mit allem anderen zieht man gern Dünkel nach sich dem hinter vorgehaltener Hand Luft gemacht wird.
„Der ist doch nur geliehen.“ oder „Jaja, wahrscheinlich ’nen Kredit aufgenommen um mal so protzen zu können.“

Da ich noch nicht viele Wohnorte hatte kann ich aber nicht sagen ob es am Osten oder an der Kleinstadt liegt. Ich habe dazu schon einige weit auseinandergehende Meinungen gehört und will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

–>Das Zweite, was mir spontan einfällt ist die Lauffaulheit der Kinder hier. Aus irgendeinem Grund werden Kinder hier bis kurz vor Einschulung mit einem Kinder-Sitzwagen herumgefahren. Die Kleinen haben die jüngeren Beine, die könnten ruhig mal ein paar Meter selbst laufen. Aber was mir da schon untergekommen ist geht auf keine Kuhhaut.
Komischerweise bin ich mir da relativ sicher dass das ein Phänomen des Westens und nicht der Großstadt ist.

Ich habe da aber auch eine Theorie dazu. In Menschenansammlungen oder auf engen Bürgersteigen habe ich schon oft beobachten können dass Väter und Mütter den Kinderwagen wie eine blumenbestickte Rüstung vor sich hergeschoben haben. Einen erwachsenen Mann würde ich umrennen, einen Kinderwagen, gefüllt mit 100% Kind, nicht.
Der Wagen wird also behäbig durch die Menge gedrückt, und die Leute müssen weichen.
Vielleicht ist es das?

Mehr gravierende Unterschiede fallen mir da jetzt aber auch nicht ein. Es kommt aber bestimmt noch etwas zu der Liste hinzu.

Düdeldü

Im Knibbelbildfieber

Ich habe angefangen die Sticker von REWE und den S.O.S.-Kinderdörfern zu sammeln. Und mir ist etwas aufgefallen.
Es gibt 210 Sticker für dieses Stickeralbum. Und mein Honigapfel hat in einem Akt grenzenloser Liebe 600 Sticker gekauft. Das war zwar superlieb. Aber leider sind wir einem Betrug zum Opfer gefallen.

Stickerbuch

Denn komischerweise haben wir immer nur diesselben paar Sticker. Irgendwie kommen keine neuen dazu. Die letzten 200 Sticker die ich geöffnet habe waren alles doppelte Lottchen. Und meine Theorie, die von der Verkäuferin bestätigt wurde, war dass die gar nicht alle Sticker drucken. Zumindest nicht gleich. Die Leute kaufen und kaufen die Stickertütchen und erst nach ein paar Wochen bringen die auch die restlichen Sticker auf den Markt.

Das ist jetzt natürlich ärgerlich für uns, wo wir doch schon so im Sammelfieber sind.
Ist das nicht unlauterer Wettbewerb, denn auf der Seite von REWE steht nichts dergleichen?

Oder die machen es wie beim McDonalds Monopoly und haben viele gleiche Sticker, und ein paar die nur ganz selten gedruckt werden. Was ebenfalls zur Folge hat dass man viele Stickertütchen kauft. So oder so fühle ich mich etwas betrogen.

Menschen sind wie Kühe

Es ist schon faszinierend wie tief die Diskriminierung von Frauen geht. Und hier ist der Beweis:

Menschliche Vorfahren waren fast alle Vegetarier*klick*

Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Nichts leichter als das, Pickeldi.

Es ist ja so dass Frauen und Männer heute ihre Mars-/Venusrollen zugeschrieben bekommen aufgrund der Zustände die vor Urzeiten herrschten.

Der Mann ist der Jäger und erlegt die großen Tiere, erlebt Abenteuer, riskiert sein Leben un so weiter. Und die Frau sammelt ein paar Beeren und verbringt ansonsten die ganze Zeit beim Nachwuchs in der Höhle, wo sie das Feuer hütet.
So oder ähnlich sieht das Bild aus dass sogar Hauptschüler heutzutage von den Verhältnissen früher haben.

Ein Wunder fast, sollte man meinen, dass Frauen heute nicht mit der Keule eines übergezogen, und sie mit an den Haaren in die nächste Höhle gezogen wird. Ich nehme an dass liegt an dem eklatanten Höhlenmangel heutzutage. Dagegen sollte man etwas tun.

Denn in Wirklichkeit, war es gar nicht so bzw. kann gar nicht so gewesen sein, dass die Männer jagen waren und die Frauen treu zu Hause warteten.
Nein, denn die Hauptnahrungsquelle waren ja Früchte und Nüsse. Fleisch war offensichtlich eine seltene Freude am Abendbrottisch. Und wenn dann war es meist übriggebliebens Aas und Insekten. Darauf deutet jedenfalls die Struktur unseres Magens hin, und die Tatsache dass unsere nächsten Verwandten, die Menschenaffen, bis heute grüne Kost bevorzugen und selten zu Fleisch greifen.

Übrigens passt diese Theorie auch sehr gut zu gewissen Theorien. Theorien die nicht widerlegt werden können. Genauso wenig wie die Theorie vom Mann als Jäger bewiesen werden kann. Diese These ist nämlich durchaus NICHT Konsens unter Forschern.
Es gibt einfach zu viele Unbekannte, weil es einfach zu lange her ist. Es gibt sogar Theorien die besagen dass die Frauen mit auf der Jagd waren. Ihre Babies ließen sie zu Hause bei den Alten, oder Frauen die noch nicht niedergekommen sind. Manche glauben sogar sie hatten ihre Babys an sich gewickelt und hatten sie folglich bei der Jagd dabei.

Und es gibt weiterhin die Theorie dass Männer durchaus auch auf die Babys aufpassten und Beeren sammelten. Und dadurch auch kein Gesichtsverlust erfolgte. Deswegen ist an dem obigen Bild auch so ziemlich alles falsch.

Interessant ist heutzutage vor allem, dass nur die Theorien des biologischen Determinismus (Männer sind von Geburt an besser in Mathe, Frauen von Geburt an schlechte Einparkerinnen) in den Zeitungen stehen und ein offenes Ohr finden. Und die Forschungen die dafür keine Beweise liefern können entweder gar nicht erst gefördert werden oder aber nicht veröffentlich werden wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, also die Ergebnisse die gegen den biologischen Determinismus sprechen nun einmal da sind.

Es ist doch wirklich zum Mäuse melken. Wann nur kommt die Menschheit zur Vernunft?

Bilder-©www.allgemeinbildung.ch

Zuerst veröffentlicht am 24.07.2012 um 15:26

Teufels Beitrag

Seit einiger Zeit interessiere ich mich für Ökologie. Mir gefällt die Vorstellung irgendwann einmal, in einer noch Jahre entfernten Zukunft, total autark zu leben, und das im Einklang mit der Natur. Ich will keine Birkenstock’s tragen, sondern eher ein trendiger LOHAN-Hippie sein.
Und zu diesem Zweck habe ich in letzter Zeit immer öfter Bücher über Naturschutz und Co. gelesen.

Eines dieser Bücher war „Einfach intelligent produzieren“ von Michael Braungart und William McDonough. Dieses Buch ist gut und absolut nicht lesenswert. Es ist gut weil es genau das Dilemma aufzeigt in dem der Naturschutz steckt, und ist genau darum auch nicht lesenwert.

Inhalt und Message des Buches ist: Es soll nicht weniger schlecht produziert werden, sondern einfach gut. Agree. Man muss sein T-Shirt einfach ausziehen und Wegwerfen können und es würde verrotten, ohne dass Schadstoffe die Umwelt inkarzerieren. Agree.

Nur wie dieser Zustand erreicht werden soll, das steht da nicht. Ich habe auf Beispiele gewartet, wie man all die Missstände verbessern könnte. Plasteflaschen, sind zu langlebig und umweltschädigend, In moderne Kleidung sind immer auch Chemikalien eingewebt, die nicht umweltverträglich sind, und selbst in Recycling-Papier sind Schadstoffe die nicht mehr wiedergewonnen werden können sondern untrennbar mit dem Papier verbunden sind und es nicht-wegwerfbar machen.

Nur wie ändert man das
Die Frage die das Buch stellt ist: Wie kann man absolut umweltneutral produzieren?
Die Antwort die das Buch gibt ist: Indem man umweltneutral produziert. (bzw. Indem man etwas erfndet mit dem umweltneutral produziert werden kann.)
Man ist also so schlau wie vorher.

Nur ein einziges Beispiel wird angeführt zur Verbesserung der Umweltproblematik. Und das ist das Beispiel eben jenes Buches. Die amerikanische Originalausgabe ist nämlich aus Kunststoff. Und ab einer bestimmten Temperatur löst sich die Druckerschwärze herunter und kann wiedergenutzt werden. So kann dasselbe Plastikbuch wieder und wieder bedruckt werden.
Nette Idee. Nur dass dadurch der Plastemüllberg noch weiter anwächst, wenn man beginnen würde jedes Buch auf Plastik zu drucken. Denn Bücher werden gekauft und behalten, und nicht wiederbedruckt. Wenn man anfinge jeden U-Bahn-Fahrplan, und jedes Menü im Restaurant auf Plastik zu drucken, ersticken wir bald an eben jenem.

Ich bleibe dabei Gemüse direkt aus der Markthalle zu kaufen. Und ich esse nicht jeden Tag Fleisch. Es gibt auch mal vegetarisches Essen. Und Fleisch wird gerade so viel gekauft wie auch gegessen wird. Die gängigen Abpackungen an eingeschweißter Wurst sind mir persönlich zum Beispiel schon zu viel. Einfach etwas bewusster Einkaufen. Damit habe ich angefangen.

Ich wäre gerne ein Extremist. Aber leider ist das ziemlich aufwendig. Ich will ein Oberteil zum einfach wegschmeißen? Dann werde ich es wohl selber weben müssen, damit die Kinder in Indien das nicht für mich tun müssen. (Ich kann ja noch nicht einmal weben.) Und die Wolle muss ich wohl selber herstellen wenn ich keine chemischen Zusätze haben will. Da muss ich das Schaf wohl selber scheren – natürlich mit einer Schere und nicht elektrisch. Denn Strom ist ja weit entfernt von Bio.

Und nachdem ich die Wolle zu Strickwolle verarbeitet habe (wie auch immer das geht?) und mir einen Pulli daraus gemacht habe kann ich mit em nächsten Pulli gleich anfangen. Denn ohne chemische Stabilisatoren wird der Pulli wohl kaum in seiner Form bleiben. Wir kommen vom Hundertste ins Tausendste.

Ich will gefälligst Lösungen für diese Probleme! Leider gibt es die nicht in diesem Buch.

Zuerst veröffentlicht am 11.07.2011 um 13:10

Folter

…Wo hab ich ihn nur?…..
*kruschtel*
Ich habe vor Jahren mal einen Artikel im Internet gefunden über eine Präsentation des amerikanischen Militär. Es wurde eine schwarze Boy vorgestellt, die beim schieren Anfassen unglaubliche Schmerzen verursacht hat. Wie sie genau funktionierte weiß ich nicht, aber sie hat die Nervenenden gereizt und dadurch fast übermenschliche Schmerzen provoziert. Die Delinquenten wurden gezwungen sie anzufassen – mit beiden Händen – und so sollten Informationen aus ihnen herausgefoltert werden. Da es sich um weiße Folter handelt, also es keine Spuren hinterlässt, kann man danach keine Anwendung mehr nachweisen. Die Opfer der Box haben nie länger als 10 Sekunden durchgehalten – so stark waren die Schmerzen.

Blöderweise kann ich Google quälen wie ich will. Ich finde den Artikel nicht wieder. Bei meinem letzten Computercrash wurden alle Favoritenlinks gelöscht. Ist halt auch klar dass man solche Informationen nicht gerade auf der Spiegel-Website findet.

Aber hinaus wollte ich eigentlich dabei auf etwas ganz anderes. Und zwar auf Guantanamo. Ehrlich gesagt hat mich dieses Thema nie besonders interessiert. Natürlich sind die Fotos durch die Medien geschickt worden auf denen ein Soldat in Waffenpose auf Gefangene zielt die sich in lächerlichen Posen aufstellen mussten, aber ehrlich gesagt fand ich das nicht besonders schockierend. Vielleicht bin ich da auch abgestumpft, aber wer weiß was in anderen Ländern mit Gefangenen gemacht wird, dachte ich.
Nun habe ich mir aber den Guantanamo-Artikel bei Wikipedia durchgelesen und bin ehrlich gesagt doch schockiert. Was dort gefoltert wird, geht ja auf keine Kuhhaut. Es besteht der Verdacht dass dort insgeheim Leute hingerichtet werden, und Verfahren gibt es keine. Das ist ja mal sowas von…nun ja…eben diktatorisch.

Vor kurzem wurde doch diese Statistik veröffentlicht über die diktatorischen und demokratischen Länder, wobei die Diktaturen überwiegen. Ich würde gern mal wissen als was Amerika eingestuft wurde?

Ah hab eine etwas andere Einteilung gefunden, aber die sollte es auch tun:

Demokratieindex

Amerikafreundlicher, weil vom Index her weniger genau ist die Übersicht von Freedomhouse.com. Mal schauen ob sich die verschiedenen Statistiken widersprechen.

Zuerst veröffentlicht am 07.02.2011 um 10:05

Wenn die Decke zu klein ist….

….kann man ziehen wo man will. Es wird immer irgendwo etwas herausgucken.“

Achtung, dies ist ein Jammer-Beitrag. Ich fühle mich als Krankenschwester bemüßigt auch etwas zur derzeitigen Streiksituation im öffentlichen Dienst zu sagen.

Seit gestern bin ich offizielles Ver.di- Mitglied. Ist das nicht super? Gestern hat mich ein Kollege irgendwie überzeugt. Gerade jetzt wenn gerade Warnstreiks sind.

*Die* sehen nicht dass unsere Gehälter gekürzt werden sollen obwohl wir auch so schon nicht so gut verdienen. Viele denken dass der „öffentliche Dienst“ sich dumm und dusselig verdient. Und das ist eben nicht mehr so.
Ich darf ja leider nicht zum Besten geben was ich verdiene. Habe aber festgestellt dass man von den Werten die man im Internet so als Krankenschwesterngehalt angegeben findet ruhig 300€ abziehen darf. Und am liebsten soll ich natürlich nur dreistellig verdienen wenn es nach denen geht – bei mehr Arbeit und gleichbleibender Verantwortung. Das geht so nicht.
Das ist auch der Grund warum in der Verwaltung und in der Krankenpflege fast nur Frauen arbeiten. Männer arbeiten nicht für so wenig Gehalt.

Irgendein stellvertrender Präsident von einer Organisation deren Namen ich leider auch vergessen habe (aber das ist ja ein Blog und kein journalistisch genau recherchiertes Presseprodukt) sagte dass die Krankenschwestern immer noch viel zu viel verdienen. Und das ist dann echt wie ein Schlag ins Gesicht.

Inzwischen wurde eine Notdienstvereinbarung getroffen. Die Chefes dachten ja wir sind so aufopferungsvoll uns weiter um die Patienten zu kümmern und nicht zum Streik zu gehen und Geld brauchen wir ja auch eigentlich keines. Die Patienten regen sich aber auf dass der Tag ohne Untersuchungen verstreicht, weil nur im Notfall Untersuchungen durchgeführt werden. Statt sich mit uns zu solidarisieren und zu erkennen dass offensichtlich nichts ohne gut ausgebildetes Fachpersonal geht denken die sich dass wir nur faul sind und deswegen streiken. Das wir nicht des Geldes wegen streiken, sondern weil wir kein Bock auf Arbeit haben.
Das ist mindestens genauso frustrierend wie die Tatsache an sich.
Ich habe gelesen, in Dänemark gab es seinerzeit sogar Massenkündigungen. 30.000 Krankenschwestern haben gekündigt und die übrig gebliebenen konnten natürlich gar nicht so viel leisten. Aber da Dänemark politisch mobiler ist als ol‘ Germany bringt das auch nur dort was. Würden hier 30.000 Schwester kündigen würde sich der Arbeitgeber freuen wir wenig er nur noch für Fachpersonal ausgeben muss.

Wir mussten schon oft mit Minimalbesetzung arbeiten. Das geht schon. Aber es darf wirklich keine Zwischenfälle geben, wie jemand der intensivpflichtig wird, oder Neuzugänge.
Ich bin nicht bereit nur zu zwei im Frühdienst zu schaffen (normalerweise sind es 4) und die Patienten ruck zuck oberflächlich zu waschen und fix Infusionen anzuhängen. Und wo Hektik ausbricht passieren ja auch Fehler. Und auf Patienten bei denen es auf das Ende zugeht hat man dann natürlich keine Zeit mehr einmal mehr reinzuschauen.
Wenn mir mein Boss sagt dass wir nur die absolut Grundpflege ableisten sollen (ohne auf Patientenwünsche einzugehen), wenn die Mobilisation alleinig Aufgabe der Physiotherapie ist und nicht unsere und wenn mein Arbeitgeber mir verspricht dass keiner meiner gesundheitlich sehr labilen Patienten und Pflegefälle irgendiwe kollabiert, unterzuckert, blutet (egal wo) oder gar stirbt dann bin ich bereit so zu arbeiten. Aber der Anspruch ist ja qualitativ hochwertige Pflege abzuliefern. Und das kann ich nicht mit nur einer Kollegin zusammenim Frühdienst.

Wir sollen uns am Markt oorientieren. In der Industrie würde man weniger pro Stunde kriegen. Fein aber in der Industrie verdient man sich dämlich wenn man Nachtdienste macht. Wir bekommen n‘ Appel dafür. Und das Ei kriegen wir für unsere Schaukelschichten. Der Verband sagt wir werden nächtens ordentlicher entlohnt wenn wir auf Zuschläge für Schaukelschichten verzichten (Schauschichten bedeutet Früh- und Spätdienst immer im Wechsel was nach einer Weile ganz schön an die Substanz geht) .
Das fühlt sich so ungerecht an.

Meinem Kiwi habe ich das gestern erklärt. Der versteht das gar nicht. Neuseeland ist wohl wirklich das Paradies. Er konnt gar nicht begreifen wir Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich so feindselig gegenüber stehen können. Er sagt bei so etwas immer nur, ich zitiere: „No way in hell, that I stay here in Germany“.
Da sieht man mal wie sehr so etwas schon zu unserer Normalität gehört.

Zuerst veröffentlicht am 04.02.2010 um 16:59

G – unser anonymer Begleiter

Mein Blog soll nicht mehr durch Google gefunden werden. Wie stelle ich das an? Wenn man Google selbst fragt, wird natürlich kein nützlicher Treffer angezeigt. Ob Google das wohl mit Absicht macht?
Oder kann man sich gar nicht austragen?
Weiß da zufällig jemand Bescheid? Und was passiert wenn ich ein Passwort auf mein Weblog mache? Werde ich dann nicht mehr angezeigt, weil Google keinen Inhalt finden kann?

Und erreiche ich das Gegenteil vom gewünschten Effekt wenn ich das G-Wort so oft benutze?
Einmal will ich auf jeden Fall noch von G. gefunden werden. Und zwar wenn ich ein Experiment starte.
Man darf gespannt sein.

Abenteuer dieser Art wie immer nur auf diesem Blog.

Ach wieso eigentlich geheimnistuerisch? Ich verrat’s euch.
Ich werde nämlich, und jetzt Achtung Äuglein gespitzt, an einem von mir gewählten Tag einen Blogeintrag schreiben der mich an die Spitze der Google-Suche bringen wird.
Ich bin sicher das interessiert euch brennend. Also bis dann.

Düdeldü

Zuerst veröffentlicht am 26.09.2009 um 18:03

Das Kreuz mit der Political Correctness

Eine Frage zur öffentlichen Diskussion und eine kleine Geschichte dazu:

Zuerst die Geschichte:
Klein-Desi sah zum ersten Male jemanden mit einer Hautfarbe die sich von ihrer deutlich unterschied. Aufgeregt fragte sie ihre Großmutter:
„Omi, was is denn das für ein Mann?“
und Omi antwortete:
„Das ist ein Mohr. Die haben so schwarze Haut.“

Man verzeihe diese naive Frage aber da wo Klein-Desi herkommt, sieht man das nicht so häufig.

Ein paar Jahre später, ich war aber immer noch Klein-Desi, ging ich mit meiner Mutter durch die Stadt, und ich erkannte einen „Mohren“ auf der anderen Straßenseite.
Aufgeregt schrie ich:
„Mutti, guck mal da ist ein Mohr.“
Meine Mutter hielt an, schaute ernst zu mir herunter, ich glaube mich zu erinnern dass sie sich sogar herunterbückte und sagte:
„Klein-Desi, so was darfst du niemals wieder sagen. „Mohr“ darf man nicht sagen. Das ist ein böses Wort. Das heißt Neger.“

Wieder Jahre später, ich war inzwischen die nicht mehr ganz so kleine Desi, sah ich einen Bauarbeiter der „Neger“ war.
Auch hier wurde ich wieder aufgeklärt von meiner Mutter. „Neger“ würde man nicht mehr sagen. Das wäre beleidigend. Man würde jetzt Schwarzer sagen.

Überflüssig zu erwähnen dass einige Jahre später auch das Wort „Schwarzer“ ein Wort non grata war. Es solle Farbiger heißen.

Ich persönlich benutze dieses Wort, weil damit alle Hautfarben gemeint sein können, also auch Menschen mitgemeint sind die beispielsweise lateinamerikanischer Herkunft sind. Ich denke auch mit diesem Wort. Damit gebe ich mich wohl als Faschistin zu erkennen. Denn natürlich wird auch dieses Wort nicht mehr benutzt weil es natürlich total verletzend ist….ist ja klar.

Heute sagt man Afrodeutscher! Die Erfindung dieses Wortes wurde lange für einen Geniestreich gehalten, es klingt gewählt, ich würde fast sagen gespreizt, und wurde bis heute noch nicht negativ besetzt.
Überraschend ist das nicht. Wer einen Neonazi schon einmal hat schimpfen hören weiß dass da Plattitüden wie „Scheiß Kanaken“ kommen und nicht „Scheiß Afrodeutsche. Die Afrodeutschen nehmen uns alle Arbeitsplätze weg.“

Natürlich hat es dieses Wort geschafft bis heute nicht negativ besetzt zu werden. Weil einfach keiner das Wort benutzt. Genausowenig wie jemand Latinodeutscher, oder Asiendeutscher sagt. Es klingt eher nach einem Beamten als nach Volksmund.

Das Kreuz mit der Political Correctness ist eben dass sich die Gedanken der Menschen ändern müssen. Egal welches Wort wir uns einfallen lassen. Wenn schlecht über die Menschen zu dem es gehört gedacht wird, wird es auch immer wieder negativ besetzt werden. Das ist eine unumstößliche Wahrheit, die jeden Tag empirisch bewiesen wird.
Und dennoch stößt mir täglich auf, dass meine Klassenkameraden das Wort „Neger“ in den Mund nehmen. Man setzt es doch auch zu leicht mit dem amerikansichen „Nigger“ gleich, was in Amerika zwar ein gebräuchliches Wort ist, allerdings nur im Wortschatz FARBIGER. Ein Weißer darf es nicht benutzen. Das ist faschistisch.
Ich werde mit sehr seltsamen Blicken bedacht wenn ich äußere dass sie sich bitte anders ausdrücken sollen. Vermutlich kennen die gar kein anderes Wort – für die gehört das zur Normalität.

Meine Frage ist nun: Welches Wort ist das Richtige? Bei welchem Wort brauche ich mich nicht als Anachronismus der Geschichte fühlen. Muss ich mir ein eigenes Wort ausdenken? Denn FARBIG, auch wenn ich mit diesem Wort denke, mag mir auch nicht richtig gefallen. Farbig und weiß, klingt als ob es zwei verschiedenen Arten von Mensch gibt. Und das ist nicht der Fall. Es klingt als ob 80% der Welt in einen Topf gehören, und wir etwas anderes sind – egal ob besser oder schlechter.
Und da wir nun einmal (Achtung Plattitüde) alle Menschen sind fühlt sich das auch irgendwie falsch an. Oder bin ich inzwischen selbst eine Gefangene der Political Correctness?