Jungfräulichkeit

Es gibt, auch heute noch, einige junge Mädchen die der Überzeugung sind man könne ihnen Jungfräulichkeit ansehen.
Und umgekehrt gibt es junge Frauen die panische Angst davor haben, dass man ihnen die sexuelle Erfahrung ansehen könnte.

Hier eine Info: Oft kann man das auch. Aber nicht im Gesicht.

Dies soll ein Beitrag über Jungfräulichkeit werden. Sowohl die naturgegebene als auch die Künstliche.

Ich bin zu der Überzeugung gelang dass so ein Beitrag nur helfen kann.
In letzter Zeit bin ich, anfangs durch Zufall, auf Internetseiten und Foren gestoßen in denen das Thema Revirgination (Wiedererlangen der Jungfräulichkeit nach vorherigem Verlust) besprochen wurde.
Ein Großteil der schreibenden Frauen haben einen Migrationshintergrund. Da sie in Deutschland aufgewachsen sind, haben sie alle Freiheiten der sexuellen Selbstbestimmung ausleben dürfen. Nun kommen diese Frauen ins heiratsfähige Alter, und stellen fest dass ihre Familie erwartet dass sie als Jungfrau in die Ehe gehen, und sie stellen fest dass sie das teilweise auch von sich selbst erwarten.
Das Hymen (Jungfernhäutchen) und die damit einhergehende Unversehrtheit wird fast schon zum Mythos.

Hier die harten Fakten, von einer Krankenschwester:
Das Hymen ist in Wirklichkeit kein Jungfernhäutchen sondern eher ein Jungfernfältchen. Denn das Jungfernhäutchen besteht in Wirklichkeit aus Schleimhautfalten. Diese können vielgestalt sein. Es können mehrere straffe sein, oder auch so flache dass ein Gynäkologe der mit diesem speziellen Thema nicht viel Erfahrung hat, schwören könnte das Hymen sei nicht mehr da.

Beim ersten Geschlechtsverkehr können diese Falten eingerissen werden, und verschwinden. Wie in der Generation Bravo vermutlich jeder weiß, kann das aber auch schon beim Reiten, Schwimmen usw. passieren.
Manche Hymen sind so belastbar dass sie lebenslangem Verkehr locker standhalten. Und angeblich soll es sogar Frauen geben die ihr Jungfernhäutchen nicht einmal bei einer Geburt eingebüßt haben. Letzteres kenne ich selbst aber nicht aus beruflicher Erfahrung.
Es kann sogar vorkommen dass sich diese Schleimhautfalten wieder neu bilden wenn man über einen langen Zeitraum keinen Sex mehr hatte. Wir reden hier von Jahrzehnten – damit das klar ist.
Das Hymen, ist wie gesagt kein Häutchen. Wenn Frauen eine geschlossene Haut in ihrer Vagina konservieren ist das eine Krankheit, bei der Abhilfe geschaffen werden kann. Denn wohin soll das Regelblut wenn da eine Haut den Ausgang versperrt? Ist logisch oder?

Es gibt, wie oben beschrieben auch Menschen die sich ihre Jungfräulichkeit zurückwünschen. Ich will nicht verschweigen dass das nicht nur aus religiösen Gefühlen heraus passiert oder aus Pflichtgefühl der Familie gegenüber. Es gibt durchaus Frauen die es tun damit sie ihrem aktuellen Partner, nur aus Spaß, das Geschenk der Jungfräulichkeit machen können.

Die Revirgination läuft folgendermaßen ab:
An der Stelle an der die Schleimhautfalten sitzen (könnten), wird die Schleimhaut angeritzt – mit einem Skalpell – und die Wundränder zusammengenäht. So entstehen erneut Falten (aufgefrischt). Diese können teilweise sehr straff sein. Das soll bedeuten: Die erneute Entjungferung kann durchaus mehr wehtun als die wirkliche, echte, erste Entjungferung.

Die Preise bewegen sich soweit ich weiß im Rahmen zwischen 500€ und 4000€. Einheitliche Preise gibt es nicht. Das liegt vor allem auch daran dass die Revirgination nicht wirklich zur Ausbildung eines Arztes gehört. Gynäkologen und Chirurgen bringen sich das gegenseitig bei und dann heißt es für sie: Ausprobieren! Das ist kein Witz! Die deutschen Universitäten haben die Zeichen der Zeit wohl noch nicht erkannt.

Was mich an dem Thema nach wie vor am meisten verstört ist die Verzweiflung der jungen Frauen in den Internetforen. Deshlab gilt dieser Artikel der Aufklärung und nicht dem vorstellen der dümmsten Fragen aus diesen Foren. Das wäre einfach gewesen. Die Unwissenheit lauert an jeder Ecke. Aber es wäre doch zu stupide sich über die Angst der Armen lustig zu machen.
Die Frage ob es wirklich Sinn hat die Jungfräulichkeit operativ zurückzuerlangen wenn man es kopfmäßig doch auf jeden Fall nicht mehr ist, ist wohl müßig.
Ist es wirklich die Schuld der Mädchen dass sie in einem Land aufwachsen in dem die sexuelle Selbstbestimmung ganz normal ist für sie. Und in dem sie sich gleichzeitig den Vorstellungen der Familie beugen müssen? Nein. Es ist unter Umständen besser sich dem Eingriff zu unterziehen als auf offener Straße angezündet zu werden. Ich selbst würde unter diesen Umständen von dem Rat mancher Artikel sich mit dem Zukünftigen darüber zu reden abraten.

Man sollte stattdessen lieber einmal darüber sprechen warum aus der Jungfräulichkeit so ein großes Ding gemacht wird. Schon die Worte „Unschuld“ oder „Reinheit“ als Synonyme sagen doch alles. Als ob Nicht-Jungfrauen schmutzig oder in irgendeinem Sinne schuldig wären.

Ich hoffe mit diesem Artikel geholfen zu haben.
Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle vor falschen Informationen zu warnen. Allein bei der Suche nach einem geeigneten Bild das die Revirgination darstellt bin ich auf groben Unfug gestoßen.
Hier ein Bild von einer „Revirgination“ wie sie einer Artzseite(!!!) vorschwebt:

Über die Folgen einer verschlossenen Vagina sprachen wir ja vorhin schon. Und jeder, der auch nur eine grobe Vorstellung von einer Scheide hat, sieht dass da etwas rumgedoktort wurde.

Auch eine schwefelsaure Verbindung aus Kalium und Aluminium wird wohl nicht die erhoffte Wirkung zeigen. Ich hatte schon Mühe rauszufinden was dieses ominöse Pulver überhaupt darstellen soll. Da kann man nur den Kopf schütteln.

Zum Schluß kommt das was jedes medizinische Fachpersonal an dieser Stelle einfach sagen MUSS. Jeder Eingriff birgt auch Risiken. Eine Entzünding der entsprechenden Stelle kann böse Folgen haben die ein Leben lang andauern können.

Informativ sind dazu vielleicht auch folgende Zeitungsartikel:

TAZ
EMMA

Rektale Penetration

Immer wieder kommt es vor dass Menschen sich Gegenstände in den Anus einführen, die dann ein Arzt der Notaufnahme, und eine geneigte Schwester herausfummeln müssen.

Schauen Sie sich bitte einmal um. In welchem Raum auch immer sie sind. Schauen Sie sich genau um. Alles was eine längliche Form hat in Ihrer Umgebung war auch schon einmal im Rektum eines Menschen.
Sie lesen das auf der Toilette? Ja dann schielen Sie ruhig einmal auf die Klobürste neben Ihnen. Und ja, ich meine die Bürste, nicht den Stiel. Sie lesen das im Wohnzimmer? Vielleicht befindet sich eine Tageszeitung neben Ihnen. Auch diese findet sich gelegentlich in einer menschlichen Körperöffnung.

Es gibt sogar Wissenschaftler die eine Strichliste über die Häufigkeit solcher Vorkommnisse führen. Die lesen Wissenschaftsmagazine, und schreiben diese Fälle raus.
Nach diesen Wissenschaftlern ist der am häufigsten verwendete Gegenstand eine Flasche. Von 182 Fallbeschreibungen, entfallen 32 Fälle auf Flaschen-unfälle. Ich schreibe Unfälle. Denn was alle diese Fälle gemein haben ist das verschämte Gesicht des Patienten und die Zeit die aufgewendet wird um zu beteuern, dass diese Flasche zufällig dastand als der Patient in der Badewanne ausrutschte.

Wer sowas mag: Ich bitte darum die Fasche mit dem Hals nach außen einzuführen. Denn wenn einmal ein Unterdruck entstanden ist, kriegt man das Teil nicht mehr so gut raus.

Immerhin 7 Fälle entfielen auf Glühbirnen. Hiervon möchte ich doch strikt abraten. Denn die Glühbirne ist oft schwer zu entfernen ohne diese zu zerbrechen. Es soll schon so mancher mit künstlichem Darmausgang nach Haus gegangen sein weil der Enddarm total zerschnippelt wurde. In einen Anus Praeter (Künstlicher Darmausgang) passt so eine Glühbirne dann nämlich wirklich nicht mehr rein. Wobei man das wohl ausprobieren müsste, um es zu verifizieren.

Und noch ein Tipp:
Es ist nie, niemals, unter gar keinen Umständen anzuraten diese Gegenstände ganz hineinzuschieben.
Ich sage ja immer:“Jedem Tierchen sein Pläsierchen.
Ich gebe zu das musste ich googlen denn Pläsierchen kommt ja vom französischen Wort „plaisir“ also Freunde, es müsste dementsprechend Plaisierchen heißen.

Man sollte jedenfalls aufpassen, dass man nicht vor mir auf der Notfalltrage landet und ich gezwungen bin Ihnen, verehrtem Leser, im Anus rumzufummeln. Denn das macht sicher keinem mehr Freude. Nein, mir auch nicht.

Und Übrigens:
Immerhin 3 arme Teufel landeten in der Notaufnahme weil sie sich Rinderhörner in den Hinterausgang geschoben haben. Dabei sagt das Wort Ausgang doch schon, dass da nichts hineingeschoben gehört. Das sind wahrscheinlich diesselben Typen die bei OBI regelmäßig durch Tür mit der Aufschrift „Ausgang“ stapfen und dann erst einmal um die Bäckerei und 2 Blumenbeete laufen müssen bevor sie den
Markt betreten können.

© Das Photo ist von der Fotocommunity

Zuerst veröffentlicht am 01.12.2011 um 19:01

Mein Ekel-Samstag

Am letzten Samstag bin ich echt durchgedreht. Wer mal erleben will wie ich wild fuchtelnd und herumspuckend auf der Stelle springe hätte am letzten Wochende Gelegenheit dazu gehabt.

Es fing harmlos an, als ich gerade auf dem Weg zum Bahnhof war. Am Straßenrand hielt ein Auto, während die Vöglein zwitscherten und der Wind die Baumwipfel krümmte.
Und der Mann im Auto fragte mich wo es denn nach $Nachbarort$ geht. Bis dahin sangen die Vögel wie gesagt noch, und der Wind streichelte die Bäume oder so ähnlich.

Ich erklärte ihm also den Weg und er bedankte sich brav und wies mich darauf hin dass mir gerade irgendetwas in den Mundd geflogen wäre.
Natürlich habe ich aus Reflex, und aus Versehen, gleich geschluckt, noch bevor er mir sagte dass ich auf keinen Fall schlucken dürfe (was ich auch eigentlich selber wusste – theoretisch halt).

Also hustete und spuckte ich am Wegesrand so vor mich hin und gab bestimmt ein Bild für die Götter ab. Er forderte mich auf den Mund zu öffnen und tatsächlich – er erblickte am Gaumen hängend irgendein Vieh.
Dann begann er seine Rede, dass sein Bruder HNO-Arzt sei und er das schon öfter erlebt habe. Die Viecher kommen einen in den Mund geflogen und irgendwo merkt man in der Wange oder so einen Stich….aber dann sei es schon zu spät denn….
Ich wollte die Rede nicht zu Ende hören sondern begann natürlich gleich wieder heftig zu Husten und zu würgen. Gleichzeitig war mir natürlich peinlich dass ich nun schon 3 Mal meinen Mund sperrangelweit öffnete damit der Mann dieses Vieh betrachten konnte und ich bemerkte dass der Wind innehielt und der Gesang der Vögel dasselbe tat.

Nochmals öffnete ich also meinen Mund, und mir schoß kurz der Gedanke durch den Kopf dass es sich bei Ihm auch um einen Perversen hätte handeln können, der sich an Gaumenzäpfchen aufgeilt und mir kam das Wort Gaumenzäpfchen plötzlich ziemlich versaut vor. Doch dann sagte er auch schon dass das Vieh jetzt schon viel weiter vorne im Mund wäre und es irgendwie wie eine kleine Zecke aussähe. Da ergriff mich die Panik. So bin ich noch nie auf der Straße rumgesprungen, ich habe rumgerotzt, den Schnodder aus dem kleinen Zeh geholt (verzeiht meine Ausdrucksweise) und aus voller Kehle gehustet. Der Autofahrer bescheinigte mir dann zwar dass das Vieh weg sei, aber beruhigt war ich natürlich doch nicht gerade.

Ihr glaubt gar nicht wie einem plötzlich alles im Mund kribbelt wenn jemand so etwas zu einem sagt. Ich habe mich gar nicht mehr getraut zu schlucken für den Fall dass die Zecke sich nur vor seinen Augen verborgen hiel – hinter dem Gaumenzäpfchen oder so. Die Scheiß Vögel und das Grünzeug interessierte mich nun überhaupt nicht mehr. Und ich sah mich schon bei einem HNO-Arzt (seinem Bruder?) in der Praxis sitzen und meinen Mund öffnen wo eine Daumengroße, ach sagen wir gleich Faustgroße, Zecke an meinem Gaumen hängt und droht den Tropfen Blut aus mir herauszusaugen u´m sich dann in meinen Magen fallen zu lassen und dort zusammen mit meinem Blut in ihr von Magensäure angedaut zu werden. Das sind vielleicht Krankenschwester-Gedankenspiele, aber ich fand es trotzdem echt eklig.

Pfui, und seitdem laufe ich immer mit geschlossenem Mund und wende mein Gesicht möglichst vom Wind ab. Sonst sitzt der faustgroße Pfropfen noch irgendwann in meiner Nase weil er aus Versehen dort hineingeweht wurde.
Paranoiaalarm!

Düdeldü

P.S. Auf der Suche nach dem Perversen oder eben den möglichen Folgen eines Zeckenbisses (auér FSME ist für im KH ja nichts anderes so wichtig) und da finde ich das hier: Ich hab mich erst ausgeschüttet und dann tierisch geekelt.

Ich habe das gleich einmal zu meinen Zusatzseiten hinzugefügt. Es passt so gut zu „Große Geschäfte“.

 

Zuerst veröffentlicht am 04.11.2010 um 16:29

Regelblutung

Bitte nur lesen wenn man Charlotte Roche mag und keine Angst vor Frauenthemen hat:

Mir ist aufgefallen dass viele Frauen in meinem Alter der Meinung sind dass Tampons viel hygienischer seien als Binden. Diejenigen von uns aus deren Tasche etwa ein verräterischer grüner Umschlag lugt werden gern belächelt. So als hätte man sich etwa verraten zu der Gruppe der Dreckschweine zu gehören.
Ich halte das für falsch.

Das ekligste was zur Welt der Frauen gehört sind Tampons. Das ist meine Meinung. Kann schon sein dass Frauen es nicht rausfließen lassen wollen. Aber Fakt ist dass es total eklig ist den Tampon zu positionieren.
Vielleicht verekele ich gerade den ein oder anderen Leser der mich persönlich kennt. Aber darauf nehme ich jetzt einfach mal keine Rücksicht.

Wenn ich eine Binde wechsle dann nehme ich einen dieser kleinen grünen Umschläge, fasse damit das Teil an, entferne es, und setze eine Neue ein. Fertig aus. Hände werden natürlich trotzdem gewaschen.

Derselbe Wechsel beim Tampon:
Man fasst den Faden an. Ich nehme mal an dass keine Frau dies mit Handschuhen erledigt. Müsste man aber eigentlich. Denn wenn man vorher auf Toilette pullern war dann hing der Faden garantiert die ganze Zeit im Strahl.
Man zieht das alte Ding also raus und ärgert entweder die Putzfrau indem man es unverpackt einfach in den Mülleimer schmeißt oder aber man nimmt Klopapier und wickelt das Ding ein. Irgendwie haben sich immer noch nicht auf jedem Damenklo Hygienebeutel durchgesetzt. Man braucht viel Klopapier denn das Blut suppt durch und es wird warm auf dem Oberschenkel. *pfui*

Gleich danach greift man zum nächsten Tampon. Man will ja wechseln. Und dieser wird hineingeschoben. Manche Männer scheinen sich das vorzustellen wie einen Stöpsel. Das ist aber nicht so. Denn dort würde man das Ding bei jedem Schritt unangenehm spüren. Also muss der Tampon weiter rein. Der Finger muss also hinterher. Und das zu einer Zeit wo das ist echt das Unappettitlichste was eine Frau tun muss. Zumindest wenn es nach mir geht.

Deswegen wird es mir wahrscheinlich immer ein Rätsel bleiben wieso Mädchen Binden eklig finden.
Ich habe länger überlegt ob ich hier wirklich darüber schreibe. Es ist ja immer noch ein Tabuthema dass Frauen einmal im Monat bluten, und wie man das aufhält. Und es ist mir zum Beipsiel. um ehrlich zu sein, total unangenehm dazu jetzt wirklich zu stehen und mich zu outen und mir die angewiderten Gesichter vorzustellen. Aber genau deswegen habe ich mich dafür entschieden das hier zu posten.
Denn Männer machen über die Flüssigkeiten die sie so verlieren sehr wohl Witze, und gehen damit relativ offen um. In Pornos ist es sogar so dass der Penis eine Nahaufnahme im entscheidenden Moment bekommt. Das finde ich ungerecht.

Die Tabuisierung dieses Themas „Regelblutung“ geht sogar so weit dass ich Folgendes in meinem Freundeskreis Gang und Gäbe ist:
Die ädchen nehmen 6 Monate die Pille durchweg, damit sie ihre Tage nicht bekommen. Weil sie sich nämlich vor sich selbst ekeln. Und das kann ja wohl kaum gesund sein, weder körperlich noch psychisch.

So jetzt bin ich mal auf die Reaktionen gespannt. Denn was ich beschrieben habe ist eigentlich nur natürlich und nicht etwa eklig.

Zuerst veröffentlicht am 07.10.2009 um 16:12

Anarchistenarm

Ein juristischer Tipp:

Sie haben in der Öffentlichkeit masturbiert? Neigen Sie dazu Frauen nicht nur nachzustarren sondern auch gleich handgreiflich zuwerden? Egal ob die vordere obere Körperhälfte oder die hintere Untere.
Hat sich ihre Hand zwischen die Gesichtsknochen eines Anderen verirrt?
Und jetzt fürchten Sie die Strafanzeige?

Das muss nicht sein!

Butter bei die Fische…..Wenn man auf Unzurechnungsfähigkeit plädiert halten einen gleich alle für übergeschnappt. Das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Auch die Solidarität der Bevölkerung nimmt ab, wenn man die Schuld stupide von sich weist. „Die Stimmen in meinem Kopf wollen es.“ ist out.

Auch das muss nicht mehr sein!

Die Lösung heißt …..
(Ich habe überlegt diesen Satz nur gegen Bares zu beenden. Aber ich bin da ja Kumpel.) Dr. Strangelove-Syndrom.
Benannt ist es nach dem Film Dr. Strangelove, der im Deutschen Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben heißt.
Man kann aber auch einfach Fremde-Hand-Syndrom sagen.
1908 wurde diese Krankheit zum ersten Mal diagnostiert. Die Ursachen sind im Gehirn zu suchen. Schäden die s.B. durch Schlaganfälle ausgelöst werden können führen zu diesen unkontrollierten Bewegungen.
Die Beispiele vom Anfang sind aber nicht völlig aus der Luft gegriffen. Es gab wirklich schon derartige Fälle die vor Gericht gingen, wo also die Beschuldigten alles darauf schoben dass die Hand einfach mache was sie wolle.

Da darf sich jetzt jeder seinen Teil dazu denken.

Quelle: American Jpurnal of Physical Medicine and Rehabilitation (2000, 79; 4: 395)

Zu blöd für den Haushalt – mal ein ganz neuer Ansatz

Die meisten tödlichen Unfälle passieren, ihr habt davon gehört, im Haushalt.
Aber habt ihr auch gewusst das bei diesen Unfällen 4 Mal mehr Männer drauf gehen?

Der Platz also, der uns am vertrautesten scheint, soll auch der Gefährlichste sein. Gar nicht auszudenken wenn ein MANN auf einem GOLFPLATZ WOHNT. Der Tod ist jedem sicher, aber diesem Exemplar wohl früher beschieden als dem Platzwartlieb ist – alles rein statistisch gesehen.

83% der Männer machen laut der Zeitschrift „Injury Prevention“ (2003, 9; 1: 15) ihrem Leben vorzeitig ein Ende. Und dies keineswegs unverschuldet. Denn in 18% der Fälle ist eine Leiter in den Fall involviert.

Auch mangelhafte Wagenheber und elektrische Kabel werden wohl oft unterschätzt.
Denn die häufigsten Todesursachen sind falsch aufgebockte Wagenheber (Die Atemorgane zu zerquetschen ist für ein Auto ein Leichtes.) Da die Bedienung eines Wagenhebers enorme Vorsicht und gutes Zureden zu benötigen scheint ist das keineswegs verwunderlich. (Die machen ja auch was sie wollen, die Dinger. Wir kennen es alle.)

Das Arbeiten mit Stromleitungen ohne vorher den betreffenden Stromkreis zu isolieren. Wir haben einmal in Physik gelernt das es möglich ist, das ein Mensch so einen Stromschlag überlebt. Allerings hatte ich NIE das Bedürfnis das auch zu testen. Ich ab es einfach geglaubt. Zum Glück gibt es immer wieder todesmutige Helden die das für uns ausprobieren und beweisen: Doch, man kann daran sterben.
Ach ja und da unser Herz ja mehr auf der linken Seite der Brust dahinhämmert, bietet es sich IMMER an einen elektrischen Zaun und sonstige elektrifizierte Energiequellen mit der rechten Hand zu berühren. Da sind die Überlebenschancen etwas höher als mit linkswenngleich auch immernoch gering. Aber ich sag euch was: Glaubt es mir einfach!

Zu guter Letzt: Wenn Männer versuchen zu kochen (ja wirklich).
Da in den meisten Haushalten die Frau für das Zubereiten der Mahlzeiten verantwortlich zeichnet, ist die männliche Spezies oft aufgeschmissen bei erzwungenermaßen eigenen Versuchen. Mit anderen Worten: Wenn die Ma’am außer Haus ist und der Mann mal wirklich gezwungen ist selber zu kochen, so wird meist vergessen den Herd danach auch wieder auszuschlaten. Oder sie schlafen beim Kochen ein. (Jaja aber wir sollen das spannend finden he?)

Das Beste:
Die Zeitschrift in der ich dies fand, beschäftigt sich ja mit der Abwendung dieser unabwendbaren Gefahren. Und ratet was sie uns für einen Tipp gibt:
Unter diesem Artikel steht auf Deutsch übersetzt:
Jungs, geht auf Nummer sicher! Sucht euch eine Frau für solche Arbeiten!

Na ganz toll. Also wird uns jetzt auch noch das Technikresort übertragen von dem wir doch angeblich keinen Schimmer haben. Außer natürlich, wir lassen ja mit uns reden, wenn Männer dafür bpgeln, waschen, putzen und alle anderen Hausarbeiten übernehmen.
Aber mal ohne Ernst. Das ist so ein Artikel der sagen will: „Einmal dumm gestellt reicht fürs ganze Leben.“ Jetzt versuchen sie es auf die „Wir-können-das-nicht-bedienen-Masche.
Und wenn die Bude abbrennt – mein Freund teilt sich die Hausarbeit mit mir.

Ach und noch ein paar Informationen die unter die Rubrik fallen „Wie tue ich mir möglichst kreativ selbst ein Leid an“
Neben den typischen Gartengeräten wie Rasenmähern und Sägen gibt es noch einiges mehr an dem man sich verletzen kann. Ich glaube an allem, das nicht Luft ist.
So schaffen es jährlich etwas über 1000 Menschen sich mit Schubkarren aus den Pool der Lebenden zu katapultierne oder sich zumindest schwer zu verletzen. Auch sind 400 Fälle bekannt in denen sich Männer mit einer Maurerekelle vom Leben entfernten, und sich dem akuten Tod näherten.
(Das habe ich im Krankenhaus aufgeschnappt. Ich finde die Bezeichnung „akuter Tod“ sehr amüsant.)

Taub durch Naseputzen

Wieder einer dieser Fälle wo man sich fragt wie das gehen kann:

Ein Mann aus Japan wurde in ein Krankenhaus eingeliefert mit akuten Symptomen.
Er konnte nichts mehr hören. Zudem litt er unter Schwindel und sein linker Augapfel zitterte (<– das will ich ma sehen {Emotic(oh)})
Grund dafür war, dass er seine Nase zu heftig putzte. {Emotic(oh)}
Der Innenohrdruck stieg und stieg bis er zu hoch war.

Aber auch die Deutschen sind sehr kreativ wenn es darum geht sich in derartige Schwierigkeiten zu bringen. Einem Deutschen passierte nämlich etwas ähnliches als er versuchte einen Luftballon mit der Nase aufzublasen.

Also beim Naseputzen demnächst aufpassen das das Trommelfell nicht dabei platzt.
Im Ernst: Manche Sachen sind wirklich schwer zu glauben.

Quellen:
Nippon Jibiinkoka Gakkai Kaiho (1997, 100; 11: 1375)
Zeitschrift Laryngorhinootologie (1992, 71;9: 485)

Neue Kategorie

Ich habe eine neue Kategorie hinzugefügt.
„Hohe Medizin“ ist für alle medizinischen No-Gos die Medizinern so passieren. Angefangen vom vergessenen Skalpell das inzwischen ja schon fast sprichwörtlich ist bis hin zur unsinnigstens Studie.

Wer an Hypochondrie leidet sollte um diese Einträge einen großen Bogen machen.
Nur, da ich angehende Krankenschwester bin und in Bälde vorraussichtlich Medizin studiere, dachte ich dass sich das schon irgendwie anbieten würde.

Unterhaltsam ist dieses Gebiet der Medizin auf jeden Fall.
Bleibt mir nur zu hoffen, dass es mir nicht genauso widerfährt wie einigen Kollegen und hoffentlich zukünftigen Kollegen.

OP am Gehirn

Das ist ja ehrlich schockierend. (Nein, das ist keine Ironie!)
Früher wurden bei psychisch kranken Patienten Lobotomien durchgeführt.
Diese Eingriffe sahen so aus, dass der Kopf aufgebohrt wurde und mit einem Skalpell oder anderen extra angefertigten Instrumenten im Schädel hantiert wurde. In der Nähe der Augen, also am Frontalschädel wurden Hirnregion verletzt – ganz gezielt. Nervenfasern wurden zerschnitten indem die Werkzeuge im Kopf geschwenkt wurden (immerhin in „bestimmten Winkeln“)

Allerdings hatte dieser schreckliche Eingriff auch Nebenwirkungen. Neben der „Heilung“ der Psychose (o.Ä.) traten auch Antriebsstörungen auf und Störungen der Emotionalität. Auf deutsch heißt das derjenige hatte zu nichts mehr Bock und konnte auch keine Gefühle mehr fühlen und artikulieren. Die Schäden sind natürlich irreversibel.

Wenn man bedenkt dass dies auch bei Depressionen durchgeführt wurde. Jeder Mensch der z. B. einen nahestehenden Verwandten verloren hat leidet an so etwas.
Und so etwas fand nicht in grauer Urzeit im dunklen Kämmerchen statt wie illegale Abtreibungen zu Zeiten wo diese noch verboten waren. 1936 wurde die erste OP dieser Art an einem Menschen durchgeführt. Und 1949 hat Antonio Egas Moniz sogar den Nobelpreis für Medizin dafür bekommen.

Ich bin natürlich nicht doof. Es ist mir nicht unbekannt dass schon immer, vor allem wegen geistiger Krankheit, am Gehirn herumgepfuscht wurde. Allerdings war mir nicht bekannt dass dies eine anerkannte wissenschaftliche Methodik war. Ich glaubte tatsächlich es würde sich so verhalten wie die oben erwähnte Abtreibungssache.
Aber dem ist nicht so. Walter Freeman ein „Vorreiter“ auf diesem Gebiet führt unzählige OP’s durch, die vor Publikum stattfanden. Fast schon im Akkord „verarbeitete“ er 12 Patienten am Tag.

Er war so eifrig dass er selbst hyperaktive Kinder operierte obwohl dies, wie wir nicht erst seit heute wissen, absolut unötig ist. Walter Freeman bei einer Lobotomie Er war fast so etwas wie ein verrückter Professor. Folgendes Indiz dazu:
Die Narkose wurde weiterentwickelt und erlaubte es den Kopf nur lokal zu anästhetisieren während der Patient bei vollem Bewusstsein war. Freeman nutze dies um die Patienten während der OP zu befragen. Er glaubte erst dann genug weggeschnitten zu haben wenn der Patient seine kognitiven Fähigkeiten ganz oder zum Teil eingebüßt hatte.
Er stellte ihnen einfache arithmetische Aufgaben. (1+3=4 zum Beipspiel) Wenn sie diese nicht lösen konnten, hörte er erst auf. Er machte so, viele Menschen zu geistigen und emotionalen Krüppeln. In Zahlen ausgedrückt: Freeman operierte während seiner Laufbahn 3600 Menschen, und weltweit wird die Zahl auf 1 Million Menschen dotiert. Dazu brauchte man eine Zeit lang nicht einmal eine Ausbildung zum Neurochirurgen.

Einer flog über das Kuckucksnest
Vielleicht kennt jemand den Film „Einer flog über das Kuckucksnest“ denn darin geht es genau darum. Die Folgen sind sicherlich dramatisiert worden, aber im Großen und Ganzen ist das was Jack Nicholson am Ende widerfährt genau diese OP mit ihren Folgen.

Lobotomie bei Wiki

Ein Betroffener erzählt seine Geschichte (englisch)