Ein Interview mit einer unehrenhaften Frau

Ich habe ja versprochen, dass es auch etwas um Sex gehen wird in diesem Blog. Natürlich versuche ich das alles jugendfrei zu halten. Aber seit einiger Zeit habe ich eine sehr interessante Gesprächspartnerin für diesen Bereich, die einer noch spannenderen Nebentätigkeit nachgeht: Sie verkauft ihren Körper.

Ich finde, was sie zu sagen hat, ungemein interessant. Deswegen habe ich mehrere Interviews mit ihr geführt. Und nicht nur mit ihr. Diese Interviews würde ich gerne nach und nach hier veröffentlichen.

Ich habe sie zu ihrem Schutz Tamara genannt.

Interview

Fangen wir mal so an: Wie bist du zu deinem Nebenjob gekommen?

Nun ja, irgendwann hat der Finanzschuh sehr gedrückt. Wie du weißt, studiere ich ja. Ich wollte niemanden um eine Finanzspritze bitten. Und mehr arbeiten geht nicht, da ich dann kein BaföG mehr bekomme.

Eines abends war ich dann sehr betrunken und kam auf die Idee mich im Internet mal etwas umzusehen.

Und du bist direkt fündig geworden?

Nicht sofort. Es gibt viele Websites, auf denen Sexpartner gesucht werden. Aber üblicherweise läuft das auf einer nicht-finanziellen Ebene. Sex ist zwar ganz okay. Aber das war ja nicht das Ziel meiner Suche. Irgendwann habe ich gemerkt nach welchen Schlagwörtern man suchen muss.

Und die wären?

Ach das kommt darauf an. „TG“ ist ein guter Anfangspunkt. Es bedeutet Taschengeld. So wird der Lohn genannt. Es wird dort auch nicht von Prostituierten gesprochen, so vom Duktus her. Denn das ist genau das was diese Männer nicht wollen. Irgendwelche Profesionellen, die das ganze so „abarbeiten“. Die wollen echte Frauen, ohne dass es billig ist.

Hast du auch mal an ein „Etablissement“ gedacht?

Nein.

Warum nicht?

Zum einen glaube ich nicht, dass man dort wirklich genug Geld verdienen kann, da man zu Dumpinglöhnen arbeitet und einen großen Teil scheinbar an Zuhälter abgeben muss. Und zum anderen, so paradox das jetzt klingen mag, bin ich keine Prostituierte.

Technisch gesehen bist du das schon.

(lacht) Ja, nicht wahr? Ich bekomme Geld für Sex. Es erfüllt die Definition. Aber irgendwie habe ich nicht das Gefühl eine zu sein. Ich kann es aber nicht erklären.

Vielleicht liegt es daran, dass ich es nicht zum Überleben bräuchte. Vielleicht liegt es daran, dass es mir bis jetzt auch Spaß gemacht hat, und ich neue Dinge erleben und erfahren durfte. Aber vielleicht erzähle ich mir das auch einfach nur selbst um mich zu beruhigen oder keinen Schaden davonzutragen. Man muss sich ja deswegen eigentlich schäbig fühlen. (lacht)

Ja, dazu kommen wir nachher noch. Darf ich zunächst einmal fragen wieviel du so verlangst?

Ja klar. Es läuft natürlich alles auf Verhandlungsbasis. Aber ich habe schon ziemlich feste Preise. Es kostet ca. 250 Euro pro Abend. Vorher muss mich der Mann zum Essen einladen. Und das Hotel bezahlt er auch. Danach kommt der Sex. 1-1,5 Stunden im Schnitt. Wobei es auch nicht immer Sex sein muss.

Ja, das wäre meine nächste Frage. Was machst du alles? Was erwarten Kunden?Gibt es außergewöhnliche Wünsche?

Das ist die erste interessante Frage. (lacht)

Danke. (lache)

Also das ist spannend. Ehrlich gesagt das Spannendste an der ganzen Sache. Ich will hier nichts beschönigen. Was ich mache ist eigentlich gefährlich. Das war zunächst nicht meine Sorge – wurde es aber zunehmend. Schließlich möchte ich keinen zu mir nach Hause einladen. Ich gehe mit den Männern ins Hotel oder zu ihnen nach Hause. Und natürlich kann ein Vergewaltiger dabei sein. Daran denke ich auch immer häufiger. Gleichzeitig habe ich aber gemerkt, wie versaut unsere Gesellschaft beim Thema Sex ist.

Und ich meine hier nicht das „gute“ versaut.

Inwiefern?

Wir glauben, dass wir in einer sexuell sehr offenen Gesellschaft leben. Und gewissermaßen tun wir das auch. Es gibt viel Sex um uns herum. Aber es gibt kaum Sexualität. Wir beide (Tamara und ich; Anm. d. Red.) wissen das.

Hey, stell mich mal nicht in so einem Licht dar. das soll in das Blog. (lache)

Nein, du weißt was ich meine. Durch Yoga eben. Und durch Tantra. Wir wissen, dass es da noch andere Dinge gibt. Hinter diesem Sex.

Nun, um wieder darauf zurückzukommen, diese sexualisierte Gesellschaft ohne Sexualität lässt aber viele zurück.

Wie meinst du das?

Viele wissen nicht wohin mit ihrer Sexualität. Wir haben doch beide zusammen diese TED-Talks geschaut. Du hast mich ja erst dazu gebracht. Ich kannte die ja vorher nicht. (Die angesprochenen TED-Talks sind am Ende des Interviews z finden)  Und da steckt einiges Wahres drin. Wie Ran Gavrieli das beschrieben hat. Pornos verseuchen unseren Kopf. Sie sagen uns, was wir erotisch finden sollen. Und wie du das mal beschrieben hast. In unseren Köpfen haben wir innere Bilderbücher wie Sex auszusehen hat. Wir stellen uns bei Sex die Reiterstellung, die Missionarsstellung, Doggystyle usw. vor. Wir stellen uns immer denselben Oralsex und Analsex vor. Aber was ist wenn das gar nicht so aussehen muss? Sondern auch ganz anders aussehen kann? Ich habe mich gefühlt wie das Quadrat im Flächenland.

Hey, das hast du auch von mir. (lache) Aber das beantwortet ja nicht die Frage nach den Kundenwünschen.

Ich komme ja schon dazu. Also jedenfalls geht das ganz vielen Menschen so, wie ich inzwischen weiß. Und das weiß ich, weil diese Menschen oft mit diesen Wünschen zu mir kommen.

Viele sind in einer Beziehung. Früher habe ich das verurteilt. Ich fand es unfair der Frau gegenüber. Aber die Männer die meine Kunden sind haben oft, und das ist jetzt keine Verharmlosung – vollkommen banale Wünsche. Nicht alle. Aber für viele ist es etwas ganz Banales was sie erregt. Aber sie trauen sich nicht das ihrer Frau zu erzählen. Obwohl sie ihrer Frau vertrauen und schon lange mit ihr zusammen sind. Oder sie haben sich zwar getraut, wurden damit aber abgewiesen – was schlimm ist. Oder sie haben sich getraut, die Frau hat es sogar probiert- es aber nicht so hinbekommen. Vielleicht hat sie gelacht weil es ihr so komisch vorkam oder aus Scheu.

Kannst du Beispiele machen?

Ich möchte meine Kunden natürlich schützen. Aber um einmal die Banalität der Wünsche zu beweisen. Manche möchten einfach nicht, dass ich nach dem Joggen dusche, sondern direkt zu ihnen komme. Das war so ein Wunsch, den die Ehefrau des Betreffenden einfach nicht bereit war zu erfüllen. Sie fand das krank. Krank! Das muss man sich mal vorstellen.

Ein anderer mochte gern meine Achsel lecken. Wieder ein anderer möchte, dass ich sehr energisch zu ihm bin.

Also SM-Wünsche erfüllst du auch? Also so dominamäßig?

Nein, dann hätte ich Domina gesagt. Einfach nur, dass ich mitmache beim Sex und nicht reglos daliege und erwarte das der Mann alles macht. Ich brauche mich dafür gar nicht anstrengen. Das passiert beimir wie von allein.

Manche massieren gern Frauen. Es erregt sie. Dazu sage ich natürlich auch nicht nein. Das meine ich mit Sexualität. Das erregt diese Männer. Aber viele hatten eine schwere Zeit sich überhaupt einzugestehen, dass sie diese Dinge mögen. Und sie halten das nicht für normale Präferenzen sondern für ganz perverses Zeug. Ist das nicht merkwürdig?

Ein Stück weit denkt wohl jeder von sich, dass er Wünsche hat die abseits der Norm liegen. Und vielleicht stimmt das auch einfach für jeden Menschen.

Ja klar. Ganz bestimmt sogar. aber du musst ja daran denken, wie lange diese Menschen diese einfachen Wünsche unterdrücken. Weil uns unter Anderem die Pornosindustrie vormacht, wie „normaler“ Sex zu sein hat. Aber das sind Schauspieler, die uns etwas vorführen. So wenig wie ein Hollywood-Blockbuster die Realität wiedergibt, so wenig tun es Pornos. Wir alle wissen das, auf einer rationalen Ebene. Aber irgendwie setzt es sich doch in unseren Köpfen fest. Wie bei Ran Gavrieli und dieser Castingshow.

Erzähl das einmal kurz für den Leser.

Ich habe mit D. (der Bloggerin) einen TED-Talk geschaut, den sie mir empfohlen hat. Er heißt „Why I stopped watching porn“ und war von Ran Gavrieli. Er hält nicht viel von der Pornoindustrie und wollte verdeutlichen wie uns diese Bilder doch beeinflussen.

In der Geschichte kommt er zu seiner Partnerin oder dem Partner – er hält sich ja vage –  nach Hause und sie schaut eine Castingshow für Sänger. Richtigen Trash. Und er geht duschen und überlegt sich in der Dusche welchen Song er wohl singen würde. Es sollte etwas Bedeutungsvolles sein usw. Bis ihm einfiel: „Hey, ich bin ja gar kein Sänger. Und ich will auch gar keiner sein. Was mache ich hier denn überhaupt?“ Und genauso beeinflusst uns die Pornokultur. Er hat nur einen kurzen Ausschnitt dieser Castingshow gesehen, aber es hat sich in seinen Kopf gesetzt.

Wenn ich gewusst hätte, dass ich dich mit meiner TED-Talk-Obsession anstecke...(lache)

Naja du hast da ganz gute Talks rausgesucht, die sich halt mit dem Thema Sexualität beschäftigt haben. Jedenfalls beeinflusst uns das. Mir ist es dann auch bei mir selbst aufgefallen. Weibliche Onanie wird in Pornos immer auf diesselbe Art dargestellt. Die Frau liegt auf dem Rücken und macht es sich selbst.

Ich mache das aber nicht so. Ich liege auf dem Bauch. Und ich habe mich erinnert, dass mein Exfreund mir einmal dabei zusehen wollte. Ich habe das abgelehnt, weil ich dachte, dass er das sicher komisch findet. Ich dachte, meine Selbstbefriedigung sieht komisch aus. Siehst du. Ich war in derselben Falle.

Ich hatte aber auch nicht das Gefühl sicher zu sein. Und das einfach machen zu können. Ich hatte das Gefühl, dass eine Beurteilung auf mich wartet. Jugendliche Dummheit und gesellschaftlicher Druck eben.

Hast du das nachgeholt irgendwann?

Ehrlich gesagt, bis heute nicht. Aber das liegt eher daran, dass ich im Moemnt keinen festen Freund habe.

Apropos: Würdest du das weiter machen wenn du in einer festen Beziehung wärst?

Nein. Ich bin treu wie Gold. Offene Beziehungen sind für mich auch okay. Aber ich kann treu sein. Ich hatte bis jetzt immer Partner die Monogamie von mir erwartet haben.

Wirst du diesem zukünftigen Partner dann erzählen, dass du das einmal gemacht hast?

Das ist eine interessante Frage. Ich würde es tun. ABER was ist wenn mein Partner da eher spießig denkt? Wie gesagt, eine sexualisierte Welt ohne Sexualität. Geld für Sex zu nehmen ist immer noch ein Tabuthema. Ein Freund, der davon weiß, sagte mir neulich ich solle es unbedingt geheim halten sonst würde er in mir immer die Nutte sehen. Stell dir das mal vor.

Ist das ein „Nein“?

Ich hoffe doch, dass man in mir auch andere Dinge sehen kann. Aber in diesem Gewerbe zu arbeiten ist verpönt. Sogar sehr. Man ist fast schon kein Mensch mehr. Ein Freier zu sein ist auch verpönt. Es liegt in der Sicht Vieler eine gewisse Schande darin, dafür bezahlen zu müssen diese „vollkommen normale Sache zu bekommen“. Oder die Leute glauben dann, dass die Wünsche desjenigen sehr speziell sind – keine Ahnung. Aber der Todesstoß ist, der Vertragspartner dieser Freier zu werden.

Ich möchte hier nochmal auf Ran Gavrieli zurückkommen, der sagte, dass Prostitution, bis heute, der soziale Tod ist. Mit einer Prostituierten am Tisch zu sitzen würden die Meisten schon nicht wollen.

Dabei ist es eigentlich nichts schlimmes. Es ist Sex. Nein, es ist Sexualität.

Vielen Danke

Ich danke dir. Hey, das war richtig gut. Das können wir nochmal machen.

(Wir lachen)

 

Ich hoffe, ihr fandet es so interessant wie ich.

Lese gerade: „Dear Ijeawele“ von Chimamanda Ngozi Adichie

Lieber Mitt…

Ich könnte fast täglich einen Beitrag über Mitt Romney hier verfassen.
Eigentlich interessiere ich mich ja Nullkommanull für Politik, aber der Typ ist wirklich so….so……verhaltensoriginell (Danke Volker Pispers) dass ich auch nicht mehr weiß was ich da noch sagen soll.

Eine Geschichte ist zum Beispiel:

Mitt Romney und sein Hund

Ist dem noch etwas hinzuzufügen? JA!
Denn Mitt Romney öffnet seinen Mund, obwohl nur gequirlte Scheiße herauskommt (Sorry) trotzdem immer weiter.

Die Sache mit dem Flugzeugfenster

Was soll man da noch sagen?
In der Ära Bush junior gab es ja diese lustigen Seiten wo ein Best of der dümmsten Sprüche von George W. verewigt wurden. Ich könnte mir vorstellen dass es bei Mitt auch langsam Zeit wird. Wenn es nicht so gefährlich wäre, würde man sich ja fast wünschen dass er Präsident wird. Die Amerikaner haben doch sonst so wenig zu lachen.

Schokolaaaade

Auf meinen Streifzügen durch die HD-Vimeo-Landschaft (Fehler intendiert) hab ich dieses Mal ein Video gefunden über 2 weit gereiste Brüder die noch an echtes Handwerk glauben.

Es ist wirklich inspirierend zu sehen was man aus Schokolade so machen kann. Das Produkt ist etwas Besonderes allein schon durch die Philosophie der Macher.

Und ich als Zuschauer fühle mich wie Samson von der Rettungstruppe wenn er Käse riecht, und sein Schnurbart sich zwirbelt und die Enden explodieren während in seinen Augen grün-gelbe Streifen pulsieren und er anfängt zu schweben während er total weggereten „Kääääse!“ ruft. Aber dazu muss es nicht einmal Schokolade von den Mast Brothers sein. Es muss einfach nur Schokolade sein.

Düdeldü.

Zuerst veröffentlicht am 17.12.2011 um 02:55

Besserwisser – das Quiz für Besserquizzer

Ein kleines Quiz zu vorgerückter Stunde. Wikipedia, und Google und andere Internet-Quellen sind nicht erlaubt. Bücher, Musik und andere Arten Informationen zu transportieren sind es.

Was haben folgende Personen gemein:

  • Neil Young
  • Patti Labelle
  • Andrew Lloyd Webber
  • Syd Barrett
  • Fleetwood Mac
  • Nick Jonas
  • B.B. King (dem man es ansah)
  • Miles Davis
  • Johnny Cash
  • Tommy Lee
  • Elvis (dem man es ebenfalls ansah)
  • Meatloaf (ihm auch)

Nein, es ist nicht die Tatsache dass alle diese Personen Musiker sind. Denn die Liste geht weiter:

  • Brittany Murphy
  • Halle Berry
  • Spencer Tracy
  • Elizabeth Taylor
  • George Lucas
  • Sharon Stone

Außerdem gehören zu dieser Liste:

  • Larry King
  • Thomas Edison
  • Paul Cezanne
  • Ernest Hemingway
  • Mario Puzo
  • H.G. Wells
  • Nikita Cruschtschow
  • Michail Gorbatschow
  • Evel Knievel

    Wer da drauf kommt ohne es im Internet nachschlagen zu müssen hat es aller Wahrscheinlichkeit nach selbst.

    Die Antwort steht hier:

    Alle oben stehenden Berühmtheiten und Künstler sind oder waren Diabetiker.

    „Die verbödete Republik“ von Thomas Wieczorek
    Zuerst veröffentlicht am 02.03.2011 um 20:44

In 4300 Tagen um die Welt

„Weltreise“ von Dieter Kreutzkamp

Über dieses Buch möchte ich vielleicht doch ein paar Worte mehr verlieren als es nur hinter die GIF-Animation eines Buches zu setzen dessen Seiten sich von allein umblättern. (Nebenbei – hat da schon jemand was erfunden?)

Dieser Mann (also der Dieter) ist von Hannover aus los, mit dem Ziel von eben dort durch Afrika und von dort nach Australien und zurück zu reisen. Es kam anders. Als er Afrika von Nord nach Süd durchquerte erwähnte einer seiner Freunde in der letzten Nacht dass er Afrika gern gleich noch einmal bereisen würde. So geschah es: Er durchquerte mit seiner Frau Afrika noch einmal von Süd nach Nord. Von dort reister er in den Iran, Pakistan, Afghanistan (nicht nur Wüste wie man denken sollte sondern auch Eiseskälte dort im Hochgebirge) und dann auf dem Hippie Trail nach Indien. Dort wurde der alte VW-Bulli „Methusalem“ (andere Globetrotter aus Germany nannten ihren VW-Bus „Opa“) verkauft. Von dort ging es nach Australien, durchs Outback radeln. Die Einheimischen haben siefür verrückt erklärt durch die Wüste zu radeln, was nicht mal einem Australier einfallen würde. Aber sie haben es geschafft, trotz Mückenplage und ein paar der giftigsten Schlangen der Welt.

Dieter KreutzkampVon Australien ging es dann nach Neuseeland, in das sich Familie Kreutzkamp auch sogleich verliebte. Auch dieses Land wurde beradelt. Und von dort aus nach Amerika. Das ist nun der Abschnitt bei dem ich gerade angekommen bin. Ich weiß aber zufällig dass noch Alaska und Südamerika bereist werden. Das sagt mir die Weltkarte mit der Reiseroute, die im Grunde genommen eine Reiseroute mit vielen vielen schwarzen Strichen ist – das die echt überall waren. Und unterwegs stößt sogar noch eine dritte Weltreisende zu dem Duo – ihr Baby Bettina. Allein für den Mut mit einem Baby zu reisen muss man den beiden gratulieren, während man den Kopf schüttelt. 4300 Tage waren sie auf fast allen Kontinenten in über hundert Ländern unterwegs. Aber Achtung: Das Buch is ein einfacher Reisebericht, keine Anleitung zum Überleben in der Sahara oder Alaska – dies wird höchtens gestreift. Wer sich dafür interessiert dem helfen vielleicht die anderen Bücher Kreutzkamps weiter, n denen er die einzelnen Regionen und seine Zeit dort noch einmal einzeln beschreibt.

Jetzt weiß ich was ich brauche wenn ich nchts erwache und eine Schlange auf meinem Bauch liegt (da Schlangen von Wärme angezogen werden).
Die antwort ist: Nerven wie Drahtseile.
Man muss nämlich warten bis die Schlange von allein weggeht, und wenn es bis 8.00 morgens dauert bis die Wärme wiederkommt. *grusel*

Übrigens habe ich mich gestern einmal ober den TOEFL-Test informiert. Also den „Test of English as a foreign Language“ den man braucht wenn man in Amerika oder anderen englischsprachigen Ländern arbeiten möchte. Ich habe auch ein paar Testfragen beantwwortet. Der Test ist echt schwer und sehr grammatiklastig. Das Hauptproblem ist aber dass der Test auf amerikanisches Englisch ausgelegt zu sein scheint. Dabei aber gleichzeitig Akademiker-Englisch verwendet wird. Also für mich doppelt schwer, da ich mich ans Australische Englisch schon sehr gewöhnt habe – das viel einfacher ist.
Ich habe 13 Fragen von 20 richtig beantwortet. Ich glaube das wäre sehr knapp bestanden. Da die Teilnahme an einem Test aber schon 250$ kostet sollte ich mir schon sicher sein dass ich ihn bestehe. Außerdem gilt der bestandene Test nur für 2 Jahre also ist eh noch Zeit. UNd WENN, also FALLS ich ein Arbeitsvisum für die Vereinigten Staaten BRÄUCHTE dann müsste ich mich vorher bewerben und mein dortiger Arbeitgeber würde beantragen dass ich ein Arbeitsvisum bekomme. Also alles irgendwie kompliziert. Außerdem ist der TOEFL nicht der einzige Test den ich bestehen müsste.
Ich glaube die denken dass, wer dorthin kommt um zu arbeiten, vorhat zu immigrieren – auf Dauer gesehen. Was aber gar nicht der Fall ist.

© Bilder von focus.de, a-e-johann.de und beeoasis.com

 

Zuerst veröffentlicht am 17.02.2010 um 10:52

Debitel-Falle

Die Handygeschichte geht in eine neue Runde. Nachdem mein Sachbearbeiter nun wieder dieser Mann ist der angeblich gekündigt wurde, in Wirklichkeit jedoch nur im Urlaub war, geht mal wieder alles keinen Gang.

Er ist immer noch der Überzeugung dass ich meine Rufnummer behalten kann, ibwohl diese ja an meinen alten, immer noch laufenden Handyvertrag gebunden ist. Er hat mal wieder bei seinem Leben geschworen dass er mich heute bis um 12 anrufen wird.
Sein Leben hat er wieder verwirkt, denn er hat es wieder nicht getan. Dafür hat mich Punkt 12 eine Dame von der Telekom angerufen. Und diese hat meine Kündigung des Vertrages bestätigt. 3 Wochen nachdem mein Sachbearbeiter meine Kündigung angeblich losgeschickt hat, ist sie bei der Telekom eingetrudelt. Und die gute rau wollte nur etwas wegen meiner Adresse abklären.

Also habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und sie nach der Rufnummerportierung (cooles Wort!) gefragt. Und sie sagte mir dass das überhaupt nicht geht solange der alte Vertrag noch aktiv ist.
Und da entgegenete ich er wäre ja schließlich nur noch bis Februar nächsten Jahres aktiv. Darauf sie „Nee Nee Ihr Vertrag läuft erst im August 2010 aus“.

Mal ernsthaft: Wie schnell sind diese Leute eigentlich? Ich will doch nur ein verdammtes Handy kaufen und muss dafür fast ein ganzes Jahr waten. DIE werben doch immer damit dass das alles so verdammt einfach und unkompliziert ist.
So ein Mist. Jetzt habe ich einen gekündigten Handyvertrag und kann mir kein neues Handy kaufen. (Wobei kaufen kann ich es schon über den alten Vertrag. Da kostet es aber nicht 1€ sondern 280€.)

Düdeldü

Zuerst veröffentlicht am 24.11.2009 um 21:56

Der schönste Junge den ich je gesehen habe

Ich habe gestern einen Jungen gesehen den ich getrost als den schönsten Jungen den ich je gesehen habe bezeichnen würde. Der sah so wahnsinnig gut aus das ich fast nach seiner Nummer gefragt hätte.

Es soll jetzt bitte keiner denken – okay eine pubertierende Kleinstadt-Zicke hat sich verknallt oder so. Denn so ist das gar nicht.

Achtung hier folgt ein Grundsatzeintrag!

Früher gab es den ein oder anderen Typen (das Wort Typ benutze ich ganz bewusst im Sinne von „Irgendjemand“) der in mich verliebt war. Und obwohl wir dieses Gefühl nicht teilten war ich mit ihnen allen zusammen. Ich verließ mich auf meine Freundinnen, die sagten ich müsse LERNEN ihn zu verlieben und dass sie auch nicht in ihre Partner verliebt waren. Aber das reichte mir nicht.

Ich bin von Natur aus nicht gerade eine Romantikerin. Aber man kann sagen dass mein Körper sich gegen diese Art von Beziehung gewehrt hat. Ich habe richtigen Ekel verspürt wenn ich mich in der Nähe dieser ‚Typen‘ aufgehalten habe. Aber da mir meine Freundinnen auch das als normal vorlebten habe ich es angenommen und erste Erfahrungen mit Männern gesammelt die mich null interessierten.

Doch nach dem Letzten dieser ‚Typen‘ lief es anders. Ich hatte sowas von gar keine Lust mehr immer nur mit „Irgendjemandem“ zusammen zu sein. Ich hatte keine Lust mich immer nur zu ekeln oder zu denken: „Bäh den willste doch eigentlich gar nicht.“ Wir reden hier nicht von Routine die sich nach einer gewissen Zeit immer einschleicht. Dazu kam es gar nicht erst, da ich nach kürzester Zeit W wie WEG war. Mein Rekord liegt bei 2 Monaten. Ja tatsächlich meine Damen und Herren. Ich biete 2 Monate – wer bietet mehr?

Und ich hatte halt mal Lust auf das was ich aus den ganzen Filmen und Bücher kenne. Ich hatte so richtig Bock auf Bauchkribbeln. Okay das ist jetzt vielleicht doch ein bisschen romantisch. Aber das ist mir jetzt auch egal.
Ich habe mir damals geschworen dass der nächste Mann den ich küsse, dass ich in diesen Mann verliebt sein werde. Ich hätte es nicht geschworen wenn ich gewusst hätte dass das nie passieren würde. Dieser „Schwur“ den ich mit mir selbst so abgemacht hatte ist jetzt 7 Jahre her. Und in dieser Zeit haben mich Männer einfach nicht interessiert. Zugegeben es gab den Einen oder Anderen der mich ebsonders fasziniert hat. Schließlich ist auch dieser Blog entstanden weil ich einen ganz bestimmten ‚Typen‘ kennenlernen wollte. Aber die Bekanntschaft mit ihnen hat sich in allen Fällen als wenig befriedigend herausgestellt.

Und eben weil mich Männer kaum interessiert haben, und ich noch nie verliebt war hatte ich nie Probleme sie anzusprechen. Vor was hätte ich aufgeregt sein sollen? Sie waren dazu da dass ich den Abend nicht allein verbringen musste aber eigentlich waren sie mir egal.
Ich hab mich sogar an die ganz Hübschen herangetraut, wobei das natürlich immer im Auge des Betrachters liegt.
Und gestern abend hatte ich das erste Mal Hemmungen jemanden anzusprechen.

Ich verabschiedete mich gerade von Freunden mit denen ich im Kino war. Und da lief ein Junge an mir vorbei, der wie gesagt bildschön war. Er sah aus wie eine Mischung aus Emo und Brit-Popper. Und da habe ich das Licht gesehen. Also ich habe mich nicht verliebt oder so. Ich kannte hn ja gar nicht. Aber er war so schön dass ich mich von der Verabschiedung ganz schnell verabschiedet habe und ihm hinterhergelaufen bin als wäre ich eben doch eine 13-jährige Pubertierende. Ich wollte mir angucken wie er läuft und wie seine Tasche mitschwingt. Das war spannender als der Film den wir vorher im Kino gesehen hatten. Und dabei lief „Public Enemy“, welcher tierisch spannend war. (Nicht der „Public Enemy“-Film mit Johnny Depp sondern eine gleichnamige französische Produktion die nichts mit dem Johnny Depp-Film zu tun hat.)

Gestern abend ist also ein bemützter Junge mit engen schwarzen Hosen, einer Umhängetasche und schwarzen Haaren die ihm ins Gesicht hangen durch Naumburg gelaufen und hat dabei einfach magnifique ausgesehen. Und ich wollte ihn ansprechen und habe mich nicht getraut. Ich war selber total schockiert von mir. Genau in einer Situation wo die alte Lukrezia mir mit ihrer Dreistigkeit genutzt hätte, bricht die Neue hervor. Ich konnte nur noch sehen wie er in ein silberfarbenes Auto gestiegen (wieso erinnert mich das jetzt an Edward Cullen?) und davongerast ist.

Ich sollte vernünftig sein: Raser sind nicht der richtige Umgang. Aber es war doch so ein hübscher Raser. Wenn zufällig jemand weiß wer gestern abend gegen…boah keine Ahnung….so 23Uhr durch Naumburg gelaufen ist und derart schön dabei war der soll in der Hölle schmoren wenn er mich nicht davon in Kenntnis setzt wer das war.
Und wenn bei mir jetzt schon die Schüchternheit einsetzt dann kann der Weg ja nicht mehr weit sein. Eine Oase auf der Durststrecke.

Guess who???

Edit:
Das Rätsel bleibt wohl ungelöst. Ich habe schon darüber nachgedacht 50€ demjenigen zu schenken der als Erster darauf kommt. Und im Gegenzug 50€ von jedem zu empfangen der sich in seiner Vermutung irrt. Wäre gespannt ob da die Lösung sofort dastehen würde oder ob das ein einträgliches Geschäft wär.

Der Gott des geschriebenen Wortes

Ich habe hier schon einmal beschrieben wie mich ein Autor inspiriert hat dessen Werk ich noch nicht einmal gelesen habe.
So ähnlich geht es mir jetzt mit einem anderen Autor. Ich werde ihn nur beschreiben und mal schauen ob jemand darauf kommt wer es denn sein mag.

Eigentlich ist er im Literaturbetrieb sehr bekannt. Aber wenn ich Freunde oder Bekannte frage ob sie ihn kennen schütteln sie ausnahmslos alle den Kopf.

Dieser grandiose Schriftsteller schafft es in seinen Romanen über alles zu schreiben. Sein Thema ist einfach alles. Man kann bei manchen seiner Werke nicht einmal sagen wer die Hauptfigur ist oder wenigstens was der rote Faden ist, da es keinen gibt.
Er bringt in seinen Büchern ein wahrlich enzyklopädisches Wissen unter. Angefangen von der Geschichte der Mathematik, über Mystik, Philosophie, Physik, Comics, Popkultur und natürlich historische Ereignisse. Einige seiner Romane kann man kaum nachvollziehen ohne eigenen Rechercheaufwand. Ich kann nicht mal erahnen wie groß der Aufwand für ihn sein muss.
Vielleicht ist das der Grund für die Zeitspannen zwischen seinen Büchern.

Desöfteren hörte man munkeln er sei tot. Und da erschien doch wieder ein neues Buch das alle Unken Lügen strafte. Auch glaubten manche zu wissen dass diverse andere Autoren er wären. Einige starben. Die konnten es nicht sein. Andere dementierten. Grund ist sein extrem zurückgezogenes Leben. Das letzte Bild von ihm dass an die Öffentlichkeit drang ist von 1957. Und dabei ist nicht einmal klar ob das wirklich er ist. Es haben sich inzwischen 7 Menschen gemeldet die glauben sich selbst auf dem Bild wiederzuerkennen.
Einmal, vor 12 Jahren, spürten ihn Reporter auf. Er unterband die Veröffentlichung der gemachten Fotos, gab aber dafür ein kurzes Interview. Wobei das schon mehr ist als man normalerweise von ihm erwarten kann.
Mit anderen Worten der Mann ist ein lebendes Geheimnis.

Er ist in jedem Genre zu Hause. Er schreibt genauso sicher im pikaresken Stil wie auch im Stil der frühen Science Fiction-Romane. Und wenn er so schreibt dann sind Zeitreisen genauso relastisch wie tatsächliche historische Ereignisse.
Oder er schreibt über eine Welt in der fast alles ist wie hier und heute außer ein paar kleine Details. Und oft muss man wirklich überlegen was real ist und was fiktional oder einem Drogentraum entsprungen.
Die Figuren sind manchmal abstrus ohne Ende und ein anderes Mal total flach. Figuren die eigentlich Hauptpersonen sind werden unsichtbar und spielen am Ende des Romans keine Rolle mehr. Oder Figuren die mehrere Seiten lang einer Psychoanalyse unterzogen wurden verschwinden plötzlich, um einige hundert Seiten kurz wieder aufzutauchen.

Dünn sind seine Bücher nie. Sein letztes Buch hatte 1900 Seiten (meine Ausgabe zumindest).
Aber wenn man sich so ausdrücken kann ist das doch sicher der Hammer.
So würde ich auch gern schreiben können. Wie kann man nur so viel wissen, und so viele Schreibstile annehmen können?
Er muss doch jeden Morgen aufstehen, in den Spiegel gucken und sich denken:
„Wie gut dass ich …… bin.

Wer ist er?

(Sein Leben zu beschreiben wäre schwieriger gewesen. Sein Schreibstil ist so prägnant dass wahrscheinlich gleich jeder drauf kommt.)