Der grüne Daumen

Ich habe es geschafft.
Nachdem ich jede Pflanze erfolgreich wenn auch unabsichtlich in den Tod getrieben habe, blüht es jetzt endlich.
Nachdem mein schwarzer Daumen sie Samen in der Erde hat verdorren lassen, grünt mein Hinterhof.
Nachdem mir sogar gerade aufkeimende Pflänzchen während des Wachsens einfach weggeschimmelt sind, habe ich jetzt eine Blüte gezaubert.

Ich gebe zu mein Wildwuchs ist etwas „displeasing“ für das Auge. Aber das ist mir egal.

Ich habe einen Sommerblumen-Mix gepflanzt und Kalifornischen Mohn.
Und letzterer treibt jetzt endlich Blüten. Ich bin stolz wie Bolle.

Eine Aufmerksamkeit

Heute hat mir mein kleiner Honigapfel eine süße Überraschung beschert.

Ich habe mich sehr gefreut. Die Eule und die Bücher passen sehr gut zu mir und zu meinem Eulen-Tick.
Meine ERSTE eigene Visitenkarte. Nicht für Geschäftspartner geeignet.

„Das Layrinth der träumenden Bücher“ von Walter Moers

Ich habe nur Zeit für ein kurzes „Yippieh“

Eigentlich wollte ich ja meinen nächsten, also diesen. Blogeintrag um das Thema Beschneidung drehen lassen.
Vielleicht mache ich das auch später noch…

Aber zuerst sind erste Male dran.
Ich habe nämlich heute das allererste Mal in meinem Leben gewettet. Also so richtig. Mit Geldeinsatz bei einem großen Wettbüro. Ladbrokes bietet jedes Jahr Wetten an, um auf den diesjährigen Literaturnobelpreisträger zu tippen. Und jedes jahr nehme ich mir auf’s neue vor 10€ auf Thomas Pynchon zu setzen. Dieses Jahr habe ich es wirklich gemacht.
Das war so aufregend. Und wenn ich gewinne, bin ich 210€ reicher.
Natürlich wird es nicht so kommen. Das ich nämlich auf Thomas Pynchon gesetzt habe, hat ideelle Gründe und hat nichts damit zu tun dass ich ihm Gewinnchancen ausrechne.
Oder wie mein Honigapfel ausdrücken würde: „Da kann mer das Jeld och bei Hans in Gulli schmeißn.“

Grund: Thomas Pynchon ist US-Amerikaner. Und die Schweden haben es in den letzten Jahren nicht so mit den Amis. Auf der Shortlist stehen schon seit vielen Jahren US-Amerikaner an der Spitze. Aber laut Nobelpreisjury sind die wohl zu eingenommen von ihrer Massenkultur. (Das war fast ein Zitat.)
Außerdem ist Pynchon ja ein Phantom, von dem es seit Jahrzehnten keine neuen Bilder mehr gibt. Und ein Typ wie Pynchon taucht dann nicht einfach ganz öffentlich bei so einer Zeremonie auf. Auch das wissen die Nobel-Juroren nicht unbedingt zu schätzen. Die waren ja schon vergrätzt als Elfriede Jelinek 2004 wegen ihrer Angst vor Menschenmassen den Preis nicht persönlich entgegen nahm. Harold Pinter (2005) und Doris Lessing (2007) konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen.
Die Blöße geben die sich so schnell wohl nicht wieder.

Aber ich verliere den Faden.
Das andere erste Mal hat mir mein Schatz vor gerade 10 Minuten beschert. (Hey Moment, das klingt seltsam.) Ich werde nämlich in 2 Wochen zur Frankfurter Buchmesse fahren. Meine erste Buchmesse! Und ich freue mich riesig drauf.
Der Fotoapparat wird wohl nicht stillstehen wenn Cees Nooteboom, Martin Walser, Tim Mälzer und andere aufkreuzen.

DEKADENT

Wir suchen seit Monaten ein Haus. Seit Monaten schauen wir uns im Internet Häuser um eines zu finden in dem wir den Rest unseres Lebens verbringen könnten.

Ich weiß nicht so recht wie ich mich ausdrücken soll?
Uns drückt da kein Schuh. Wir müssen nicht so sehr gucken ob wir uns das Haus leisten können. Herrje, das klingt wirklich hoffnungslos arrogant, aber so sieht es nun einmal aus.

Und genau da liegt auch das Problem. Ein Wohlstandsproblem, das will ich gern zugeben. Mein Honigapfel sagt mir sogar immer wieder ich sei schon größenwahnsinnig geworden deshalb.

Mein Problem ist dass ich nicht weiß welches Haus ich mir auswählen soll. Natürlich steht noch aus sich die Häuser in persona anzuschauen, also so richtig in echt und live. Aber da sich die Immobilien alle in Vancouver befinden ist das nicht so einfach und auch nicht mal eben gemacht. Seht ihr – ein Luxusproblem.

Die Sache ist die: Diese Häuser sind alles Traumhäuser. Und noch vor einem Jahr hätte ich mich sehr glücklich geschätzt in so einer Hütte zu wohnen. (Haha, „Hütte“. Man merkt eben doch wo ich herkomme.)
Das sind Häuser die ich mir früher nie hätte leisten können, und von denen ich eher nachts heimlich geträumt habe.
Welches Haus kauft man, wenn sie alle einen Whirlpool, einen richtigen Pool, einen Weinkeller- oder zumindest -raum haben? Viele haben eine Sauna und alle haben eine spektakuläre Aussicht.
Ich sag es nochmal – ein Wohlstandsproblem. Ich komme mir direkt dekadent vor.

Und inzwischen ist es wirklich so dass ich so viele Luxushäuser gesehen habe dass ich einige sogar als hässlich bezeichne und verabscheue, obwohl es natürlich für jeden normalen Menschen ein Traumhaus wäre. Ich bin wohl nicht mehr normal. Mir ist das wohl zu Kopf gestiegen.

Diese Hütten sind so riesig. Zu was brauche ich denn 5 Schlafzimmer? Und zu was brauche ich 6 Bäder? Und was sind eigentlich Halbbäder? Und wozu braucht ein normaler Mensch eine Auffahrt mit beheizbaren Steinen?
Ganz einfach: Weil die billigeren Häuser keine Luxushäuser mit nur 2 statt 5 Schlafzimmern sind, sondern die reinsten Ost-Baracken. Sowjet-Chic pur in Vancouver.
Allein das zu schreiben führt dazu dass ich mir total dumm vorkomme.
Darf man über solche Probleme überhaupt schreiben?
Ich suche seit Monaten ein Domizil und habe mich bis jetzt noch nicht getraut darüber zu bloggen weil ich mich schon imaginär mit Eiern beworfen sah.

Ich bin zumindest froh nach Sichung wirklich ALLER zur Verfügung stehender Häuser endlich eine Auswahl von 12 Favoriten getroffen zu haben. Zwischen denen wird es sich wohl entscheiden. Obwohl die Auswahl vielleicht leichter fällt als gedacht. Denn einige Häuser wurden offensichtlich nur von einem besonders geschickten Fotografen besucht und einige haben so viel Land dranhängen dass man schon mindestens 2 Gärtner einstellen müsste. Wozu sollte ICH 6 Hektar Land brauchen?

Okay Schluß jetzt mit dieser Dekadenz. Und ich gebe mir wirklich Mühe nie wieder einen solchen Eintrag zu schreiben. Man, komme ich mir dekadent vor. Und wenn ich das Wort dekadent jetzt noch einmal benutze werde ich wahrscheinlich bei Google bald auf der ersten Seite angezeigt bei Eingabe dieses Wortes.

Düdeldü

Automatik

(Ein paar schöne Ideen zum selbermachen.)–>off topic

Und ein erstes Mal dass ich vor ein paar Tagen erlebt habe. Ich bin das erste Mal mit einem Automatikauto gefahren.
Und ich kann nur sagen: Ich will meine schöne Gangschaltung zurück! Bis jetzt habe ich immer noch das Gefühl schalten zu müssen und muss mich zwingen nicht ständig die Hand an den Schalthebel zu legen.

Außerdem sollte man sich merken dass man mit dem Gasfuß (re.) bremst und nicht mit dem linken Fuß, der praktisch die ganze Zeit tatenlos daneben steht. Weil man mit dem einfach gar kein Gefühl für die Bremse hat. Man ist eben die Kupplung gewöhnt und tritt deswegen die Bremse immer gleich durch.

Ich bin für Gangschaltung.

Und gleich gar nicht käme ich klar wenn die Schaltung, wie in den USA, am Lenkrad angebracht ist.
Ich fände es gut wenn es Sportwagen nur mit Schaltung gäbe, so dass auch wirklich nur die „Könner“ sie fahren können. Außerdem hat es so etwas ursprüngliches, altmodisches an sich, was zu den renommierten Marken passen würde.

Düdeldü

Dekadent…

Gestern war ein Tag mit einem ersten Mal.
Seit ich ein kleines Mädchen war und das erste Mal Kaufland-Kaviar vom Seehasen oder Lachs oder oder oder gegessen habe wollte ich wissen wie wohl der echte Beluga- Kaviar schmeckt.
Ich habe im Fernsehen einen Bericht gesehen der den Geschmack dieses Luxusproduktes in allen schillernden Farben ausmalte. Allerdings sah ich Kaviarfarben, wenn ich die Preise gesehen habe die dieser Traum kostete.

Gestern habe ich mir diesen Traum dann erfüllt. Bewaffnet mit ein paar Löffeln und ein paar geschnittenen Scheiben Weißbrot. Ja Weißbrot, denn wenn man so viel Geld für Kaviar ausgibt dann muss man eben am Brot sparen, und am Strom, und am Wasser, und auf Essen für den Rest des Monats und und und.
Der Kaviar kam via Frankreich aus dem Iran. Und ich kann euch sagen: das schmeckt man nicht. Es hat geschmeckt, aber am Ende der Dose hat man doch irgendwie ein schlechtes Gewissen dass man gerade eine Monatsmiete verputzt hat.

Mein Honigapfel hat mir erzählt, (das ist vielleicht auch ganz interessant) dass die Bundesrepublik Deutschland keinen Kaviar aus dem Iran einführen darf. Frankreich darf das schon. Und so importiert Frankreich iranischen Beluga, und wir importieren es aus Frankreich. Toll nicht wahr? So stehen mir wenigstens keine Prinzipien im Weg. Genausowenig wie der Bundesrepublik Deutschland. Schließlich habe ich den Kaviar ja nicht aus dem Iran.

Und noch etwas was vielleicht nicht jeder weiß: Kaviar war aus einem einzigen Grund eine Delikatesse am russischen Zarenhof: Nämlich weil es so schwierig war die Eier unbeschadet zum Zarenhof zu bringen, ohne dass sie an Frische verloren. Meist waren die schon etwas muffig und gar nicht mehr gut für die Verdauung. Deshalt wurde das seltene Gut als Delikatesse gehandelt. Geschmeckt hat das damals allerdings überhaupt nicht. Die unbehandelten Fischeier waren ungenießbar. Erst als man auf die Idee kam die Haltbarkeit mit Salz zu verlängern war die Köstlichkeit nicht nur haltbarer sondern hat diesen Namen auch noch verdient.
Vorher hat die Hofgesellschaft ihn sich nur reingedrängelt weil er selten war.
*klugscheißmodus off*

Düdeldü….

Ach ich habe auch eine neue Pflanze. Die habe ich seit fast einer Woche: Es ist mal wieder eine Hortensie und ob ihr es glaubt oder nicht: sie lebt noch!
Sie lebt nicht nur einfach. Nein, sie hat noch nicht einmal Anzeichen kommender Fäule. Ich bin so stolz. Und das nur weil ich mich nicht an die Gießanleitung von 2 Mal pro Woche halte.
Wer denkt sich sowas nur aus? Hortensien brauchen so viel Wasser…die trinken fast mehr als ich.

Zuerst veröffentlicht am 11.03.2012 um 00:58

Body Pump

Heute habe ich einen großen Erfolg zu verbuchen.
Statt nur 30 Minuten auf dem Laufband zu überleben, und ann röhrend und total fertig abzusteigen habe ich es doch tatsächlich geschafft 45 Minuten zu laufen.

Wie habe ich das geschafft? Ich habe etwas total verrücktes gemacht. Ihr glaubt mir nie was mich so auf Trab gebracht hat.

Ich habe mich vorher aufgewärmt! Ja, ohne Scheiß. Ich bin vorher 15 Minuten auf dem Laufband gelaufen, also richtig gelaufen, gegangen sozusagen. Und das bei einer Steigung von 9%. Und als mir das zu blöd wurde weil ich ja nicht 5 Stunden im Fitti bleiben will um 120 Kalorien zu verbrennen, habe ich damit aufgehört und wieder mit Laufen (diesmal dem richtigen) angefangen.

Es war irre. Auch wenn ich jetzt total kaputt bin. 680Kalorien habe ich verbrannt. Da ich aber bisher nur 200 Kalorien zu mir genommen habe heute, gehe ich jetzt mir eine riesige Portion Sushi kaufen. Das wird ein Fest.

„ich will kein inmich mehr sein. Botschaften aus einem autistischen Kerker“ von Birger Sellin

Zuerst veröffentlicht am am 18.09.2011 um 19:34

Kein Bio in der Tonne

Ein neues Kapitel von „Lukrezia lernt die Welt kennen“.

Ich habe mich immer gescheut die Biotonne unseres Wohnhauses mitzubenutzen. Ich dachte mir immer dass ich meine Kartoffelschalen ja nicht einfach so da rein werfen kann. In Müllbeutel verpackt aber auch nicht. Denn wo ist der Sinn einer Biotonne wenn man Plastik da rein schmeißt. Und versucht einmal Papiermülltüten in deutschen Geschäften zu finden, die auch nicht durchsuppen dürfen bei dem ganzen Bioabfall.

Gestern aber habe ich Schnecken gegessen und es sind doch ganz schon viele Gehäuse übrig geblieben. Da unsere Tonne seit der letzten Leerung vorgestern aber wieder fast voll ist wollte ich die nicht in unseren normalen Hausmüll schmeißen. Und was entdecke ich beim Runterbringen des in Papier eingewickelten Biomülls?
Die schmeißen ihren Biomüll alle in Plastetüten und packen die dann verschlossen in die Biotonne.

Wenn ich das gewusst hätte. Hab mit meinem Kiwi noch einmal drüber gesprochen. Wir finden das beide sinnlos und gar nicht Bio.

„Der Kreuzworträtsel-Mörder von Kai Mayer

Zuerst veröffentlicht am 12.06.2011 um 10:58

Ozeane und ihre Gefahren

Ein Eintrag der ersten Male:

Ich bin das erste Mal im Ozean geschwommen. Und das ist wirklich toll. Gar nicht zu vergleichen mit Ostsee und Mittelmeer.
Und ich wurde zum Glueck nicht von Quallen genesselt wie mein Kiwi. Dem durfte ich diverse Mini-Stacheln aus allen moeglichen Koerperteilen ziehen. Das war uebrigens SEIN erstes Mal. Und es waren eher pikante Körperteile.

(Dank dem Laptop meines Kiwis kann ich auch wieder Umlaute schreiben.)

Zuerst veröffentlicht am 05.12.2010 um 08:48

Mein Tag auf dem Bauernhof 1

Am vergangenen Wochenende habe ich die ultimative Bauernhof-Erfahrung gemacht. Ich habe gemolken!
War toll – solltet ihr auch einmal probieren.
Ich habe es mir ja ziemlich schwer vorgestellt mir diese Fingerfertigkeit anzueignen, dabei ist das total easy.

Das Schwierigste am Anfang war eher keine Angst vor den Riesen-Viechern zu haben, von denen einige größer als ich waren. Außerdem kicken die beim melken immer so heimtückisch nach hinten, und ich bin natürlich reflexartig weggezuckt, dabei wollten die doch nur kuscheln (O-Ton mein Freund). Es versteht sich von selbst dass das Melken eher reine Zeitverschwendung war. Denn natürlich werden so viele Kühe wie es sie auf einer Milchfarm gibt, mit Melkmaschinen gemolken.

Ich durfte eine Kuh melken die mein Freund schon vor Äonen nach mir benannt hat und die mir auch den ganzen Tag gefolgt ist und versucht hat mich zu essen. Ironischerweise kann sie meinen Freund nicht leiden. Danach ging es dann zum Kälbchen füttern. Klingt jetzt allerdings süßer als es ist. Ich ging nämlich davon aus dass ich die Beeeebies mit einem kleinen Beeebie-Nuckelfläschechen aufziehen dürfte. Allerdings schüttet man nur Milch und Wasser in Eimer. An diesen Eimern sind Riesennuckel angebracht und die Kälbchen kommen und holen sich die Milch selbst aus diesen Eimern via Riesennuckel.
Ich habe mich aber trotzdem einmal in so eine Kälberbehausung neben mein Lieblingskalb (das Kleinste natürlich) gelegt um es zu streicheln. Aber irgendwie sind mir diese Kälber zu ängstlich. Ich dachte eher das würde ablaufen wie in einem Disney-Film und die mit ihrem Ur-Vertrauen auf einen zugehoppelt kommen.

Und dafür bin ich wirklich an meinem freien Tag morgens um 4 aufgestanden. Definitiv nicht meine gewohnte Zeit.
Dafür hat es sich aber wirklich gelohnt. Kühe sind echt süße Tiere.
Und auch der Hofladen den dieser Bauernhof zu bieten hatte war toll. Ich weiß jetzt definitv wo ich meine Eier, Nudeln und Co. herbekomme. Sogar ein Außenstand mit „Sei-ehrlich“-Kasse haben die.
Und in der ganzen Freiheit die ich dort hatte, weil ich eben dort nicht wirklich arbeite, habe ich mir mal die Umgebung angeguckt. Durch den neuen Wintereinbruch hier sieht wirklich alles ganz toll aus – eben zugeschneit.

Zuerst veröffentlicht am 09.03.2010 um 10:38