Weg mit der Arschbanane

Es ist schon interessant, wie sich das Schönheitsideal so ändert.

Also früher einmal, da gab es eine Zeit, ich erinnere mich genau, da sollte eine Frau Körbchengröße C haben, einen flachen Bauch, mittelgroßer Arsch – am besten in Apfelform.

Und irgendwann da war das dann plötzlich anders. Erst schleichend, und dann doch ganz plötzlich. Auf einmal war dürr ganz toll. Frauen sollten dünn sein. Nicht schlank – sondern dünn. Und zwar am ganzen Körper. „Kein Arsch, keine Tittchen – sieht aus wie Schneewittchen“ oder wie der Spruch nochmal geht.

Frauen wie ich (heute) hatten auf einmal keine Chance mehr bei Männern. In Kontaktanzeigen standen häufig Begriffe wie „skinny“. Ich habe einmal beim Friseur eine Zeitung zur Überbrückung der Wartezeit gelesen. Es war eine „Fit for Fun“ glaube ich. Und da gab es einen Artikel der hieß „Weg mit der Arschbanane“ oder so ähnlich. Ich musste erstmal nachschauen was eine Arschbanane ist.

Falls ihr genauso ratlos seid: Eine Arschbananae oder auch Pobanane ist ganz einfach die Falte die unter dem Po ist. Also quasi die Grenze zwischen Oberschenkel und Po). Und scheinbar durfte man keine haben.

Hat sogar gepasst. Ich war zu dem Zeitpunkt so dünn durch Low Carb und Probleme, dass ich tatsächlich keinen Arsch mehr in der Hose hatte. In dieser „dürren“ Zeit wurde ich auch sehr oft von Männern angesprochen.

Aber das Ideal ist weitergezogen. Heute ist eine Arschbanane mehr als willkommen. Denn jetzt, liebe Frauen, sollen wir „curvy“ sein. Also nicht so richtig curvy. Sondern dünn-curvy. Also sozusagen dünn aber mit dem Arsch von Kim Kardashian oder so. Jemand sollte den Leuten die sich diese Trends ausdenken mal sagen, dass die Kardashian Implantate im Arsch hat. Und dass das im Bikini echt verboten aussieht bei der.

Im Ernst, wenn man jedem Schönheitsideal nachjagen würde, wäre man ein sehr unglücklicher Mensch. Weil das nämlich nicht geht. Das ändert sich so schnell. So schnell kommt keiner hinterher.

Einen Trend den ich ganz gern sehe als Powerbuilderin ist der Fitthick-Trend. Ich wüsste nichtmal was das ist ohne Instagram. Unter #fitthick findet man die ganzen trainierten Frauen die richtig muskulöse Rückseiten und Oberschenkel haben, dabei aber einen flachen Bauch. Sehen halt ordentlich trainiert aus die Guten.

So werde ich auch mal aussehen und ich freue mich schon darauf – Trend oder nicht.

Ein Interview mit einer unehrenhaften Frau

Ich habe ja versprochen, dass es auch etwas um Sex gehen wird in diesem Blog. Natürlich versuche ich das alles jugendfrei zu halten. Aber seit einiger Zeit habe ich eine sehr interessante Gesprächspartnerin für diesen Bereich, die einer noch spannenderen Nebentätigkeit nachgeht: Sie verkauft ihren Körper.

Ich finde, was sie zu sagen hat, ungemein interessant. Deswegen habe ich mehrere Interviews mit ihr geführt. Und nicht nur mit ihr. Diese Interviews würde ich gerne nach und nach hier veröffentlichen.

Ich habe sie zu ihrem Schutz Tamara genannt.

Interview

Fangen wir mal so an: Wie bist du zu deinem Nebenjob gekommen?

Nun ja, irgendwann hat der Finanzschuh sehr gedrückt. Wie du weißt, studiere ich ja. Ich wollte niemanden um eine Finanzspritze bitten. Und mehr arbeiten geht nicht, da ich dann kein BaföG mehr bekomme.

Eines abends war ich dann sehr betrunken und kam auf die Idee mich im Internet mal etwas umzusehen.

Und du bist direkt fündig geworden?

Nicht sofort. Es gibt viele Websites, auf denen Sexpartner gesucht werden. Aber üblicherweise läuft das auf einer nicht-finanziellen Ebene. Sex ist zwar ganz okay. Aber das war ja nicht das Ziel meiner Suche. Irgendwann habe ich gemerkt nach welchen Schlagwörtern man suchen muss.

Und die wären?

Ach das kommt darauf an. „TG“ ist ein guter Anfangspunkt. Es bedeutet Taschengeld. So wird der Lohn genannt. Es wird dort auch nicht von Prostituierten gesprochen, so vom Duktus her. Denn das ist genau das was diese Männer nicht wollen. Irgendwelche Profesionellen, die das ganze so „abarbeiten“. Die wollen echte Frauen, ohne dass es billig ist.

Hast du auch mal an ein „Etablissement“ gedacht?

Nein.

Warum nicht?

Zum einen glaube ich nicht, dass man dort wirklich genug Geld verdienen kann, da man zu Dumpinglöhnen arbeitet und einen großen Teil scheinbar an Zuhälter abgeben muss. Und zum anderen, so paradox das jetzt klingen mag, bin ich keine Prostituierte.

Technisch gesehen bist du das schon.

(lacht) Ja, nicht wahr? Ich bekomme Geld für Sex. Es erfüllt die Definition. Aber irgendwie habe ich nicht das Gefühl eine zu sein. Ich kann es aber nicht erklären.

Vielleicht liegt es daran, dass ich es nicht zum Überleben bräuchte. Vielleicht liegt es daran, dass es mir bis jetzt auch Spaß gemacht hat, und ich neue Dinge erleben und erfahren durfte. Aber vielleicht erzähle ich mir das auch einfach nur selbst um mich zu beruhigen oder keinen Schaden davonzutragen. Man muss sich ja deswegen eigentlich schäbig fühlen. (lacht)

Ja, dazu kommen wir nachher noch. Darf ich zunächst einmal fragen wieviel du so verlangst?

Ja klar. Es läuft natürlich alles auf Verhandlungsbasis. Aber ich habe schon ziemlich feste Preise. Es kostet ca. 250 Euro pro Abend. Vorher muss mich der Mann zum Essen einladen. Und das Hotel bezahlt er auch. Danach kommt der Sex. 1-1,5 Stunden im Schnitt. Wobei es auch nicht immer Sex sein muss.

Ja, das wäre meine nächste Frage. Was machst du alles? Was erwarten Kunden?Gibt es außergewöhnliche Wünsche?

Das ist die erste interessante Frage. (lacht)

Danke. (lache)

Also das ist spannend. Ehrlich gesagt das Spannendste an der ganzen Sache. Ich will hier nichts beschönigen. Was ich mache ist eigentlich gefährlich. Das war zunächst nicht meine Sorge – wurde es aber zunehmend. Schließlich möchte ich keinen zu mir nach Hause einladen. Ich gehe mit den Männern ins Hotel oder zu ihnen nach Hause. Und natürlich kann ein Vergewaltiger dabei sein. Daran denke ich auch immer häufiger. Gleichzeitig habe ich aber gemerkt, wie versaut unsere Gesellschaft beim Thema Sex ist.

Und ich meine hier nicht das „gute“ versaut.

Inwiefern?

Wir glauben, dass wir in einer sexuell sehr offenen Gesellschaft leben. Und gewissermaßen tun wir das auch. Es gibt viel Sex um uns herum. Aber es gibt kaum Sexualität. Wir beide (Tamara und ich; Anm. d. Red.) wissen das.

Hey, stell mich mal nicht in so einem Licht dar. das soll in das Blog. (lache)

Nein, du weißt was ich meine. Durch Yoga eben. Und durch Tantra. Wir wissen, dass es da noch andere Dinge gibt. Hinter diesem Sex.

Nun, um wieder darauf zurückzukommen, diese sexualisierte Gesellschaft ohne Sexualität lässt aber viele zurück.

Wie meinst du das?

Viele wissen nicht wohin mit ihrer Sexualität. Wir haben doch beide zusammen diese TED-Talks geschaut. Du hast mich ja erst dazu gebracht. Ich kannte die ja vorher nicht. (Die angesprochenen TED-Talks sind am Ende des Interviews z finden)  Und da steckt einiges Wahres drin. Wie Ran Gavrieli das beschrieben hat. Pornos verseuchen unseren Kopf. Sie sagen uns, was wir erotisch finden sollen. Und wie du das mal beschrieben hast. In unseren Köpfen haben wir innere Bilderbücher wie Sex auszusehen hat. Wir stellen uns bei Sex die Reiterstellung, die Missionarsstellung, Doggystyle usw. vor. Wir stellen uns immer denselben Oralsex und Analsex vor. Aber was ist wenn das gar nicht so aussehen muss? Sondern auch ganz anders aussehen kann? Ich habe mich gefühlt wie das Quadrat im Flächenland.

Hey, das hast du auch von mir. (lache) Aber das beantwortet ja nicht die Frage nach den Kundenwünschen.

Ich komme ja schon dazu. Also jedenfalls geht das ganz vielen Menschen so, wie ich inzwischen weiß. Und das weiß ich, weil diese Menschen oft mit diesen Wünschen zu mir kommen.

Viele sind in einer Beziehung. Früher habe ich das verurteilt. Ich fand es unfair der Frau gegenüber. Aber die Männer die meine Kunden sind haben oft, und das ist jetzt keine Verharmlosung – vollkommen banale Wünsche. Nicht alle. Aber für viele ist es etwas ganz Banales was sie erregt. Aber sie trauen sich nicht das ihrer Frau zu erzählen. Obwohl sie ihrer Frau vertrauen und schon lange mit ihr zusammen sind. Oder sie haben sich zwar getraut, wurden damit aber abgewiesen – was schlimm ist. Oder sie haben sich getraut, die Frau hat es sogar probiert- es aber nicht so hinbekommen. Vielleicht hat sie gelacht weil es ihr so komisch vorkam oder aus Scheu.

Kannst du Beispiele machen?

Ich möchte meine Kunden natürlich schützen. Aber um einmal die Banalität der Wünsche zu beweisen. Manche möchten einfach nicht, dass ich nach dem Joggen dusche, sondern direkt zu ihnen komme. Das war so ein Wunsch, den die Ehefrau des Betreffenden einfach nicht bereit war zu erfüllen. Sie fand das krank. Krank! Das muss man sich mal vorstellen.

Ein anderer mochte gern meine Achsel lecken. Wieder ein anderer möchte, dass ich sehr energisch zu ihm bin.

Also SM-Wünsche erfüllst du auch? Also so dominamäßig?

Nein, dann hätte ich Domina gesagt. Einfach nur, dass ich mitmache beim Sex und nicht reglos daliege und erwarte das der Mann alles macht. Ich brauche mich dafür gar nicht anstrengen. Das passiert beimir wie von allein.

Manche massieren gern Frauen. Es erregt sie. Dazu sage ich natürlich auch nicht nein. Das meine ich mit Sexualität. Das erregt diese Männer. Aber viele hatten eine schwere Zeit sich überhaupt einzugestehen, dass sie diese Dinge mögen. Und sie halten das nicht für normale Präferenzen sondern für ganz perverses Zeug. Ist das nicht merkwürdig?

Ein Stück weit denkt wohl jeder von sich, dass er Wünsche hat die abseits der Norm liegen. Und vielleicht stimmt das auch einfach für jeden Menschen.

Ja klar. Ganz bestimmt sogar. aber du musst ja daran denken, wie lange diese Menschen diese einfachen Wünsche unterdrücken. Weil uns unter Anderem die Pornosindustrie vormacht, wie „normaler“ Sex zu sein hat. Aber das sind Schauspieler, die uns etwas vorführen. So wenig wie ein Hollywood-Blockbuster die Realität wiedergibt, so wenig tun es Pornos. Wir alle wissen das, auf einer rationalen Ebene. Aber irgendwie setzt es sich doch in unseren Köpfen fest. Wie bei Ran Gavrieli und dieser Castingshow.

Erzähl das einmal kurz für den Leser.

Ich habe mit D. (der Bloggerin) einen TED-Talk geschaut, den sie mir empfohlen hat. Er heißt „Why I stopped watching porn“ und war von Ran Gavrieli. Er hält nicht viel von der Pornoindustrie und wollte verdeutlichen wie uns diese Bilder doch beeinflussen.

In der Geschichte kommt er zu seiner Partnerin oder dem Partner – er hält sich ja vage –  nach Hause und sie schaut eine Castingshow für Sänger. Richtigen Trash. Und er geht duschen und überlegt sich in der Dusche welchen Song er wohl singen würde. Es sollte etwas Bedeutungsvolles sein usw. Bis ihm einfiel: „Hey, ich bin ja gar kein Sänger. Und ich will auch gar keiner sein. Was mache ich hier denn überhaupt?“ Und genauso beeinflusst uns die Pornokultur. Er hat nur einen kurzen Ausschnitt dieser Castingshow gesehen, aber es hat sich in seinen Kopf gesetzt.

Wenn ich gewusst hätte, dass ich dich mit meiner TED-Talk-Obsession anstecke...(lache)

Naja du hast da ganz gute Talks rausgesucht, die sich halt mit dem Thema Sexualität beschäftigt haben. Jedenfalls beeinflusst uns das. Mir ist es dann auch bei mir selbst aufgefallen. Weibliche Onanie wird in Pornos immer auf diesselbe Art dargestellt. Die Frau liegt auf dem Rücken und macht es sich selbst.

Ich mache das aber nicht so. Ich liege auf dem Bauch. Und ich habe mich erinnert, dass mein Exfreund mir einmal dabei zusehen wollte. Ich habe das abgelehnt, weil ich dachte, dass er das sicher komisch findet. Ich dachte, meine Selbstbefriedigung sieht komisch aus. Siehst du. Ich war in derselben Falle.

Ich hatte aber auch nicht das Gefühl sicher zu sein. Und das einfach machen zu können. Ich hatte das Gefühl, dass eine Beurteilung auf mich wartet. Jugendliche Dummheit und gesellschaftlicher Druck eben.

Hast du das nachgeholt irgendwann?

Ehrlich gesagt, bis heute nicht. Aber das liegt eher daran, dass ich im Moemnt keinen festen Freund habe.

Apropos: Würdest du das weiter machen wenn du in einer festen Beziehung wärst?

Nein. Ich bin treu wie Gold. Offene Beziehungen sind für mich auch okay. Aber ich kann treu sein. Ich hatte bis jetzt immer Partner die Monogamie von mir erwartet haben.

Wirst du diesem zukünftigen Partner dann erzählen, dass du das einmal gemacht hast?

Das ist eine interessante Frage. Ich würde es tun. ABER was ist wenn mein Partner da eher spießig denkt? Wie gesagt, eine sexualisierte Welt ohne Sexualität. Geld für Sex zu nehmen ist immer noch ein Tabuthema. Ein Freund, der davon weiß, sagte mir neulich ich solle es unbedingt geheim halten sonst würde er in mir immer die Nutte sehen. Stell dir das mal vor.

Ist das ein „Nein“?

Ich hoffe doch, dass man in mir auch andere Dinge sehen kann. Aber in diesem Gewerbe zu arbeiten ist verpönt. Sogar sehr. Man ist fast schon kein Mensch mehr. Ein Freier zu sein ist auch verpönt. Es liegt in der Sicht Vieler eine gewisse Schande darin, dafür bezahlen zu müssen diese „vollkommen normale Sache zu bekommen“. Oder die Leute glauben dann, dass die Wünsche desjenigen sehr speziell sind – keine Ahnung. Aber der Todesstoß ist, der Vertragspartner dieser Freier zu werden.

Ich möchte hier nochmal auf Ran Gavrieli zurückkommen, der sagte, dass Prostitution, bis heute, der soziale Tod ist. Mit einer Prostituierten am Tisch zu sitzen würden die Meisten schon nicht wollen.

Dabei ist es eigentlich nichts schlimmes. Es ist Sex. Nein, es ist Sexualität.

Vielen Danke

Ich danke dir. Hey, das war richtig gut. Das können wir nochmal machen.

(Wir lachen)

 

Ich hoffe, ihr fandet es so interessant wie ich.

Lese gerade: „Dear Ijeawele“ von Chimamanda Ngozi Adichie

Jungfräulichkeit

Es gibt, auch heute noch, einige junge Mädchen die der Überzeugung sind man könne ihnen Jungfräulichkeit ansehen.
Und umgekehrt gibt es junge Frauen die panische Angst davor haben, dass man ihnen die sexuelle Erfahrung ansehen könnte.

Hier eine Info: Oft kann man das auch. Aber nicht im Gesicht.

Dies soll ein Beitrag über Jungfräulichkeit werden. Sowohl die naturgegebene als auch die Künstliche.

Ich bin zu der Überzeugung gelang dass so ein Beitrag nur helfen kann.
In letzter Zeit bin ich, anfangs durch Zufall, auf Internetseiten und Foren gestoßen in denen das Thema Revirgination (Wiedererlangen der Jungfräulichkeit nach vorherigem Verlust) besprochen wurde.
Ein Großteil der schreibenden Frauen haben einen Migrationshintergrund. Da sie in Deutschland aufgewachsen sind, haben sie alle Freiheiten der sexuellen Selbstbestimmung ausleben dürfen. Nun kommen diese Frauen ins heiratsfähige Alter, und stellen fest dass ihre Familie erwartet dass sie als Jungfrau in die Ehe gehen, und sie stellen fest dass sie das teilweise auch von sich selbst erwarten.
Das Hymen (Jungfernhäutchen) und die damit einhergehende Unversehrtheit wird fast schon zum Mythos.

Hier die harten Fakten, von einer Krankenschwester:
Das Hymen ist in Wirklichkeit kein Jungfernhäutchen sondern eher ein Jungfernfältchen. Denn das Jungfernhäutchen besteht in Wirklichkeit aus Schleimhautfalten. Diese können vielgestalt sein. Es können mehrere straffe sein, oder auch so flache dass ein Gynäkologe der mit diesem speziellen Thema nicht viel Erfahrung hat, schwören könnte das Hymen sei nicht mehr da.

Beim ersten Geschlechtsverkehr können diese Falten eingerissen werden, und verschwinden. Wie in der Generation Bravo vermutlich jeder weiß, kann das aber auch schon beim Reiten, Schwimmen usw. passieren.
Manche Hymen sind so belastbar dass sie lebenslangem Verkehr locker standhalten. Und angeblich soll es sogar Frauen geben die ihr Jungfernhäutchen nicht einmal bei einer Geburt eingebüßt haben. Letzteres kenne ich selbst aber nicht aus beruflicher Erfahrung.
Es kann sogar vorkommen dass sich diese Schleimhautfalten wieder neu bilden wenn man über einen langen Zeitraum keinen Sex mehr hatte. Wir reden hier von Jahrzehnten – damit das klar ist.
Das Hymen, ist wie gesagt kein Häutchen. Wenn Frauen eine geschlossene Haut in ihrer Vagina konservieren ist das eine Krankheit, bei der Abhilfe geschaffen werden kann. Denn wohin soll das Regelblut wenn da eine Haut den Ausgang versperrt? Ist logisch oder?

Es gibt, wie oben beschrieben auch Menschen die sich ihre Jungfräulichkeit zurückwünschen. Ich will nicht verschweigen dass das nicht nur aus religiösen Gefühlen heraus passiert oder aus Pflichtgefühl der Familie gegenüber. Es gibt durchaus Frauen die es tun damit sie ihrem aktuellen Partner, nur aus Spaß, das Geschenk der Jungfräulichkeit machen können.

Die Revirgination läuft folgendermaßen ab:
An der Stelle an der die Schleimhautfalten sitzen (könnten), wird die Schleimhaut angeritzt – mit einem Skalpell – und die Wundränder zusammengenäht. So entstehen erneut Falten (aufgefrischt). Diese können teilweise sehr straff sein. Das soll bedeuten: Die erneute Entjungferung kann durchaus mehr wehtun als die wirkliche, echte, erste Entjungferung.

Die Preise bewegen sich soweit ich weiß im Rahmen zwischen 500€ und 4000€. Einheitliche Preise gibt es nicht. Das liegt vor allem auch daran dass die Revirgination nicht wirklich zur Ausbildung eines Arztes gehört. Gynäkologen und Chirurgen bringen sich das gegenseitig bei und dann heißt es für sie: Ausprobieren! Das ist kein Witz! Die deutschen Universitäten haben die Zeichen der Zeit wohl noch nicht erkannt.

Was mich an dem Thema nach wie vor am meisten verstört ist die Verzweiflung der jungen Frauen in den Internetforen. Deshlab gilt dieser Artikel der Aufklärung und nicht dem vorstellen der dümmsten Fragen aus diesen Foren. Das wäre einfach gewesen. Die Unwissenheit lauert an jeder Ecke. Aber es wäre doch zu stupide sich über die Angst der Armen lustig zu machen.
Die Frage ob es wirklich Sinn hat die Jungfräulichkeit operativ zurückzuerlangen wenn man es kopfmäßig doch auf jeden Fall nicht mehr ist, ist wohl müßig.
Ist es wirklich die Schuld der Mädchen dass sie in einem Land aufwachsen in dem die sexuelle Selbstbestimmung ganz normal ist für sie. Und in dem sie sich gleichzeitig den Vorstellungen der Familie beugen müssen? Nein. Es ist unter Umständen besser sich dem Eingriff zu unterziehen als auf offener Straße angezündet zu werden. Ich selbst würde unter diesen Umständen von dem Rat mancher Artikel sich mit dem Zukünftigen darüber zu reden abraten.

Man sollte stattdessen lieber einmal darüber sprechen warum aus der Jungfräulichkeit so ein großes Ding gemacht wird. Schon die Worte „Unschuld“ oder „Reinheit“ als Synonyme sagen doch alles. Als ob Nicht-Jungfrauen schmutzig oder in irgendeinem Sinne schuldig wären.

Ich hoffe mit diesem Artikel geholfen zu haben.
Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle vor falschen Informationen zu warnen. Allein bei der Suche nach einem geeigneten Bild das die Revirgination darstellt bin ich auf groben Unfug gestoßen.
Hier ein Bild von einer „Revirgination“ wie sie einer Artzseite(!!!) vorschwebt:

Über die Folgen einer verschlossenen Vagina sprachen wir ja vorhin schon. Und jeder, der auch nur eine grobe Vorstellung von einer Scheide hat, sieht dass da etwas rumgedoktort wurde.

Auch eine schwefelsaure Verbindung aus Kalium und Aluminium wird wohl nicht die erhoffte Wirkung zeigen. Ich hatte schon Mühe rauszufinden was dieses ominöse Pulver überhaupt darstellen soll. Da kann man nur den Kopf schütteln.

Zum Schluß kommt das was jedes medizinische Fachpersonal an dieser Stelle einfach sagen MUSS. Jeder Eingriff birgt auch Risiken. Eine Entzünding der entsprechenden Stelle kann böse Folgen haben die ein Leben lang andauern können.

Informativ sind dazu vielleicht auch folgende Zeitungsartikel:

TAZ
EMMA

What it means to me…

Ich habe mich in den letzten Wochen immer mit einem Thema auseinandergesetzt, dass mich wirklich zum grübeln brachte.

Die Frage, die ich mir stellte war:

„Was bedeutet es für mich eine Feministin zu sein?“

Ich hoffe meine Gedanken verständlich darstellen zu können, denn ich glaube dass dieses Thema sehr wichtig ist.
Einige Gespräche mit meinem Honigapfel haben mich darauf gebracht. Denn der mag zwar Frauen und ist gegen die Diskriminierung dieser, vertritt aber gleichzeitig einige antifeministische Thesen. In Wirklichkeit ist er wohl Teil der Männerrechtsbewegung, ohne es zu wissen.

Die Frage war für mich gefühlsmäßig leicht zu beantworten, aber sehr schwer zu artikulieren. Vielleicht ist das sogar symptomatisch für den Feminisumus. Ich kann nicht genau beschreiben warum ich mich diskriminiert fühle wenn mich jemand mit den Blicken auszieht. Und so in etwa geht es mir mit dieser Frage. Aber ich will trotzdem versuchen sie zu beantworten.

Zum einen interessiert mich das Thema natürlich schon allein deshalb weil ich in einer Umgebung aufgewachsen bin in der Feminismus praktisch ein Fremdwort ist. Und das meine ich wörtlich.
Durch Unrecht, das einem widerfährt, wird man natürlich besonders sensibel für solche Themen.

Auf der anderen Seite ist mein Interesse auch groupiehafter Natur. Ich muss gestehen dass ich manchmal das Internet durchstöbere nach Postern, Buttons und anderen Devotionalien des Feminismus. Und das macht mir richtig Spaß. Ich lese gern in Büchern darüber wie unsere Altvorderen dafür gekämpft haben dass wir wählen dürfen und studieren und uns unsere Partner selbst aussuchen…..

Aber dahinter, frustriert mich das Thema. Es frustet mich wirklich.
Das liegt daran dass man einfach kein Verständnis dafür bekommt. Ich kenne keine Frau die heute noch befreit werden will. Natürlich, ich kenne Seiten wie die Mädchenmannschaft und den Blog von Luise F. Pusch. Aber persönlich, nein, da kenne ich niemanden der dieses Interesse teilt. Man findet bei diesem Thema wirklich keine Freunde.
Und wenn das Thema überhaupt zu einem solchen wird, dann erntet man nicht gerade die Reaktionen die man sich erhofft, wenn man sich so dafür einsetzt. Die häufigste Reaktion ist so ein selbstzufriedenes Moppern.

Ich weiß nicht wie ich das noch beschreiben könnte. Es ist so ein Lächeln das sagt: „Was DIE für Ideen hat. Gleichstellung hahahahaha.“ Natürlich ist das nicht die politisch korrekte Reaktion, weshalb meist nichts weiter folgt. Keine Diskussion.
Die ältere Generation hält meine Vorstellungen für total abstrus. So verrückt, dass man nicht einmal darüber nachdenken braucht. Und die jüngere Generation ist zwar „total dafür“ aber doch bitte gegen Frauenparkplätze, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, und Frauen in Führungspositionen.

Selbst mein Honigapfel, der wirklich weiß wie man eine Frau behandelt, sieht es nicht ein. Und das macht wirklich keinen Spaß. Es macht wirklich keinen Spaß gegen eine Wand anzureden. Denn man sieht direkt in die Köpfe der Leute während dieses Themas. Und man sieht wie sich ihre Gedanken und Vorstellungen NICHT bewegen.
Deswegen ist das Thema für mich nicht nur interessant, sondern auch ganz schlimm.
Es kommt vor dass ich an Resignation denke. Aber dem gebe ich bisher nicht nach. Ich glaube ich verspüre sogar Lust einmal ein paar Beispiele aus meiner Kindheit und Jugend zu nennen, bei denen ich mit Rollenklischees konfrontiert war. Ich glaube einige kriegen den Mund nicht mehr zu.

Ich hoffe inständig, dass wieder mehr Frauen anfangen sich für ihre eigenen Belange einzusetzen. Wer soll es schließlich sonst tun. Die Ministerin für Frauen hilft uns dabei sicherlich nicht. Die tritt uns höchstens noch ins Genick.

Menschen sind wie Kühe

Es ist schon faszinierend wie tief die Diskriminierung von Frauen geht. Und hier ist der Beweis:

Menschliche Vorfahren waren fast alle Vegetarier*klick*

Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Nichts leichter als das, Pickeldi.

Es ist ja so dass Frauen und Männer heute ihre Mars-/Venusrollen zugeschrieben bekommen aufgrund der Zustände die vor Urzeiten herrschten.

Der Mann ist der Jäger und erlegt die großen Tiere, erlebt Abenteuer, riskiert sein Leben un so weiter. Und die Frau sammelt ein paar Beeren und verbringt ansonsten die ganze Zeit beim Nachwuchs in der Höhle, wo sie das Feuer hütet.
So oder ähnlich sieht das Bild aus dass sogar Hauptschüler heutzutage von den Verhältnissen früher haben.

Ein Wunder fast, sollte man meinen, dass Frauen heute nicht mit der Keule eines übergezogen, und sie mit an den Haaren in die nächste Höhle gezogen wird. Ich nehme an dass liegt an dem eklatanten Höhlenmangel heutzutage. Dagegen sollte man etwas tun.

Denn in Wirklichkeit, war es gar nicht so bzw. kann gar nicht so gewesen sein, dass die Männer jagen waren und die Frauen treu zu Hause warteten.
Nein, denn die Hauptnahrungsquelle waren ja Früchte und Nüsse. Fleisch war offensichtlich eine seltene Freude am Abendbrottisch. Und wenn dann war es meist übriggebliebens Aas und Insekten. Darauf deutet jedenfalls die Struktur unseres Magens hin, und die Tatsache dass unsere nächsten Verwandten, die Menschenaffen, bis heute grüne Kost bevorzugen und selten zu Fleisch greifen.

Übrigens passt diese Theorie auch sehr gut zu gewissen Theorien. Theorien die nicht widerlegt werden können. Genauso wenig wie die Theorie vom Mann als Jäger bewiesen werden kann. Diese These ist nämlich durchaus NICHT Konsens unter Forschern.
Es gibt einfach zu viele Unbekannte, weil es einfach zu lange her ist. Es gibt sogar Theorien die besagen dass die Frauen mit auf der Jagd waren. Ihre Babies ließen sie zu Hause bei den Alten, oder Frauen die noch nicht niedergekommen sind. Manche glauben sogar sie hatten ihre Babys an sich gewickelt und hatten sie folglich bei der Jagd dabei.

Und es gibt weiterhin die Theorie dass Männer durchaus auch auf die Babys aufpassten und Beeren sammelten. Und dadurch auch kein Gesichtsverlust erfolgte. Deswegen ist an dem obigen Bild auch so ziemlich alles falsch.

Interessant ist heutzutage vor allem, dass nur die Theorien des biologischen Determinismus (Männer sind von Geburt an besser in Mathe, Frauen von Geburt an schlechte Einparkerinnen) in den Zeitungen stehen und ein offenes Ohr finden. Und die Forschungen die dafür keine Beweise liefern können entweder gar nicht erst gefördert werden oder aber nicht veröffentlich werden wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, also die Ergebnisse die gegen den biologischen Determinismus sprechen nun einmal da sind.

Es ist doch wirklich zum Mäuse melken. Wann nur kommt die Menschheit zur Vernunft?

Bilder-©www.allgemeinbildung.ch

Zuerst veröffentlicht am 24.07.2012 um 15:26

We hate pink, we love feminism

„Als ich jünger war, hat mich Barbie sehr inspiriert. Sie war ein Rollenmodell für meine Freundinnen und mich. Ich finde ihren Stil und ihre Person toll.“

Hilary Duff

Wenn schon eine Puppe, mit nachgewiesenermaßen utopischen Körpermaßen als Idealbild kleiner Mädchen hingestellt wird, dann ist es mal wieder Zeit für Girlpower-Gegi.

Wofür steht Barbie? Barbie steht stellvertretend für pinke Spielzeugküchen, pinke Bauklötzchen, pinke Monopoly-Spiele, pinke Bügeleisen. Pink steht für die Sozialisation von Mädchen. Pink und Barbie stehen für Mädchen die sich für einfühlsam halten und möglichst hübsch statt schlau sein wollen. Und Blau steht für männliche Aggressivität und Wissen und Sportlichkeit.

Ich wurde im Kindergarten immer davongeschickt wenn ich mit den Jungs und ihren Bauklötzchen spielen wollte. Die Kindergärtnerin wollte mich lieber bei den Puppen und den anderen Mädchen sehen. Sie fand mein Interesse für Bauklötze und Bagger irgendwie widernatürlich. Vielleicht rührt daher ja auch mein Interesse für Chancengleichheit.

Irrwitzigerweise gibt es sogar Test’s die belegen wollen, dass Mädchen von Natur aus auf Rosa stehen. Und Jungs angeborenerweise Blau bevorzugen. Frauen und Männern wurden farbige Quadrate gezeigt, und sie sollten dabei angeben wie „attraktiv“ das Quadrat auf sie wirkt.

Frauen gaben häufiger rosa und rote Quadrate an, während Männer eher die blauen Quadrate als Favoriten angaben. Dabei muss man aber auch bedenken dass dies nur der Fall ist weil Mädchen und Jungen von vornherein zu diesen Farbpräferenzen erzogen wurden. Würde Frauen nicht erzählt dass Pink eine Mädchenfarbe ist, würden sie es auch weniger bevorzugen. Der Beweis: Noch vor 100 Jahren waren die typischen Farben für die Geschlechter vertauscht.

Interessanterweise wurde die Studie von den Forschern aber ganz anders gewertet. Nämlich so, dass Pink- und Rottöne von Natur aus Mädchendarben seien. Da die Frauen dazu genetisch programmiert sind diese Farben besonders zu mögen. Von Erziehung war da gar nicht die Rede.

Anfang des 20.Jahrhunderts war Rosa eine Männerfarbe und Blau eine Mädchenfarbe. Weil die Mädchen im zarten blau hübscher aussahen und es für Standhaftigkeit und Vertrauen steht. Rosa wurde für Jungen bevorzugt Rot steht nämlich für Mut und Eifer. Wenn man Mädchen ab jetzt nicht zum Spielen mit Barbiepuppen erziehen würde,….gar nicht auszudenken was die Konsequenzen DARAUS wären.
Übrigens: Vor der Rosa-/Blauwelle haben Babies ganz einfach Weiß getragen.

Noch ein Beispiel für biologischen Determinismus der sich auf die Realität ausdehnt:
Ein Team von Psychologen hat Studierenden einen schweren Mathetest vorgelegt.

Die Studenten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe erfuhr dass Mädchen bei diesem Test schlechter abschneiden, was nicht verwunderlich sei da Männer ja besser in Mathe und räumlichem Denken seien. Und die andere Gruppe erfuhr dass es keine Unterschiede gäbe zwischen den Ergebnissen von Männern und Frauen.

In der ersten Gruppe schnitten die Frauen daraufhin wirklich schlechter ab. In der zweiten Gruppe zeigten sich keine Unterschiede in den Testergebnissen zwischen Männern und Frauen. Bei einem Folgetest wurde den Frauen einfach gar nichts dazu gesagt, und sie schnitten prompt schlechter ab als die Männer. Die Erziehung im Sinne des biologischen Determinismus hat also schon Früchte getragen. Denselben Test gibt es übrigens auch für Egoshooter-Spiele.

Es ist wichtig bei diesem Thema sensibel zu sein, und solche Untersuchungsergebnisse auch einmal zu hinterfragen, sowie die ganze „moderne“ Erziehung von Mädchen und Jungen.

So wurde Frauen bei einem Fahrtest erzählt, dass Frauen schlechter Auto führen, da sie ein weniger gut entwickeltes räumliches Vorstellungsermögen haben als Männer. Anderen Frauen wurde dies nicht erzählt. Die erste Gruppe von Frauen hatte daraufhin doppelt so viele Unfälle (Courtney von Hippel – University of Queensland).

Auch sehr sexistisch ist die BBC-Produktion „Secrets of the Sexes“. Und dies gleich in mehrerer Hinsicht. Aber hier nur einmal ein Beispiel:
Fünf Fraune wurden in einen Raum geführt und sollten 5 Babies wickeln. Die Frauen taten dies und nahmen die Babies auch auf den Arm.

Dann wurden 5 Männer in den Raum geführt und sollten dasselbe tun. Sie taten es, aber nur ein Mann nahm ein Baby auf den Arm. Der Kommentator fand das wohl widernatürlich. Er sagte: „Lloyd weiß, dass er nicht von Natur aus einfühlsam ist, deshalb gibt er sich mehr Mühe.“ Wer weiß wieviele Männer ein Baby auf dem Arm hätten wenn sie nicht beobachtet würden.

Kann es also nicht vielleicht sein dass diese ganze „Männer vom Mars, Frauen von der Venus“- Sache eher eine Sache von Stereotypen ist.
Fast jeden Beweis für genetische Vorprogrammierung hin zu einem geschlechtsspezifischen Verhalten kann ich widerlegen. Ist das Zufall.
Mich kotzt das an. Und mein Baby wird ganz bestimmt kein rosanes Baby (respektive blau).

Noch ein Beispiel: Frauen und Männer sollten ein Computerspiel spielen. Einen Egoshooter. Die Frauen, die dabei beobachtet wurden waren zurückhalten, weil ihr anerzogenes Bewusstsein ihres Geschlechts ihnen sagte dass Frauen nicht aggressiv sind und sich zurückhalten. Die Frauen die nicht beobachtet wurden waren genauso aggressiv wie Männer. Und als sie danach befragt wurden gaben ausnahmslos alle Frauen an eher zurückhaltend gewesen zu sein während sich alle Männer als aggressiv einschätzten. Das kann doch kein Zufall sein.

Wann hat dieser große Irrtum endlich ein Ende? Wann kommt die Zeit in der die Menschen den Kopf schütteln und es für einen großen Irrtum der Menschheit halten (der es ja auch ist) und dem genauso verständnislos begegnen wie der Hexenverbrennung. Ich werde das wohl nicht mehr erleben.

„Ich, Heinrich der VIII.“ von Margaret George

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Zuerst veröffentlicht am 20.07.2012 um 11:37

Eine Version des Songes die der Tatsache Rechnung trägt dass es sich nicht um ein Männerlied handelt. Frei nach dem Motto: Keine Frau, kein Geheule“.

Denn die wahre Übersetzung lautet: „Nein Frau, weine nicht“

Zuerst veröffentlicht am 27.02.2012 um 16:48

Frauen sind nicht von der Venus

Ich möchte hier und heute wieder mit einem sehr bekannten Vorurteil aufräumen, das mich schon seit Jahren begleitet und sich so in das öffentliche Bewusstsein gebrannt hat dass dem einfach nicht beizukommen ist.

Frauen sind nicht von der Venus und Männer nicht vom Mars. Und Frauen sind nicht so multitaskingfähig, und Männer auf diesem Gebiet nicht so untalentiert wie oft dargestellt wird.

Das Gehirn funzt ja so: Eine Tätigkeit beansprucht ja bestimmte Hirnregionen. Nicht nur eine Region, sondern meist gleich mehrere, mit ganz bestimmten Schwerpunkten.

Wenn man jetzt zwei Tätigkeiten gleichzeitig ausführt, so kann das nur funktionieren wenn sie überwiegend verschiedene Zentren im Gehirn aktiviert. Zwei Tätigkeiten die überwiegend durch diesselben Zentren gesteuert werden kann man auch nicht gleichzeitig ausführen.

Ein Beispiel:
Man kann gleichzeitig kochen und am Telefon reden. Denn das Drehen des Löffels im Topf und die damit verbundene Bewegung aktiviert andere Zentren als das Sprechen. Deswegen geht das. Das können sogar Männer. Aus Bequemlichkeit und um die Sache einfacher zu gestalten sollte man dennoch beides getrennt voneinander tun. Männer die sagen es sei ihnen nicht möglich sind also einfach nur bequem.

Sprechen und Zuhören allerdings okkupieren ähnliche Stellen im Gehirn und werden von diesen gesteuert. Deswegen ist das nicht möglich. Auch wenn Frauen gern vorgeben diese Fähigkeit zu besitzen. Das Gehirn vermag lediglich zu springen. Das heißt man konzentriert sich 2 Sekunden darauf was man sagen will und hört dann wieder einige Sekunden zu, um dann wieder an das Sprechen zu denken um den Satz sinnvoll zu beenden. Das Manko dieser Methode ist: Man kann in diesen 2 Sekunden nicht zuhören und verpasst das Gesagte. Deswegen sind sogar Frauen gewissermaßen die schlechteren Zuhörer. Das Gehirn füllt diese Lücke lediglich automatisch mit dem sinnvollen Satzanfang- oder ende das man verpasst hat, weil man nachgedacht hat was man selber gerade sagen wollte.

Multitaskingfähigkeit ist eine Mär. Eine ziemlich dumme obendrein. Man kann die Bücher von Barbara und Allen Peas also getrost vergessen. Solche Bücher sind lediglich dazu da um zu vertuschen dass die Geschlechter gar nicht so unterschiedlich sind. Denn Evolution findet teilweise in wenigen Generationen statt, dann wird sich doch in den letzten 200.000 Jahren etwas geändert haben an der alten Aufgabenteilung vom Jäger und Sammler und der Haushüterin.
Außerdem beachtet diese Theorie, die ja heute wieder sehr beliebt ist die kulturelle Evolution nicht.

Und dass noch heute solche Theorien Anklang finden, zeigt die unterbewusste Haltung vieler Männer und Frauen zum Thema Emanzipation, Aufgabenverteilung und Rollen.

Das Thema habe ich ja nun schon oft genug aufgegriffen, aber Wiederholung erhöht ja den Lernerfolg, wie ich gern sage.

Düdeldü

Zuerst veröffentlicht am 27.02.2012 um 16:64

Grimm’scher Chauvinismus

Unnützes Wissen
Analyse der etwa 200 Grimms Märchen: Es gibt 16 schlechte (Stief-)Mütter, aber nur drei böse Vaterfiguren. Insgesamt 23 Hexen, aber nur zwei männliche Hexenmeister. Außerdem töten oder gefährden 16 Frauen ihre Männer – aber nur ein Mann bringt seine Frau in Gefahr.

Tja, das Frauenbild.

Zuerst veröffentlicht am 17.09.2011 um 04:588