Der arme alte Mann

Ich bin wieder zurück in heimischen Landen.
Und ich habe wirklich viel gesehen dass es wert wäre darüber zu berichten. Ich war in Dresden, Buchenwald (erneut), habe mich durch meine eigene Stadt führen lassen, und habe mir diverse Burgen angeschaut, inklusive mittelalterlichem Mahl.

Aber ich würde viel lieber über meinen ehemaligen Religionslehrer schreiben.
Den habe ich nämlich wiedergetroffen bei der Austellung zum Naumburger Meister die im Moment im Naumburger Dom zu besichtigen, und wirklich sehr sehenswert ist.

Schon damals fand ich ihn echt zum knuddeln. Ein sehr gläubiger Mensch, der Spaß an allem „Lebenden“ hat, und Gott jeden Tag für seine Schöpfung dankt. Ganz anders als ich also. Er war Gärtner in einem Schloßgarten (leider habe ich vergessen welchen) um dann im Wechsel mal wieder als Theologe zu arbeiten. Aber er war wirklich so ein Lieber, dass es mir immer richtig im Herzen weh tat, wie er im Unterricht von seinen Schülern immer behandelt wurde. Keiner wollte bei seinen Liedern mitsingen, und dabei hat er sich so eine Mühe gegeben. Ich habe nur mitgesungen, weil es ihm so eine Freude gemacht hat und es mir wirklich das Herz gebrochen hätte.
Für Belustigung hat auch immer gesorgt dass er mit einem alten Klapprad zur Schule kam und seine Hosenbeine, damit sie nicht schmutzig wurden mit Wäscheklammern abgeklemmt hat – und diese den ganzen Tag nicht abnahm.
Seine Frau hat ihm immer ganz liebevoll Schnitten gemacht, und er hatte immer einen kleinen Kamm in der Hose (sic!) um sich die letzten paar Mutzeln noch zurechtzuzupfen.

Und den habe ich wiedergetroffen. Er lief gebeugt, und hat wahnsinnig abgenommen. Wir haben uns mit Handschlag begrüßt, und dann hat er den Mund aufgemacht.
Ein kleines zartes Stimmchen kam heraus. Er sagte weil „das Alter halt doch die ein oder andere Krankheit mit sich bringt.“ Unterrichten könne er nicht mehr, seine Stimme reiche nicht mehr aus. Aber er sei schließlich auch schon fast 70. Und dann verabschiedete er sich auf die gewohnt freundliche Art und schlurfte davon. Ich schreibe schlurfen, weil sein Gang tatsächlich nicht mehr so sicher war. Er wirkte einfach alt, gebrochen, und hinfällig. Der arme Mann.

Aber dass er sich die Ausstellung vom Naumburger Meister angeschaut hat – da war er ganz der Alte.

P.S. Ich hoffe jemand schenkt mir das Buch zur Ausstellung zum Geburtstag.

Zuerst veröffentlicht am 02.07.2011 um 18:16

Karamalz

Als Kind habe ich Karamalz und Hansa-Malz geliebt. Alkoholfreies Malzbier, am liebsten mit Karamel. Mein Kiwi hält mich für verrückt. Bier das ALKOHOLFREI ist und dann auch noch mit ZUCKER gepanscht.

Vor kurzem waren wir also in einem Getränkeshop und was sah ich da: Eine Kiste Karamalz. Ganz vorn im Angebot. Dort wo jeder sie sehen muss. Und eine dicke Schicht Staub war auf Kiste und Flaschen.

Mein Kiwi hat scheinbar recht. Ich fand es urkomisch.
Tja, mehr für mich.

Zuerst veröffentlicht am 12.04.2011 um 11:19

Der schönste Junge den ich je gesehen habe

Ich habe gestern einen Jungen gesehen den ich getrost als den schönsten Jungen den ich je gesehen habe bezeichnen würde. Der sah so wahnsinnig gut aus das ich fast nach seiner Nummer gefragt hätte.

Es soll jetzt bitte keiner denken – okay eine pubertierende Kleinstadt-Zicke hat sich verknallt oder so. Denn so ist das gar nicht.

Achtung hier folgt ein Grundsatzeintrag!

Früher gab es den ein oder anderen Typen (das Wort Typ benutze ich ganz bewusst im Sinne von „Irgendjemand“) der in mich verliebt war. Und obwohl wir dieses Gefühl nicht teilten war ich mit ihnen allen zusammen. Ich verließ mich auf meine Freundinnen, die sagten ich müsse LERNEN ihn zu verlieben und dass sie auch nicht in ihre Partner verliebt waren. Aber das reichte mir nicht.

Ich bin von Natur aus nicht gerade eine Romantikerin. Aber man kann sagen dass mein Körper sich gegen diese Art von Beziehung gewehrt hat. Ich habe richtigen Ekel verspürt wenn ich mich in der Nähe dieser ‚Typen‘ aufgehalten habe. Aber da mir meine Freundinnen auch das als normal vorlebten habe ich es angenommen und erste Erfahrungen mit Männern gesammelt die mich null interessierten.

Doch nach dem Letzten dieser ‚Typen‘ lief es anders. Ich hatte sowas von gar keine Lust mehr immer nur mit „Irgendjemandem“ zusammen zu sein. Ich hatte keine Lust mich immer nur zu ekeln oder zu denken: „Bäh den willste doch eigentlich gar nicht.“ Wir reden hier nicht von Routine die sich nach einer gewissen Zeit immer einschleicht. Dazu kam es gar nicht erst, da ich nach kürzester Zeit W wie WEG war. Mein Rekord liegt bei 2 Monaten. Ja tatsächlich meine Damen und Herren. Ich biete 2 Monate – wer bietet mehr?

Und ich hatte halt mal Lust auf das was ich aus den ganzen Filmen und Bücher kenne. Ich hatte so richtig Bock auf Bauchkribbeln. Okay das ist jetzt vielleicht doch ein bisschen romantisch. Aber das ist mir jetzt auch egal.
Ich habe mir damals geschworen dass der nächste Mann den ich küsse, dass ich in diesen Mann verliebt sein werde. Ich hätte es nicht geschworen wenn ich gewusst hätte dass das nie passieren würde. Dieser „Schwur“ den ich mit mir selbst so abgemacht hatte ist jetzt 7 Jahre her. Und in dieser Zeit haben mich Männer einfach nicht interessiert. Zugegeben es gab den Einen oder Anderen der mich ebsonders fasziniert hat. Schließlich ist auch dieser Blog entstanden weil ich einen ganz bestimmten ‚Typen‘ kennenlernen wollte. Aber die Bekanntschaft mit ihnen hat sich in allen Fällen als wenig befriedigend herausgestellt.

Und eben weil mich Männer kaum interessiert haben, und ich noch nie verliebt war hatte ich nie Probleme sie anzusprechen. Vor was hätte ich aufgeregt sein sollen? Sie waren dazu da dass ich den Abend nicht allein verbringen musste aber eigentlich waren sie mir egal.
Ich hab mich sogar an die ganz Hübschen herangetraut, wobei das natürlich immer im Auge des Betrachters liegt.
Und gestern abend hatte ich das erste Mal Hemmungen jemanden anzusprechen.

Ich verabschiedete mich gerade von Freunden mit denen ich im Kino war. Und da lief ein Junge an mir vorbei, der wie gesagt bildschön war. Er sah aus wie eine Mischung aus Emo und Brit-Popper. Und da habe ich das Licht gesehen. Also ich habe mich nicht verliebt oder so. Ich kannte hn ja gar nicht. Aber er war so schön dass ich mich von der Verabschiedung ganz schnell verabschiedet habe und ihm hinterhergelaufen bin als wäre ich eben doch eine 13-jährige Pubertierende. Ich wollte mir angucken wie er läuft und wie seine Tasche mitschwingt. Das war spannender als der Film den wir vorher im Kino gesehen hatten. Und dabei lief „Public Enemy“, welcher tierisch spannend war. (Nicht der „Public Enemy“-Film mit Johnny Depp sondern eine gleichnamige französische Produktion die nichts mit dem Johnny Depp-Film zu tun hat.)

Gestern abend ist also ein bemützter Junge mit engen schwarzen Hosen, einer Umhängetasche und schwarzen Haaren die ihm ins Gesicht hangen durch Naumburg gelaufen und hat dabei einfach magnifique ausgesehen. Und ich wollte ihn ansprechen und habe mich nicht getraut. Ich war selber total schockiert von mir. Genau in einer Situation wo die alte Lukrezia mir mit ihrer Dreistigkeit genutzt hätte, bricht die Neue hervor. Ich konnte nur noch sehen wie er in ein silberfarbenes Auto gestiegen (wieso erinnert mich das jetzt an Edward Cullen?) und davongerast ist.

Ich sollte vernünftig sein: Raser sind nicht der richtige Umgang. Aber es war doch so ein hübscher Raser. Wenn zufällig jemand weiß wer gestern abend gegen…boah keine Ahnung….so 23Uhr durch Naumburg gelaufen ist und derart schön dabei war der soll in der Hölle schmoren wenn er mich nicht davon in Kenntnis setzt wer das war.
Und wenn bei mir jetzt schon die Schüchternheit einsetzt dann kann der Weg ja nicht mehr weit sein. Eine Oase auf der Durststrecke.

Das Kreuz mit der Political Correctness

Eine Frage zur öffentlichen Diskussion und eine kleine Geschichte dazu:

Zuerst die Geschichte:
Klein-Desi sah zum ersten Male jemanden mit einer Hautfarbe die sich von ihrer deutlich unterschied. Aufgeregt fragte sie ihre Großmutter:
„Omi, was is denn das für ein Mann?“
und Omi antwortete:
„Das ist ein Mohr. Die haben so schwarze Haut.“

Man verzeihe diese naive Frage aber da wo Klein-Desi herkommt, sieht man das nicht so häufig.

Ein paar Jahre später, ich war aber immer noch Klein-Desi, ging ich mit meiner Mutter durch die Stadt, und ich erkannte einen „Mohren“ auf der anderen Straßenseite.
Aufgeregt schrie ich:
„Mutti, guck mal da ist ein Mohr.“
Meine Mutter hielt an, schaute ernst zu mir herunter, ich glaube mich zu erinnern dass sie sich sogar herunterbückte und sagte:
„Klein-Desi, so was darfst du niemals wieder sagen. „Mohr“ darf man nicht sagen. Das ist ein böses Wort. Das heißt Neger.“

Wieder Jahre später, ich war inzwischen die nicht mehr ganz so kleine Desi, sah ich einen Bauarbeiter der „Neger“ war.
Auch hier wurde ich wieder aufgeklärt von meiner Mutter. „Neger“ würde man nicht mehr sagen. Das wäre beleidigend. Man würde jetzt Schwarzer sagen.

Überflüssig zu erwähnen dass einige Jahre später auch das Wort „Schwarzer“ ein Wort non grata war. Es solle Farbiger heißen.

Ich persönlich benutze dieses Wort, weil damit alle Hautfarben gemeint sein können, also auch Menschen mitgemeint sind die beispielsweise lateinamerikanischer Herkunft sind. Ich denke auch mit diesem Wort. Damit gebe ich mich wohl als Faschistin zu erkennen. Denn natürlich wird auch dieses Wort nicht mehr benutzt weil es natürlich total verletzend ist….ist ja klar.

Heute sagt man Afrodeutscher! Die Erfindung dieses Wortes wurde lange für einen Geniestreich gehalten, es klingt gewählt, ich würde fast sagen gespreizt, und wurde bis heute noch nicht negativ besetzt.
Überraschend ist das nicht. Wer einen Neonazi schon einmal hat schimpfen hören weiß dass da Plattitüden wie „Scheiß Kanaken“ kommen und nicht „Scheiß Afrodeutsche. Die Afrodeutschen nehmen uns alle Arbeitsplätze weg.“

Natürlich hat es dieses Wort geschafft bis heute nicht negativ besetzt zu werden. Weil einfach keiner das Wort benutzt. Genausowenig wie jemand Latinodeutscher, oder Asiendeutscher sagt. Es klingt eher nach einem Beamten als nach Volksmund.

Das Kreuz mit der Political Correctness ist eben dass sich die Gedanken der Menschen ändern müssen. Egal welches Wort wir uns einfallen lassen. Wenn schlecht über die Menschen zu dem es gehört gedacht wird, wird es auch immer wieder negativ besetzt werden. Das ist eine unumstößliche Wahrheit, die jeden Tag empirisch bewiesen wird.
Und dennoch stößt mir täglich auf, dass meine Klassenkameraden das Wort „Neger“ in den Mund nehmen. Man setzt es doch auch zu leicht mit dem amerikansichen „Nigger“ gleich, was in Amerika zwar ein gebräuchliches Wort ist, allerdings nur im Wortschatz FARBIGER. Ein Weißer darf es nicht benutzen. Das ist faschistisch.
Ich werde mit sehr seltsamen Blicken bedacht wenn ich äußere dass sie sich bitte anders ausdrücken sollen. Vermutlich kennen die gar kein anderes Wort – für die gehört das zur Normalität.

Meine Frage ist nun: Welches Wort ist das Richtige? Bei welchem Wort brauche ich mich nicht als Anachronismus der Geschichte fühlen. Muss ich mir ein eigenes Wort ausdenken? Denn FARBIG, auch wenn ich mit diesem Wort denke, mag mir auch nicht richtig gefallen. Farbig und weiß, klingt als ob es zwei verschiedenen Arten von Mensch gibt. Und das ist nicht der Fall. Es klingt als ob 80% der Welt in einen Topf gehören, und wir etwas anderes sind – egal ob besser oder schlechter.
Und da wir nun einmal (Achtung Plattitüde) alle Menschen sind fühlt sich das auch irgendwie falsch an. Oder bin ich inzwischen selbst eine Gefangene der Political Correctness?

Maden-Anekdote

Ich wollte schon seit Montag noch eine Anni zum Besten geben. Aber da ich heute schon betäubt aufgewacht bin, wusste ich nicht ob ich das online stellen dieser Geschichte auch noch gut finden würde wenn ich weniger betäubt bin, wie jetzt in diesem Moment des geistigen Ergusses.

Genau genommen ist es gar kein geistiger Erguss, da dazu ja gehören würde das ich mir selber etwas ausdenke. Aber da dem nicht so ist, sondern alles meinem etwas getrübten Gedächtnis entspringt ist der Erguss nicht geistiger, sondern gedenkender Natur.
Ich hör auf zu schwafeln – hier ist die Anni.

Vor zwei Jahren zum Kirschfest, als ich eben jenen Drogentypen kennenlernte von dem ich bereits im letzten Kirschfest-Eintrag schrieb trug sich folgendes zu:

Ich wollte wie die anderen Tage auch, bei einer Freundin pennen. Und nachdem ich mich super mit diesem Opfer verstanden habe das ich, wie bereits beschrieben, schon beschrieb, kam also meine Freundin auf mich zu sagte:

(bitte hohe Frauenstimme nachmachen beim lauten Lesen dieses Satzes: )

„Hey, wir gehen langsam nach Hause. “

(Jetzt wieder mit normaler Stimme sprechen)
Und ich dann so: „Was? Um 2? Na gut – wenn du meinst.

(Und weil es so schön war – bitte noch einmal die hohe Stimme)
„Ja, geh du ruhig schon mal vor. Ich komme gleich nach.“

Ihr ahnt sicher schon was passierte. Aber um euch Klugscheißern mal den Kopp zu waschen müsst ihr von vorne anfangen zu lesen wenn eure hohe Stimme nicht wie Prince klang.

Ich saß also ca. halb 2 vor der Wohnung. Aber keine Freundin. Ich hatte nur ein eher leichtes Oberteil getragen. Die unklügste Entscheidung dieses Abends wie sich herausstellte. Glaubt mir: frieren ist schlimmer als schwitzen. Lieber hätte ich im Festzelt noch mehr geschwitzt als nachts halb 2 in der Kälte zu bibbern. Es war nicht mehr zu ändern – also weiter im Text.

Circa um 4 (!) kam eine Frau aus dem Haus in dem meine Freundin wohnt weil sie wohl auf Arbeit musste. Mir ging am Arsch vorbei warum die das Haus verließ, ich wollte einfach nur in diesen scheiß Flur, der Wärme versprach und, oh meine Freunde, auch hielt.

Dort harrte ich aus. Es wurde um 5 (!!). Es wurde um 6 (!!!). Es wurde um 7 (!!!!) Und immer noch versuchte ich verzweifelt auf der kalten Holztreppe zu schlafen.
Halb 8 (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) kam diese blöde Kuh von Freundin. Ich hatte inzwischen nicht mehr mit meiner Aggroness zu kämpfen. Ich hatte mit einer unstillbaren Müdigkeit zu kämpfen, die sich todesmutig in einen Kampf stürzte mit dem Gefühl meine Freundin töten zu müssen.

Meine Müdigkeit hätte den Kampf auch gewonnen, hätte meine Aufmerksamkeit sich nicht anderen Dingen zugewendet die beide Kräfte in meiner Brust verstummen ließ.

Meine Freundin hatte einen absolut versifften Kerl dabei. Schlimmer als mein Drogenopfer, weil absolut ekelhaft, ich wiederhole: EKELHAFT!

Wir betraten also die Wohnung. Ich war spür- hör- und sichtbar angepisst.
Und meine Freundin wollte folgendes tun: (Nach einer Nacht ohne Schlaf, mit einem Penner im Schlepptau und kurz bevor sie zur Schule musste) Sie wollte aufräumen.
Früh halb 8! .{Emotic(oh)}
Das zeigt ja schon das da was nicht stimmen kann.

Währenddessen erzählte sie mir warum sie etwas länger brauchte als geplant. Sie ist erst noch zu Mc Donalds am anderen Ende der Stadt gegangen um dann mit diesem Typen zu einer Privatparty am nochmal ganz anderen Ende der Stadt zu laufen. Und von dort ist sie dann natürlich sofort zu ihrer Wohnung.
Ihre Ausführungen waren dabei nebensächlich – also im Prinzip.

Durch unseren 5-tägigen Lebenswandel der sich einmal im Jahr vollzieht zu Zeiten der Kirschblüte hat sich natürlich einiges angesammelt.
Alle Liköre waren in der Zwischenzeit fest geworden. Wir hatten kein Geschirr mehr weil wir alle gebrauchten aber nix abwuschen und alles war voll von Tabak und Dreck – und ich meine wirklich voll!
Von anderen Drogen die sie konsumiert will ich hier mal gar nicht sprechen.
Als sie aber den Müllbeutel (der einriss und Organisches preisgab) hochhob, wurde eine Riesenkolonie Maden sichtbar.

<img src=“http://www.wissenschaft.de/sixcms/media.php/1441/maden.jpg&#8220; width=“350″ heigth=“193″ alt=“Gut zu Spargel“

Der Penner-Typ der bis dato damit angab bei seinem Work & Travel-Aufenthalt in Australien auch mal zwei Monate auf der Straße gelebt zu haben, verdünnisierte sich ganz schnell. Erst erklärte er uns was für ein harter Hund er sei, aber vergaß sogar sein super Hightech-Handy beim Anblick von simplen kleinen Maden.
Mit Alufolie und Haarspray haben wir also versucht die Maden zu töten. Wer jetzt fragt wie das mit Alufolie und Haarspray geht, dem kann ich nur sagen: Keine Ahnung! Bei uns ging es nicht.
Aber der Versuch war löblich. Und da wir nix da hatten auf dem „Madentod“ stand haben wir das genommen.
Im Nachhinein hätten wir sie natürllich auf mit dem festen Batida de Coco erschlagen können. Das wäre effektiver gewesen. Obgleich ich natürlich wiederum nicht weiß ob Maden zu Batida schmecken. Zu Spargel sollen sie in der Saison ja vorzüglich sein.

Als das erledigt war ging sie zur Schule und ich ins Bettchen – Ende der Geschichte.

Übrigens stelle ich gerade fest dass Miss Kirschfest 2006 eine Freundin von mir ist. Ich überhaupt gerade fest dass es eine Miss-Kirschfest-Wahl gibt.
Wieso hat mir keiner Bescheid gesagt?

Anni 1

Also zur versprochenen Anekdote. Also eigentlich ist es nichts Großartiges – nur eben aufrüttelnd.

Vor zwei Jahren lernte ich beim Kirschfest an einer Bar meinen Kirschfestflirt von vor zwei Jahren kennen. Ich hatte schon einiges getrunken und hatte zwar keinen Filmriss, noch musste ich mich übergeben, aber ich gebe zu das ich mich nicht einmal mehr an sein Gesicht erinnern kann.
Das ist zwar etwas peinlich zuzugeben, musste aber mal gesagt werden.

Auf jeden Fall wollten wir uns dieses Jahr wiedersehen. Nachdem es letztes Jahr schon nicht geklappt hat, sollte es dieses Jahr so weit sein.
Wir waren also am Sonntag um 22.00 verabredet. Schon die Tatsache dass er sich mit mir treffen wollte während das Finalspiel lief, verstimmte mich ewas.

Ich ging aber dennoch punkt 22.00 raus. Allerdings war kein Kirschfestflirt 2006 zu sehen. Nur ein paar alte Männer, ein paar junge Hühner und ein Typ der aussah als hätte er schon vor 10 Jahren eine steile Drogenkarriere begonnen, mit allem was man für Geld bekommen kann. Seine Augen waren so tief in den Höhlen vergraben dass man sie kaum mehr sah.
Ich wartete also…

Ungefähr 10 Minuten stand ich da. Und wer mich kennt weiß dass ich sehr ungeduldig bin und 10 Minuten Wartezeit für mich schon sehr viel. Also habe ich mir überlegt, ihn anzuklingeln und allerhöchstens noch eine einzige Minute zu warten. Ich phonte ihn also an, und sah plötzlich wie ein Handy aufleuchtete und dann auch begann zu klingeln.
Es war das Handy das der Drogentyp in der Hand hielt.

Ach du Scheiße! Ich habe gemacht das ich wieder zu den Festzelten kam, und habe auch folgende SMS von ihm nur noch abgewehrt. Boah wie kann man sich nur so vergucken!

Der Tod im Schnee

Ich hab mal wieder Lust einen Schwank aus meiner längst vergangenen Jugend zu erzählen….
„Früher…im Ferienlager……“

Also…..: Vor einigen Jahren im Winter war ich bei einer guten Freundin von mir. Rodeln wollten wir, und der nahegelegene Hügel war unser Ziel.
Wir stellten uns also mit unseren Schlitten ganz oben auf diesen 8000er Hügel.
Ich sollte vorn sitzen und sie hinten, weil sie dem Irrtum erlag sie könne lenken und ich könne dies nicht.

Wir setzten uns also auf unseren Schlitten und die Fahrt begann. Nach etwas langsamen Sekunden beschleunigte der Schlitten auf der vereisten Fläche immer mehr. Bis wir schließlich mit 150 Meilen pro Stunde ziemlich flott in einen Hagebuttenstrauch rauschten.

Meiner Freundin ist natürlich nichts geschehen nur ich hatte eine Kriegsbemalung aus Erdklumpen im Gesicht und sah aus als ob ich bei „Braveheart“ mitspielen wollte. Topdreckig von oben bis unten. Aber da kenne ich bekanntlich nüscht und es sollte weiter gehen……

Wir setzten uns also wieder auf unseren Todesbock
Schlitten und rodelten die gefährlichste Strecke hinab. Der Tod lauerte hinter jedem Baum und natürlich auf der angrenzenden Straße. Wir wurden so schnell dass wir Angst bekamen und die dilletantischen Versuche Lenkung meiner Freundin versagte kläglich, als wir auf einen riesigen Baum zufuhren den ich dort natürlich noch nie gesehen hatte, und der dort keinesfalls hingehörte.

Meine Freundin hielt sich die Augen zu und zog die Beine ein. Mir wurde schlagartig klar warum ich wirklich vorne saß und ich fuhr meine Beine Lenkmenchanismen aus um uns doch noch in eine andere Richtung zu manövrieren.
Zu unserem Glück und unser aller Erstaunen klappte das sogar. Und ich wurde zur heimlichen Heldin des Tages. Wir amüsieren uns heute noch köstlich über ihren missglückten Mordversuch an mir.
Aber der Baum steht noch und ich sowieso.

Sollte ich mal Bürgermeisterin werden, dann wird meine erste Amtshandlung sein diesem Baum entweder einen Gedenkkranz darzubringen oder ihn fällen zu lassen, auf dass er nie wieder Kindern das rodeln vermasseln möge.

Hach war das schön damals….

Das schlimmste Date aller Zeiten

So, mal wieder was für die „Damals…“-Kategorie.
Ich werde jetzt mal über mein, mit Abstand, schlimmstes Date berichten.
Also zunächst ist er zu spät gekommen, obwohl das ja wohl mein Vorrecht als Mächen ist.
Ich dachte mir noch nichts böses. Dann ging es ans bezahlen. Er winkte mit einem 5€-Schein und sagte mit Unschuldsmiene dass das Geld wo scheinbar nicht für 2 Kinokarten reichen würde. (Es reichte nicht mal für eine einzige) also musste ich auch noch bezahlen.
So weit sollte die Emanzipation auf keinem Fall gehen.

Die 3€ Wechselgeld die ich bekommen sollte hat er sich einfach geschnappt und eingesteckt. {Emotic(aaah)}
Da war ich das erste Mal entsetzt.
Als er mich gefragt hat ob er mir noch was zu knabbern holen solle war ich da schon wieder etwas erleichtert.
Ich wollte Nachos, und er streckte mir seine Hand entgegen und wollte eben dass ich sie ihm bezhale. Da hab ich ihm gesagt dass er das Geld nehmen soll das er mir grade geklaut hat.
Er ist fast rot geworden und hat was gebrabbelt so von wegen: „Ich Dummerchen…ups“
Er trabte also los und kam wieder mit Nachos und Käsesauce. Darauf waren Pepperonis. Die mag ich allerdings nicht.
„Kein Problem“ meinte er….und pflückte die Peppers nicht etwa runter sondern fuhr fast mit der ganzen Hand durch die Sauce, leckte seine Finger noch genüsslich ab und tat dasselbe wieder. Solage bis die Peppers zwar alle waren, allerdings auch die ganze Sauce. Was allerdings noch da war, waren Überreste seines Speichels.

Ich habe mich so geekelt.

Wir saßen inzwischen im Kino. Der Film fing noch nicht an und er fühlte sich wohl genötigt den Alleinunterhalter zu machen. Dies tat er indem er mir Witze über Contergan-Kinder erzählte. Ich fand sie nicht lustig. {Emotic(sigh)}

Ich war sowas von abgeneigt.
Aber dann hat er den wahrscheinlich größten Fehler gemacht.
Er tat das hier. Ich habe ehrlich überlegt zu gehen. Aber da ich diesen Film damals unbedingt sehen wollte, habe ich ausgeharrt.

Als er danach gefargt hat, ob ich noch ein wenig mit zu ihm kommen würde, habe ich ihn ausgelacht und bin nach Haus gefahren.
Wer dieses Date noch toppen kann in Scheißeness, der bekommt n Preis von mir.
{Emotic(puke)}

Der Barren und ich

Ach irgendwie hab ich mal wieder Lust was von früher zu erzählen.

Ein klares Beispiel von Konditionierung. Wir mussten früher im Sportunterricht, wie wahrscheinlich alle Schüler einmal, am Stufenbarren rumturnen.
Irgendwann war dann auch ich mal an der Reihe. Und kunstvoll schwang ich mich hoch. Alles wie es sein sollte.

Wer mich kennt weiß allerdings was ich für eine „Sportskanone“ bin. Folglich fiel es mir auch schwer die folgenden Übungen auszuführen. Besser gesagt die Übung die hätte folgen sollen. Das hatte zur Folge dass ich am Ende wie ein Schluck Wasser in der Kurve am Barren hing, ohne auch nur meinen kleinen Finger bewegen zu können. Fragt mich bitte nicht wie ich das hingekriegt habe….

Als es die Lehrerin dann doch irgendwann geschafft hatte mich in eine vernünftige Position zu bringen fand ich die Situation so komisch, dass ich einfach nur lachen konnte. Ich konnte gar nicht mehr an mich halten. Und plumpste gleich wieder halb vom Barren, allerdings nicht ohne meiner Sportlehrerin gehörig in den Busen zu treten.

Während sie sich am Boden wand vor Schmerzen, war es mit mir soweit dass ich gar nicht mehr aufrecht gehen konnte vor Lachen. Die Situation war einfach nur so komisch…..geil!

Das eigentliche Problem folgte in den folgenden Schuljahren in denen ich es nicht mehr schaffte den Stufenbarren zu erklimmen weil ich jedes Mal so zu lachen anfing dass ich , kaum erklommen, das Ding auch wieder unfreiwillig verließ.

Wirklich ärgerlich wurde es dann als ich eine sehr strenge Sportlehrerin bekam, mit Haaren auf den Zähnen und Testosteron im Blut…..sozusagen.
Bei ihr hatte ich in am Barren nichts zu lachen. Vor allem nicht, als es mir mit ihr erging, wie es schon ihrer Vorgängerin erging. Ich trat ihr in die Brüste. Und sie wand sich nicht bloß vor Schmerzen sondern wurde richtig aggro. Flucht war nutzlos, und die 6 unausweichlich.

Irgendwie habe ich da neulich wieder dran denken müssen (bin fast vom Stuhl gefallen vor Lachen) und dachte dass ich das mal hier verewige…..