Horrorstories 1

Puh, meine erste Horrorstory nach dem Vorbild der entsprechenden Instagram-Accounts. Also simply banale aber abschreckende Geschichte aus WG, Dates und Beziehung.
Was auf Instagram witzig ist, kann hier nicht verkehrt sein.
Also fangen wir mit einer WG-Story an:

Meine Mitbewohnerin ist, dem Ozean zuliebe, dagegen Plastikmüll zu produzieren. Was löblich klingt äußert sich so, dass sie einfach das Plastik anderer Leute nutzt.
Eingeschlossen sind alle Dinge die zwar selbst nicht aus Platik sind aber in Platikverpackungen verkauft werden.
Dies betrifft meinen Aufschnitt, überhaupt jegliche Lebensmittel, meinen Fön, Duschgel, Zahnbürste, Damenhygieneartikel, Waschmittel, Wäscheklammern und eigentlich einfach alles was man so tagtäglich konsumiert. Ihre Ziele mögen ehrenwert sein, aber der verächtliche Blick den sie mir zuwirft weil ich diese Dinge einkaufe, und ihre gefühlte moralische Überlegenheit weil sie sie nicht einkauft vertrage ich nur schwer.

Lese gerade: „Mädchen, Mädchen“ von Marianne Grabrucker

Rost zum Essen

Das hier habe ich an einem Stand des Jenaer Weihnachtsmarktes gefunden.
Ein wenig spät, ich weiß, aber ich hatte vorher einfach keine große Lust.

Es handelt sich dabei um belgische Schokolade.

Neben allerlei Werkzeug waren auch vermeintlich alte Haushaltsgegenstände wie Öllaternen und Bügeleisen mit von der Partie.

© lukrezia-das-herz

blubb blubb blubb

Ich habe es leider erst jetzt geschafft wieder zu posten.
Leider hat uns das Hochwasser doch erreicht. Und weg isses auch schon wieder. Zumindest bei uns.
Beängstigend war es trotzdem. So hoch ist es noch nie gewesen seit ich lebe. Ich habe noch nie erlebt dass mein Heimatdorf von der Außenwelt komplett abgeschnitten war – also noch mehr als sonst.

Zur Erklärung: Alles Wasser auf den Bildern gehört da nicht hin. Außer das letzte Bild. Das war die Saale, die aber normalerweise nicht mal halb so breit ist.
Das vorletzte Bild (also das 4.) zeigt den einzigen Weg in und aus dem Dorf.
Die Autos standen alle vor dem Dorf – imposanter Anblick übrigens.

Das Wasser ist jetzt zwar weg, aber dafür wird die Welt um uns herum jetzt gelb. Das Getreide fault weg und beginnt übel zu riechen. Ich schätze man kann es nicht einmal frühzeitig mähen und an eine Biogasanlage verkaufen oder so. Der Boden der Felder steht ja noch unter Wasser, auch wenn die Ähren oben herausragen.

( © der Fotos: Die hiesige Bloggerin)

Angriff der Monsterschnitzel

Onkel Otto’s Schnitzelparadies. Ein Ort von dem ich glaubte dass es ihn nicht wirklich gäbe.
Warum?
Nun, als ich die Adresse in’s Navi eingab ahnte ich noch nicht wo die Maschine unseren guten Hirsch hinsteuerte.
In kleine dunkle Straßen sind wir eingebogen, die nur für Anlieger frei waren. Eng waren die Gassen, und dann auch noch von parkenden Autos gesäumt. Kaum kamen wir an diesen vorbei, reihten sich Vereinsheime und Schrebergärten aneinander. Alles verlassen, weil da oben Wintereinbruch angesagt war. 15 cm Schnee.
Und als ich schon dachte dass uns das Navi nur zu dem Ort bringt an dem der Server steht – da sahen wir einen goldenen Strahlenkranz. „Onkel Otto“ stand da in hell erleuchteten Lettern. Dunkle Wege führten zwischen verschneiten Tischen, altertümlichen Farmwerkzeugen und stillgelegten Brunnen hindurch. Und dann saßen wir da. Schon die dunklen verschlungenen Wege hätte uns eine Warnung sein sollen. Wer setzt ein Schnitzelparadies schon in die düstere Einöde?
Und dann – das Grauen. Wir wurden von massiven Schnitzeln angegeriffen. 2 beschäftigten sich mit meinem Honigapfel, und eines nahm es mit mir auf. Wir unterlagen beide haushoch.

Solche Schnitzel gibt es. Und die waren einzig und allein für meinen Honigapfel.
Ich wollte eigentlich nur ein kleines Schnitzel mit Pilzen. Aber „klein“ kennt „Onkel Otto“ nicht. Es gab kein Pardon. Ich hatte ein Schnitzel dass einem von Honigapfel’s gleichkam. Die fürsorgliche Kellnerin hat mir nach wenigen Bissen schon Papiertüten zum Einpacken hingelegt. Aber auch mein Honigapfel hatte größere Augen als sein Magen vertrug.

Was soll ich sagen? Wir waren noch am nächsten Morgen satt.
Ich habe den Kampf aufgegeben und mein Restschnitzel dem Müll übereignet.

Was ich mich allerdings frage:
Warum macht so ein Laden einen All-you-can-eat-Tag. Kein Mensch verträgt mehr als ein Schnitzel – mit Beilagen.

Fischsamen oder Karpfensperma

Ich habe es endlich gefunden.
Wie ich hier beschrieben habe, war ich lange auf der Suche nach Karpfen-Sperma, und habe es einfach nicht gefunden.

Aber vor kurzem bin ich fündig geworden. In der Markthalle waren doch noch ein paar Gramm übrig. Ich konnte es kaum glauben.

Hier ist es:
Fischmilch

Leider war ich darüber so aufgeregt dass ich beim pochieren zu viel Essig verwendet habe. Das Resultat: Fischmilch die nur in Spuren nach Fischmilch schmeckte, dafür umso mehr nach Essig und eine Wohnung die den ganzen Tag nach Essig stank.
Aber ich werde es einfach wieder versuchen. Ich kann es kaum erwarten.

Ratgeber zu Motten a.k.a. Maden

Wir haben ein Problem. Und es ist nicht das erste Mal, dass wir es haben. Es sind Mottenlarven.

Vor einem Jahr ungefähr hatte ich schon einmal so ein Problem. Und seit ich darüber einen Artikel geschrieben habe, finden die meisten Leser meinen Blog über dieses Thema. Ziemlich viele Menschen geben als Suchbegriff bei Google ein:
„Maden an der Decke“ oder
„Maden im Schrank“ oder
„Was tun gegen Maden?“

Da mein Blog da offensichtlich als Suchergebnis angezeigt wird, schreibe ich jetzt noch einmal meine Leidensgeschichte in Kurzform und auch was dagegen zu tun ist.
Ich hoffe dass es den Betroffenen hilft. Und ich möchte auch davon berichten wie mein Honigapfel alle Maßnahmen gegen die Lebensmittelmottenlarven sabotiert.

Vor ca. einem Jahr entdeckte ich kleine Würmer an der Decke. Sie waren weiß und hatten an einer Seite einen kleinen braunen Punkt (quasi wie ein Kopf). Das sind Mottenlarven meine Damen und Herren. Erkennen sie sie wieder aus ihrer eigenen Wohnung, dann herzlichen Glückwunsch. Sie gehören zu unserem kleinen auserwählten Club.

Natürlich war ich hellauf begeistert. Man kann sich das vorstellen. Und ich habe direkt Freunde und Bekannte gefragt, was das sei und was ich dagegen unternehmen kann. Keiner konnte mir weiterhelfen. Jeder verzog nur etwas angeekelt das Gesicht. Denn das Stigma dass Maden sich im Dreck am wohlsten fühlen, wird direkt umgelegt auf einen selbst. Den Menschen gehen Bilder von verdreckten Messi-Wohnungen durch den Kopf und eitrige Geschwüre in denen es vor Maden wimmelt. Das ist natürlich nicht zwangsläufig der Fall. Denn es handelt sich nicht um Maden, sondern um Mottenlarven.

Man sollte Folgendes tun:
Zuerst einmal ist wichtig wo die „Maden“ sind. An der Decke vermutlich, schon klar. Aber in welchem Raum?
Gehen wir einmal von meinem Beispiel, der Küche, aus.
Ich habe alle Schränke durchstöbert. Und im Backschrank, also der Hänge mit den Kuchenbackzeugs waren sie.
Jede Motte, die sich in euer Sichtfeld arbeitet solltet ihr zuallererst einmal rigoros vernichten.

Denn nur eine tote Motte ist eine gute Motte.

Als nächstes habe ich mir alle Sachen genau angeschaut. Das meiste musste ich wegschmeißen. Motten sind gerne in Tüten mit Nüssen (einfach mal genau die Nüsse angucken). Das „Nussmehl“ also das Mehl das beim kleinraspeln entsteht kann auch Maden beherbergen. Inzwischen ist mein Auge so geübt, dass ich an der Konsistenz des Nussmehls genau erkennen kann, ob sich Maden darin aufhalten.

Aber keinesfalls nur die angebrochenen Packungen werden Madenfutter. Auch verschlossene Originalverpackungen. Wenn ihr ein paar Packungen Puddingpulver habt, dann scheut es euch mal genau an. Schaut nach kleinen Löchlein, ungefähr vom Durchmesser einer Mottenlarve. Denn da futtern die sich durch und wenn sie drin sind, sind sie drin.
Oder auch ganz beliebt: Diese Packungen für Backpulver. Keiner kauft einzelne Tütchen Backin. Das sind ja oft 10er-Packs, zusammengehalten durch eine durchsichtige zugeschweißte Plastikfolie. Auch durch die Plastikfolie fressen sie sich durch.
Schaut genau hin! Zwischen den einzelnen Päckchen Backin oder Vanillinzucker sind dann oft so ganz feine Weben, wie extradünne Spinnweben. Da legen sie ihre Eier rein. Wenn ihr beim Reinigen „Spinnweben“ irgendwo dranhängen seht – weg damit.

Anfangs wollte ich es nicht glauben. Ich habe nur das nötigste weggeschmissen. Und sobald ich von der Arbeit kam, waren wieder 10 Maden an der Decke. Also musste ich zu härteren Geschützen greifen.
ALLES musste weg, außer der Inhalt von Glasflaschen. Noch dazu haben wir solche Mottenfallen gelegt. Im Baumarkt gibt es für teures Geld solche klebrigen Pappen die man sich in die Schränke klebt. Die wären aber gar nicht mehr nötig gewesen. Nicht eine einzige Motte hatte den Frühjahrsputz überlebt. Diese Mottenfallen sind sogar eher lästig, weil alles was daran kleben bleibt, nicht entfernt werden kann ohne die Packung oder die Mottenfalle zu zerreißen. Ich habe sie einige Monate später abgemacht.
Außerdem sollte man den Schrank mit Essigwasser auswischen. Es darf auch gern etwas stärker sein. Das stinkt zwar für einen Tag erbärmlich, aber Motten hassen das.

Jetzt haben wir blöderweise wieder diese Larven. Nach über einem Jahr! Ich wollte wieder alles wegschmeißen und den Viechern den Garaus machen. Aber mein Honigapfel steht die ganze Zeit neben mir und bemängelt ich würde zu viel wegschmeißen. „Das haben wir gerade erst gekauft.“ oder „Das ist das letzte Backpulver das wir haben.“ und natürlich der böse Blick taten ihr übriges. Und deswegen werden wir die Viecher nicht los. Natürlich, werden es nach jeder Aufräumaktion weniger, aber verschwinden tun sie eben nicht.
Das zeigt: Es muss alles weg, was keine Miete zahlt.

Noch ein kleiner Tipp: Wenn das Verdachtsobjekt mehliger Natur ist, nicht schütteln! Erst mal gucken was sich so oben drauf tümmelt. Wenn dort die Luft rein ist – dann schütteln!

Merke: Wenn auch nur ein Ei überlebt und zu einer Larve wird, die zu einer Motte wird, fängt der Spaß von vorn an.

Und das ist nur das Beispiel Küche. Natürlich können die Motten überall ihre Eier ablegen. Bei uns war es nun eindeutig, weil sich ständig mehrere ausgewachsene Motten in einem verschlossenen Schrank aufhalten. Wo sollten die herkommen wenn nicht aus dem Schrank selber! Sie können aber auch in Strohhalmen, unter dem Teppich, in Schubladen, unter Schubladen usw. leben, und sich dort von kleinen hingefallenen Krümeln ernähren.

Beim ersten mal mussten wir sogar die Abzugshaube abbauen und alles grundreinigen inkluve Filterwechsel.
Macht euch die Mühe, oder holt den Kammerjäger. Um das wegschmeißen der Lebensmittel kommt ihr aber nicht drumherum. Bedenkt: Wenn auch nur der Verdacht besteht dass da Motteneier drin liegen, wollt ihr es doch eh nicht essen oder?

Was für ein Dessert!

Parfait von weißer Schokolade auf einem Himbeerspiegel…
Das hab ich selbst gemacht.

Ich hab noch mehr gemacht, und koche nicht das erste Mal. Aber das ist die erste Zubereitung von mir, die auch noch ansprechend aussieht. Da kann man schon ein klein wenig stolz sein.

P.S. Es hat auch noch geschmeckt.

Zuerst veröffentlicht am 13.05.2012 um 16:54