Mixtape Vol. III

2009 Juni 22
von sonnemohn

Sonntags-Top-Ten

Bob Dylan

– All along the watchtower

Eddie Vedder

– Society

David Bowie

– Space Oddity

Chuck Jackson

– We’ll find a way

Rainbow

– Since you been gone

Paul Simon

– You can call me Al

Howlin’ Wolf

– Spoonful

Elvis Presley

– Stuck on you

Xavier Naidoo

– Brief

B. B. King

– You upset me

Ich hab’ aber keine Seele

2009 Juni 11
von sonnemohn

Früher dachte ich immer wenn ich lüge würde mein Licht etwas dunkler werden. Dass jeder ein Licht hätte und dieses bei jeder Tat die nicht ganz dich selbst widerspiegelt ein Stück weit verlischt, bis es irgendwann einmal ganz verlischt.
Das klingt irgendwie kitschig, das weiß ich.

Aber vor kurzem dachte ich wieder daran und mir wurde klar wie lange dieser Gedanke nicht mehr in meinem Kopf war und da wusste ich dass ich meine Seele verloren habe.
Keine Ahnung wann es passiert ist. Vielleicht lüge ich zu oft oder vielleicht bin ich zu oft jemand der ich nicht bin.
Mein Gott das wird ja immer kitschiger. Vielleicht stößt es trotzdem auf Verständnis. Es ist als ob man plötzlich blind ist für gute Dinge.

Es ist manchmal als ob mein Gehirn verschimmelt. Als ob ich alles durch einen Schleier wahrnehme. Früher hatte ich dieses Gefühl nur wenn ich länger nicht mehr intensiv gedacht habe. Zum Beispiel nach 6 Wochen Sommerferien. Aber jetzt ist es ein permanenter Zustand. Ich vergesse dann eben auch schnell Sachen die ich vor kurzem erst gehört hab. Das ist wie Verfall. Ich glaube sowas nennt man „erwachsen werden“. Ich nenne es jedenfalls so. Und ich will das nicht.

Übrigens stammen der Titel dieses Eintrages und der des letzten Eintrages aus einem ganz besonderen Werk. Vielleicht weiß ja jemand aus welchem.

Zuerst veröffentlicht am: 11.6.09 18:21

Komm wir fahr’n ins Paradies

2009 Juni 11
von sonnemohn

„Der Grabspruch kündet von glücklichen Tagen und spannt sich quer über den Bauch:
„Et in Arcadia ego“
steht auf dem Leib der Statue, der eine exotische Schöne die Füße poliert.
Arkadien also heißt das verlorene Paradies – die Heimat von Hirten und Nymphen, die irgendwo im Nirgendwo liegt und nur mit einer „Anaesthesia“ zu erreichen ist.“

Andreas Hillger

Zuerst veröffentlicht am: 6.6.09 16:48

Bestanden!

2009 Juni 11
von sonnemohn

Ich bin glücklich bekannt geben zu dürfen dass ich heute mein Vorexamen bestanden habe.
Ich war so aufgeregt dassich (wie eigentlich bei jeder praktischen Prüfung) mein Frühstück gleich wieder rückwärts gegessen habe.
Und ich bin froh dass ich das überstanden habe.

Schriftliche Prüfungen sind mir deutlich lieber. Da kann man zögern und überlegen und wegstreichen. Ergo kein Gekotze.

Zuerst veröffentlicht am 5.6.09 15:50

Oldies are Goldies

2009 Mai 28
von sonnemohn

Heute zufällig im Radio gehört

ICH HOCHZEIT die groß geschriebenen Wörter

2009 Mai 27
von sonnemohn

Übrigens habe ich heute vor einer Woche ein weiteres erstes Mal erlebt. Ich war auf einer Hochzeit.
Ja, richtig gehört. ICH war auf einer HOCHZEIT. Natürlich nur weil ich ich gezwungen wurde.

Ich dachte ja wenn ch das erst einmal rleben würde, würde ich es vielleicht doch ganz süß und romantisch finden. Deswgeen hatte ich etwas Angst hinzugehen. Aber ich war beruhigt als ich feststellte dass das tatsächlich nur ein altmodischer Akt des Selbstbetrugs ist.

Ich wollte mich dementsprechend natürlich auch nicht zum Brautstrauß-Werfen in Positur stellen. Wieso auch? Ich kann den Strauß ja gar nicht fangen da ich nicht heiraten werde. Aber meiner Mutter war das so peinlich dass sie sich an meiner Stelle zum Brautstraußwerfen aufgestellt hat.
Blöd nur dass sie bereits verheiratet ist.

Und ich habe meiner Mutter endlich gesagt dass ich rauche.

Paradoxerweise

2009 Mai 27
von sonnemohn

Wie paradox,
dass die Lebenden,
an den Tod denken,
und ihren Grabstein
schon jetzt bezahlen.

„Nur für den Fall.“
sagen sie
und warten dass er eintritt.

Noch paradoxer allerdings
ist dabei
dass die Toten
keinen Gedanken an das Leben
verlieren.

Der schönste Junge den ich je gesehen habe

2009 Mai 12
von sonnemohn

Ich habe gestern einen Jungen gesehen den ich getrost als den schönsten Jungen den ich je gesehen habe bezeichnen würde. Der sah so wahnsinnig gut aus das ich fast nach seiner Nummer gefragt hätte.

Es soll jetzt bitte keiner denken – okay eine pubertierende Kleinstadt-Zicke hat sich verknallt oder so. Denn so ist das gar nicht.

Achtung hier folgt ein Grundsatzeintrag!

Früher gab es den ein oder anderen Typen (das Wort Typ benutze ich ganz bewusst im Sinne von „Irgendjemand“) der in mich verliebt war. Und obwohl wir dieses Gefühl nicht teilten war ich mit ihnen allen zusammen. Ich verließ mich auf meine Freundinnen, die sagten ich müsse LERNEN ihn zu verlieben und dass sie auch nicht in ihre Partner verliebt waren. Aber das reichte mir nicht.

Ich bin von Natur aus nicht gerade eine Romantikerin. Aber man kann sagen dass mein Körper sich gegen diese Art von Beziehung gewehrt hat. Ich habe richtigen Ekel verspürt wenn ich mich in der Nähe dieser ‘Typen’ aufgehalten habe. Aber da mir meine Freundinnen auch das als normal vorlebten habe ich es angenommen und erste Erfahrungen mit Männern gesammelt die mich null interessierten.

Doch nach dem Letzten dieser ‘Typen’ lief es anders. Ich hatte sowas von gar keine Lust mehr immer nur mit „Irgendjemandem“ zusammen zu sein. Ich hatte keine Lust mich immer nur zu ekeln oder zu denken: „Bäh den willste doch eigentlich gar nicht.“ Wir reden hier nicht von Routine die sich nach einer gewissen Zeit immer einschleicht. Dazu kam es gar nicht erst, da ich nach kürzester Zeit W wie WEG war. Mein Rekord liegt bei 2 Monaten. Ja tatsächlich meine Damen und Herren. Ich biete 2 Monate – wer bietet mehr?

Und ich hatte halt mal Lust auf das was ich aus den ganzen Filmen und Bücher kenne. Ich hatte so richtig Bock auf Bauchkribbeln. Okay das ist jetzt vielleicht doch ein bisschen romantisch. Aber das ist mir jetzt auch egal.
Ich habe mir damals geschworen dass der nächste Mann den ich küsse, dass ich in diesen Mann verliebt sein werde. Ich hätte es nicht geschworen wenn ich gewusst hätte dass das nie passieren würde. Dieser „Schwur“ den ich mit mir selbst so abgemacht hatte ist jetzt 7 Jahre her. Und in dieser Zeit haben mich Männer einfach nicht interessiert. Zugegeben es gab den Einen oder Anderen der mich ebsonders fasziniert hat. Schließlich ist auch dieser Blog entstanden weil ich einen ganz bestimmten ‘Typen’ kennenlernen wollte. Aber die Bekanntschaft mit ihnen hat sich in allen Fällen als wenig befriedigend herausgestellt.

Und eben weil mich Männer kaum interessiert haben, und ich noch nie verliebt war hatte ich nie Probleme sie anzusprechen. Vor was hätte ich aufgeregt sein sollen? Sie waren dazu da dass ich den Abend nicht allein verbringen musste aber eigentlich waren sie mir egal.
Ich hab mich sogar an die ganz Hübschen herangetraut, wobei das natürlich immer im Auge des Betrachters liegt.
Und gestern abend hatte ich das erste Mal Hemmungen jemanden anzusprechen.

Ich verabschiedete mich gerade von Freunden mit denen ich im Kino war. Und da lief ein Junge an mir vorbei, der wie gesagt bildschön war. Er sah aus wie eine Mischung aus Emo und Brit-Popper. Und da habe ich das Licht gesehen. Also ich habe mich nicht verliebt oder so. Ich kannte hn ja gar nicht. Aber er war so schön dass ich mich von der Verabschiedung ganz schnell verabschiedet habe und ihm hinterhergelaufen bin als wäre ich eben doch eine 13-jährige Pubertierende. Ich wollte mir angucken wie er läuft und wie seine Tasche mitschwingt. Das war spannender als der Film den wir vorher im Kino gesehen hatten. Und dabei lief „Public Enemy“, welcher tierisch spannend war. (Nicht der „Public Enemy“-Film mit Johnny Depp sondern eine gleichnamige französische Produktion die nichts mit dem Johnny Depp-Film zu tun hat.)

Gestern abend ist also ein bemützter Junge mit engen schwarzen Hosen, einer Umhängetasche und schwarzen Haaren die ihm ins Gesicht hangen durch Naumburg gelaufen und hat dabei einfach magnifique ausgesehen. Und ich wollte ihn ansprechen und habe mich nicht getraut. Ich war selber total schockiert von mir. Genau in einer Situation wo die alte Lukrezia mir mit ihrer Dreistigkeit genutzt hätte, bricht die Neue hervor. Ich konnte nur noch sehen wie er in ein silberfarbenes Auto gestiegen (wieso erinnert mich das jetzt an Edward Cullen?) und davongerast ist.

Ich sollte vernünftig sein: Raser sind nicht der richtige Umgang. Aber es war doch so ein hübscher Raser. Wenn zufällig jemand weiß wer gestern abend gegen…boah keine Ahnung….so 23Uhr durch Naumburg gelaufen ist und derart schön dabei war der soll in der Hölle schmoren wenn er mich nicht davon in Kenntnis setzt wer das war.
Und wenn bei mir jetzt schon die Schüchternheit einsetzt dann kann der Weg ja nicht mehr weit sein. Eine Oase auf der Durststrecke.

Am Rande des Wadis

2009 Mai 12

In einer Wüste kann man leicht verdursten

Stimmt nicht. Wieder mal ein populärer Irrtum der den Eingangscode in die westliche Zivilisation geknackt hat.

Tatsächlich sind bis jetzt viel mehr Menschen in der Sahara ertrunken als verdurstet. Wenn, ich betone WENN, einmal ein Regen in der Sahara niedergeht dann ist der so heftig dass man – sollte man sich in einem Tal aufhalten – schnellstmöglich fliehen sollte.
An einem Wochenende 1995 sind schon mal 300 Urlauber ertrunken. Und solche wolkenbruchartigen Regen gehen auch lokal sehr begrenzt hernieder. Jemand der 10km entfernt steht bekommt rein gar nichts davon mit

Ich zititere an dieser Stelle ein Geographiebuch, dessen Darstellung ich ehrlich gesagt aber für etwas übertrieben halte:

Es kann vorkommen dass man am Rande eines seit Jahren ausgetrocknetetn Wadis steht und plötzlich ein Brausen vernimmt, das rasch zu einem gurgelnden Donner. [...] Plötzlich erblickt man eine 2m hohe Wasserwand, die aus einer Biegung des Wadis herausschießt. Schon steht man am Rande eines entfesselten Wildflusses, der alles mit sich reißt.“

Quelle: H.-G. Kranke/ L. Rother (Hrsg.): Terra – Erdkunde 7, Stuttgart 1985, Geo-Spezial: Sahara, 1992; J. Wetzel (Hrsg.): Seydlitz – Geographie 3, Hannover 1995; „Hunderte Urlauber ertranken in der marokkanischen Wüste“, Badische Neueste Nachrichten, 21.8. 1995.</small/

Guess who???

2009 Mai 6
von sonnemohn

Edit:
Das Rätsel bleibt wohl ungelöst. Ich habe schon darüber nachgedacht 50€ demjenigen zu schenken der als Erster darauf kommt. Und im Gegenzug 50€ von jedem zu empfangen der sich in seiner Vermutung irrt. Wäre gespannt ob da die Lösung sofort dastehen würde oder ob das ein einträgliches Geschäft wär.