Kinderbräute in Äthiopien, Afghanistan und Nepal
Ein wirklich furchtbarer Artikel über die Zustände in denen Frauen in Äthiopien, Afghanistan und Nepal leben müssen.
Neben den Sachen die eigentlich schon überall auf der Welt bekannt sind, stehen dort auch einige erschreckende Sachen, die mir persönlich neu waren.
Leider habe ich nicht den Artikel selber gefunden. Aber eines der Bilder die im Rahmen der Reportage gemacht wurden ist Bild des Jahres 2007 geworden.
Das Grausame daran ist wirklich die Tradition.
Es ist gesetzlich verpflichtend Mädchen zum Beispiel zur Schule zu schicken, und die Verheiratung Minderjähriger ist verboten. Aber es gibt keinen der das kontrolliert und deswegen wird es weiter heimlich gemacht.
Ein Lehrer, so wird berichtet, hatte den Verdacht dass eine seiner Schülerinnen nicht mehr zur Schule kommt weil sie zwangsverheiratet wurde und dadurch wurden 59 illegale Ehen in diesem Dorf aufgedeckt. Die Ehen müssen von Rechtswegen für ungültig erklärt werden von den Eltern. Und die Familien sind entehrt. Die nicht-mehr-verheirateten Frauen sind dann Freiwild und können beliebig „genommen“ werden.?
Auch gebildeten Frauen blüht dieses Schicksal. Wer gebildet ist, arbeitet nicht gut, heißt es und damit bleiben diese Frauen/Mädchen unverheiratet. Unverheiratete sind natürlich ebenfalls Freiwild und dürfen vergewaltigt werden.
Es gibt sehr viele Mädchen die fliehen. Wirklich – ausnehmend viele.
Auf diese warten bereits die Menschenhändler die sie abfangen und ihnen ein besseres Leben versprechen während sie sie als Haussklaven oder gar als Huren verkaufen.
Manche bekommen nicht einmal Kondome (in Afrika!!!) um sich zu schützen und ihnen wird erzählt sie sollen sich unternrum waschen und das würde genügen.
Aber, und das ist positiv – es gibt in Afghanistan Männer die sich für die Gleichstellung der Frau einsetzen. Männer die Frauen haben wollen die ihnen ebenbürtig sind. Frauen die wenigstens lesen können. ?
Aber gemeinhin ist es wirklich ein Trauerspiel. Die Mädchen werden teilweise mit 8 verheiratet. Sie ziehen dann zu ihrem Mann wenn sie das erste Mal ihre Tage haben. Sie müssen den Ehevertrag mit einem Fingerabdruck unterschreiben, ohne dass ihnen jemand sagt was überhaupt darin steht. Dort steht nämlich dass sie auch nein sagen können. Aber das dürfen die Mädchen natürlich nicht wissen, damit sie es nicht tun.
Sie müssen dann ein halbes Jahr den Eltern ihres Mannes dienen. Dann ziehen sie mit diesem in seine Hütte.
Immer wieder taucht in dem Artikel die Philosophie auf dass die Frauen mürbe gemacht werden müssen damit sie sich in der Hochzeitsnacht nicht wehren. Die geschieht indem man sie hungern lässt und ihnen nichts zu trinken gibt. Und das alles wegen einer bloßen Tradition. Bloß weil die glauben Maria hätte auch so früh geheiratet und Jesus geboren. (Wo soll das stehen?)
Es muss sich wirklich noch so viel tun. Gesetze sind ja schon mal sehr gut und megawichtig. Aber wie man sieht ist das den Leuten dort einfach egal. Sie halten sich einfach nicht dran und beanspruchen an die „wirkliche Wahrheit“ zu glauben.?
So ich habe mich genug aufgeregt. Ich kann nur jedem empfehlen sich diese Zeitung zu kaufen und den erschreckenden Artikel selbst zu lesen. Man kann es einfach nicht nachvollziehen.
Und auch wenn ich schon meinen Ruf (bei Freunden) weg habe (als Kampfemanze u. Ä…..) Wie kann man da nicht schockiert sein?
(die ersten beiden Fotos:©Stephanie Sinclair
das letzte Foto: ©Keystone)